Sep
20
2012
1

E-Government-Gesetz beschlossen – eAkte – nPA – De-Mail

Im den Verwaltungen unseres Landes soll es elektronischer zugehen. So unsere Regierung, denn sie hat heute im Bundeskabinett das E-Government-Gesetz beschlossen. So sollen speziell auch die Prozesse direkt mit dem Bürgern orts- und zeitunabhängig elektronisch erfolgen können (siehe). Das Gesetz sieht u.a. vor, dass für die Kommunikation neben der qualifizierten elektronischen Signatur, die sich nur in wenigen Anwendungen durchgesetzt hat, zwei zusätzliche Technologien zugelassen werden:

  1. Web-Formulare in Verbindung mit der eID-Funktion des neuen Personalausweises (nPA), und die
  2. De-Mail (siehe auch: Wissenswertes zur DE-MAIL).

Zudem  wird sichergestellt, dass auch die Aktenführung elektronisch rechtskonform ist (siehe auch: DOMEA am Scheideweg: zukunftsweisender Neuanfang oder alter Wein in neuen Schläuchen?).

Der Punkt 1 mit den Web-Formularen lässt mich gleich zweimal freuen, kommt doch endlich mein neuer Personalausweis (hier meine Erfahrung) mehr zum Einsatz, schließlich soll er sich ja noch amortisieren. Allerdings ist es immer noch so, dass nur die Hälfte der “stolzen” Besitzer die eID-Funktion auch (more…)

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Sep
14
2012
--

Nachlese BPMCon 2012: klares Denken

Ich hatte heute eine weitere Gelegenheit, erkennen zu dürfen, wie leicht unser Denken uns zu falschen Entscheidungen führt. Der Autor des Buchs „Die Kunst des klaren Denkens“, Rolf Dobelli, hatte heute den Eröffnungsvortrag auf der von 150 Teilnehmern gut besuchten, und gelungenen 2. BPMCon der camunda gehalten. Nicht nur, dass wir von allen Seiten beschallt werden, wie und was wir zu denken haben (siehe z.B. meine Buchbesprechung Wissensaktivierung – Neue Denkwege). Auch eine Reihe von Denkalgorithmen, die vermutlich auf unserem evolutiven Weg vor einigen zehntausend Jahren Sinn gemacht habe, führen uns häufig genug hinters Licht, so Herr Dobelli. In seinem Buch bespricht er 52 von über 100 systematische Denkfehler. Hier ein paar, die ich mir notiert habe.

Zuerst sprach er auf unseren Fehler an, dass wir meist nur das Ergebnis anschauen, aber nicht den Prozess, wie es zum Ergebnis kam. Deutlich machte er das an dem Verhalten der Brösenteilnehmer. Die Börse sei ein komplexes System und daher nicht berechenbar. Daher stehen Gewinner nur durch Zufall dort. Wir nehmen an, dass dies die Könner sind und versuchen sie nachzuahmen. Schaut man sich aber den Prozess an, so entdeckt man schnell das Glücksspiel dahinter. Der Begriff für dieses Verhalten ist „Outcome bias“.

Was nicht in unsere Lieblingstheorie passt, vergessen wir wieder in kürzester Zeit. Daher sollten wir (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,process management | Tags: , ,
Sep
03
2012
3

Hilfe! Ich ertrinke! – besser: Erteilen Sie “Melden macht frei”-Verhalten eine Absage!

In den letzten Monaten hat sich bei mir die Flut an Informationsbenachrichtigung so gesteigert, dass sich das Gefühl des Ertrinkens breit machte. Egal ob im E-Mail-Postkorb der Firma oder im privaten. Ich kann nicht mehr alles lesen. Also habe ich begonnen, alle Alerts und Newsletter abzubestellen. Gefühlte 100 in einer Woche (und irgendwie wird es nicht weniger …).

Der Social Media Berater Dirk Hellmuth hat in meinen Augen einen sehr gelungenen Artikel darüber geschrieben. Warum wir ertrinken, und was wir dagegen unternehmen können. Abgeleitet: dass wichtige E-Mails zwecks Kollaboration in die elektronsiche Akte gehören.

Luft holen ist angesagt, aber lest gleich hier selbst, denn er hat mir erlaubt, seinen Artikel hier zu bringen (Quelle):

Drei Wege aus der Mail-Überflutung

Wer hat sich nicht schon über folgenden Satz geärgert: “Oh, es tut mir leid, ich habe Ihre Email nicht gesehen. Wann haben Sie diese nochmal geschickt? Vor 4 Tagen? Wissen Sie, ich bekomme so viele Emails, da komme ich nicht mehr mit….”. Gerade im beruflichen Umfeld leiden viele Menschen an der nicht mehr zu bewältigenden Email-Flut.

Vor einigen Tagen sprach ich mit einer Kundin genau über dieses Thema. Sie und ihre ganze Organisation leiden darunter, dass der Geschaftsführer seine Emails aufgrund der schieren Menge, bei allem persönlichen Einsatz, nicht mehr bearbeiten kann.

