Sep
02
2011

Blick in die BPM-Glaskugel: Trendanalyse vom BPM-Technologie Event in Frankreich

Im französischen Clermont-Ferrand in Frankreich traf sich gerade die wissenschaftliche Prozessmanagement-Community auf der BPM 2011. Prof. Allweyer berichtet auf seinem Blog Kurze Prozesse mit mehreren Artikeln von den wichtigesten Aspekten, zuletzt in dem Artikel BPM-Technologie: Im Backoffice oder Treiber für Business-Innovationen? In diesem ist u.a. zu lesen:

Mike Marin von IBM …: Seiner Ansicht nach ändert sich die Art wie wir arbeiten. Die Möglichkeiten von sozialen Plattformen und Cloud-Computing kommen den Anforderungen von Wissensarbeitern entgegen. Der Ansatz, diesen Mitarbeitern ein komplett vordefiniertes Prozessmodell aufzuzwingen, funktioniere nicht. Daher plädierte auch er für Systeme, die Flexibilität zur Laufzeit aufweisen. Als Beispiel nannte er Content Management-Systeme, die früher vor allem der Speicherung und Verwaltung von Aufzeichnungen dienten. Das genüge aber nicht mehr, die Inhalte müssten aktiv zur Kommunikation genutzt werden. Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht er das Adaptive Case Management an.

Das Fazit, das ich aus seinen Artikeln zu diesem BPM-Event ziehe ist, dass das Lagerdenken in BPM, ECM, ACM, ECM und was immer wir für Akronyme schon gesehen haben, stehend für Systeme, die helfen sollen, die Abwicklung von Geschäften prozessual effizienter und damit konkurrenzgfähiger zu machen, bald der Vergangenheit angehören wird und wir neuartigere Software-Entwicklungssysteme werden. Diese werden es erlauben, jedweden Content (Information), ob strukturiert oder unstrukturiert zu verwalten, diese in ebenso strukturierten und unstrukturierten Prozessen zu nutzen, die nach Bedarf flexibel vom Anwender angepasst werden können genauso wie die Benutzerobeflächen als auch die Struktur der Informationsobjekte und Regeln selbst. Und da die Büroarbeitswelt immer mehr in Richtung Wissensarbeit unter vernetzten Experten geht, wird auch die Einbindung der neuen sozialen Medien mit Chats, Micro-Infos, Tagging und Bewertungen mit dazu gehören. Aber ganz besonders werden die Systeme das Verhalten der Benutzer analysieren, um für die jeweils nächsten Arbeitsschritte entsprechende Vorschläge zu machen.

Das wird zwar noch ein wenig Zeit brauchen, bis das alles zusammen problemlos zu haben ist, aber in Teilen können wir das schon heute sehen.

Und da Akronyme immer wieder gerne genommen sind: ich bin gespannt, wann Gartner die ECM und BPM Magic Quadranten zusammenbringt und diesen dann EIM für Enterprise Information Management nennen wird, wie dies Ulrich Kampffmeier ja schon seit ein paar Jahren nutzt. Oder wird es eher ein BPOP für Business Process Operation Platform, wo wir doch mittlerweile immer mehr unser Tum als fließende Prozesse denken?

Ich habe gerade noch mal meine Artikel aus dem letzten Jahr angeschaut und noch diesen gefunden:

Es wächst zusammen, was zusammen gehört: BPM und ECM. In Gleichberechtigung? Oder wird einer assimiliert?

Der Trend des Zusammengehens ist also gut abzusehen …

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