So bleiben Dinge liegen, Nachfragen kosten erneut Zeit und Missverständnisse sorgen für zusätzliche Verärgerung. Dieses sehr anregende Gespräch war der Impuls für diesen Beitrag, in dem ich einfache Wege aus der Email-Flut aufzeigen möchte – denn diese ist nicht von Gott gegeben…

Historie: Die Email als Allzweckwaffe

Der Siegeszug der Email hat gute Gründe: sie ist (more…)

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Sep
03
2012
0

Innovation: weniger auf Experten hören sondern mehr auf die eigene Entscheidungskompetenz vertrauen

so lautet die Botschaft von Noreena Hertz, die sie in einem lehrreichen Vortrag zum Umgang mit Experten auf einer TED Konferenz ausgesprochen hat:

Wir sollten mehr unser eigenes Urteilsvermögen nutzen, denn auch Experten machen Fehler (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,innovation,Video | Tags: , , ,
Aug
17
2012
0

Ist das der Untergang von MoReq2010?

Wir Hersteller müssen wachsam gegenüber tangierenden Standards und solchen, die es gerne werden wollen, sein. Im Umfeld des Enterprise Content Management sind die wichtigsten Standards jene, die es erlauben, dass einmal archivierte Dokumente auch noch nach Jahren wieder zur Anzeige gebracht werden können. In Stein gemeißelte Dokumente (wie diese hier) können auch noch Jahrtausende später gelesen werden. Elektronische Formate und deren Anzeigetools sind da eher wenig “stabil”. TIFF und PDF/A haben sich als Beispiel-Standard hier durchgesetzt. Seit Jahren versuchen es international CMIS und MoReq, national DOMEA, und kommen nicht so richtig voran. Nun scheint mir, dassMoReq2010, der Hoffnungsstandard für Records Management, in Deutschland synonym für Schriftgut- bzw.  und Aktenverwaltung, auf das Abstellgleis geraten zu sein.

Zu der Ansicht wird kommen, wer den (ungekürzten) aktuellen Kommentar DLM Foundation: neue Richtlinie für Publikationen von Dr. Ulrich Kampffmeyer, einem der Mittreiber des Vorgängers MoReq2, gelesen hat, und Folgendes konstatiert:

Das DLM Forum hat im Juni 2012 eine neue Richtlinie für Veröffentlichungen herausgegeben: „DLM Forum: Publications Policy“ ( http://bit.ly/NyO4jN ). Hiernach ist es nicht mehr erlaubt, Publikationen des DLM Forum, besonders zu MoReq2010(R) “Modular Requirements for Records Systems”, auf anderen Servern zur Verfügung zu stellen. Es soll nur noch der offizielle Download auf der Webseite des (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,document management,records management | Tags:
Aug
15
2012
3

Status der TR-ESOR / TR-03125 – BEweiSwerterhaltung kryptOgraphisch signierteR Dokumente

Ich sitze noch immer im Treffen des Bitkom-Arbeitskreises Signaturen und nun berichtet Fr. Dr. Korte von den aktuellen Aktivitäten rund um die TR-03125. Und los geht es mit dem Neartime-Bericht:

Motivation

Wer seine Geschäftprozesse weg vom Papier hin zum elektronischen Postverkehrs bringen will, muss sich Gedanken über den Beweiswert dieser Objekte machen, besonders, wenn sie zwecks Sicherstellung des Nachweises von Authentizität und Integrität machen. Während der Beweis auf Papier relati klar auf der Hand lag, ist das mit der elektronischen Signatur  schwieriger. Die genutzten Algorithmen werden mit der Zeit schwach, so dass die Dokumente später einmal unnachweisbar manipuliert werden könnten.

Das Bundesamt in der Sicherheit in der Informationstechnologie hat zur CeBIT 2011 die Version 1.1 ihre Technische Richtlinie 03125 veröffentlicht, die empfiehlt, was ein System funktional leisten sollte, um entsprechende Objekte beweissichernd aufzubewahren.

Interessante Details der Richtlinie

Das Absichern der signierten Objekte soll mittels Hash-Baum-Verfahren a la (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,document management,electronic signatures | Tags: ,
Aug
15
2012
16

Wissenswertes zur DE-MAIL

Ich sitze gerade im Bitkom-Arbeitskreis Signaturen und höre mir einen Vortrag zur DE-MAIL an, einem Verfahren zur verbindlichen und vertraulichen Kommunikation sowie einer rechtssicheren Zustellung elektronische übermittelter Post. Hier die wichtigsten Fakten:

Das Versenden einer DE-MAIL kostet, d.h. pro Brief wird ein Betrag an den Anbieter fällig.

Die DE-MAIL ist kein Ersatz der E-Mail sondern “ist der digitale Brief”, so die Idee der Macher und wie es die Gesetzgebung inzwischen auch absichert. Ein an eine E-Mail-Adresse versendeter digitaler Brief gilt rechtlich als “zugestellt”. D.h. der Besitzer eines DE-MAIL-Accounts tut gut daran seinen Eingangskorb täglich einzusehen, so wie er auch seinen Postkasten leert.

Für die notwendige Sicherheit kann sich der Anwender auf dem Web-Portal mit dem neuen (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,electronic signatures | Tags:
Aug
14
2012
0

BPMN goes mobile

Dass zwecks Prozessbeschleunigung Teilaufgaben, die von “Vielreisenden” erledigt werden müssen, auf mobilen Geräten “ausgelagert” werden sollten, war u.a. Tenor eines Frühstücksgesprächs (Beispiel Rechnungsprozess, oder ein Alltag). Aber auch das Modellieren von Geschäftsprozessen zu Dokumentationszwecken via BPMN ist auf dem Weg in die mobile Welt. Ich hatte dazu  schon von den mobilen Möglichkeiten des Process Editor unseres Partners Signavio berichtet. Braucht der Process Editor noch den Server im Netz, da er im Safari Web-Browser läuft, so ist der im Video gezeigte BPMN-Editor Cubetto BPMN von der Firma semture GmbH autark, denn es ist eine App:

In meinen Augen sehr gelungen ist der spezielle Process-Flow-Wizard, mit dem das Modellieren von BPMN-Modellen auf einem Touch-Screen doch sehr einfach anmutet, oder?

Laut Produktbeschreibung steht ein Export via BPMN 2.0 XML Dateien zur Verfügung, so dass ein Import in BPMN-basierte Fremdanwendungen möglich sein soll. Ich werde es mal mit Signavio ausprobieren und werde berichten.

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Aug
04
2012
1

Process on Voice: Prozessmodellierung mittels Spracherkennung

Hier gibt es wieder eine innovative Idee wie ich finde. Auf dem Signavio Code Camp werden jedes Jahr spannende Projekte umgesetzt, die die Prozessmodellierung für die Nutzer des Signavio Process Editor noch einfacher machen.

Eines der Teams hat sich dem Thema Process on Voice gewidmet. Dabei geht es um die Prozessmodellierung per Spracherkennung. Anstatt die einzelnen Aufgaben eines Prozesses per Maus und Tastatur aneinander zu reihen, kann man die Modellierung hier per Sprache vornehmen. Der Signavio Process Editor erstellt das dazugehörige Prozessmodell in real-time.

Diese Technologie eignet sich vor allem für Smartphones und Tablets/iPads, aber auch für andere sprachbasierte Geräte wie Google Glasses.

Und nach dem Rekorden des Prozessgerüsts dann noch ein paar SAPERION Workflow Parameter hinzufügen und an die SAPERION Workflow Engine deployen, und schon kann es los gehen :-)

Für Jene, die sich noch kein Bild von unserer Integration mit dem Signavio Process Editor gemacht haben, empfehle ich meinen Artikel:
SAPERION und Signavio auf dem Weg zum BPM Round-Trip Engineering

Noch ist es ein Prototype. Aber wie ich unsere Kollegen bei Signavio kenne, dürfen wir uns auf Weiteres freuen.

Quelle

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Jul
31
2012
3

Papiervermeidung beim Verbraucherkredit: aber nicht mit der händischen Unterschrift auf dem Pad! Sonst schon …

Ich hatte heute morgen schon über die Vermeidung von Papier in unseren Geschäftsprozessen geschrieben, bin dabei allerdings noch nicht darauf eingegangen, dass es für Dokumente, die ekektronisch ausgetauscht werden, je nach Sicherheitsbedarf und Formvorschrift eine einfache (siehe E-Mail-Abspann), fortgeschritte oder qualifizierte Signatur braucht. Dass die Rechnung inzwischen mit der einfachen Signatur übermnittelt werden kann, war erwähnt. Viele Angebote mit anschließender Bestellung werden ebenfalls schon so übermittelt. In den letzten Jahren haben biometrische Unterschriften auf Pads gerade bei Bankinstituten den qulifizierten Signaturen den Rang abgelaufen. Laut Heise, so nach einer XING-Arrtikel von Dr. Ulrich Kampffmeyer,  wird dieses biometrische Signieren nun in Frage stellt:

Nach Auffassung der Richter erfordert der Vertragsschluss nach § 126 BGB dauerhaft verkörperte Schriftzeichen auf einem Schreibmaterial gleich welcher Art. Zwar sei die Unterschrift auf dem Tablet gespeichert, aber nicht körperlich vorhanden. Der Ausdruck wiederum sei zwar körperlicher Art, trage jedoch nicht die eigenhändige Namensunterschrift, die ja auf dem Tablet geleistet wurde. Eine Unterschrift der kreditgebenden Bank war weder auf dem Tablet-PC noch aus dem Ausdruck vorhanden. Und schließlich erfüllt die Unterschrift auf dem Tablet-PC auch nicht die Formerfordernisse des § 126a BGB, denn bei elektronischen Willensbekundungen ist das entsprechende Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen.

In einem Kommentar dazu differentiert Jörg-M Lenz allerdings noch deutlich, wann das mit der Unterschrift auf dem Pad geht und wann nicht und (more…)

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