Aug
08
2010

BPM Revolution: hilft UBPML zu adaptiveren Anwendungssystemen und Prozessen zu kommen?

Das UBPML Poster

Das UBPML Poster

Andreas Leue arbeitet mit seinem Team bei Sphenon schon seit der Jahrtausendwende an Konzepten für die Generierung dynamischerer Anwendungssysteme.  Entwickelt hat sich dabei die UBPML als Modellierungssprache für fachliche als auch IT-technische Geschäftsprozesse, die in einem integrierten Modell konsistent beschrieben werden können. UBPML ist als Ergänzung zu den bewährten Standards UML und BPMN gedacht, um die Spannung zwischen fachlicher Ebene und technischen Details aufzulösen.

Ziel der UBPML ist ein Single Source Modell für den Fachbereich und die IT herzustellen, anstatt wie bisher separate Modelle, die in aller Regel auf Dauer nicht konsistent gehalten werden können. UBPML Modelle sind einerseits übersichtlich und kurz gefasst genug für den Fachbereich, andererseits ausreichend präzise für die IT-technische Umsetzung. UBPML Teil-Modelle können lose verbunden sein, so dass kein übergroßes Top-Down-Design erfolgen muss (kein BigDesignUpFront). Darüber hinaus können UBPML Modelle sich selbst während des Betriebs selbsttätig vervollständigen (“late service binding”).

UBPML verknüpft die zweckbezogene Planungsebene mit der Kontrollfluss-codierten Ausführungebene. Das UBPML-Metamodell ist das Ergebnis einer objektorientierten Analyse der Domäne “Arbeit und Planung”. Dadurch steht neben der Präzision der Modellbegriffe das gesamte Instrumentarium der Objektorientierung zur Handhabung komplexer Systeme zur Verfügung.

Das UBPML/light Konzept belegt, dass die UBPML Struktur auf ganz einfachen Prinzipien besteht, die von Jedermann nachvollzogen werden können, soweit sein Arbeitsbereich betroffen ist. Laut Andreas Leue steht es außer Frage, dass ein unternehmensweites Prozessmodell insgesamt weiter gefasste Expertise und Werkzeug-Unterstützung erfordert. Der Vorteil von UBPML bestehe gerade darin, die Facetten eines komplexen Modells stimmig zu vereinen und gleichzeitig natürlich voreinander abzugrenzen.

In einem Artikel auf dem BPM-Netzwerk geht Andreas Leue detaillierter auf die Motivation zur UBPML ein. Der Vorspann lautet dort:

Was tun gegen erodierende, morsche Prozeßmodelle? Nach 20 Jahren Aufreiben am Kontrollfluß weht endlich wieder frischer Wind durch’s Gebälk: die Akteure wollen künftig softer arbeiten, von agilem Prozeß- bis hin zu allgemein systemischem Management, und zum andern weichen die Modelle von innen auf – dank Gartner wissen wir: 80% aller Prozesse haben wir bisher völlig falsch gehandhabt, weil sie nämlich unstrukturiert bzw. ad-hoc sind. Also weg mit den Pfeilen und fröhlich das Kind mit dem Bade ausschütten? Nein – so einfach geht es nicht: wir brauchen nicht keine, sondern bessere Modelle! Der Artikel erläutert, wie diese aussehen können. Bevor es losgeht, machen wir aber eine kleine Pause und gönnen uns einen herzhaften Döner.

Zum Artikel: Jetzt im Frühjahr: BPM Rostschutz aufbringen!

Noch steht die UBPML mit dem Pionier Andreas Leue ganz am Anfang. Aber: kann dieser Ansatz uns zu adaptiveren Anwendungen und Prozessen führen, wie das die WfMC Vordenker als nächste BPM Revolution ausgerufen haben?

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , , ,

2 Comments »

  • Dr. Martin Bartonitz

    Ich habe noch einen schönen Forschungsbericht mit dem Titel “Flexibilität im Geschäftsprozessmanagement-Kreislauf” gefunden. Er stammt zwar aus 2007, kann aber als aktuell bezeichnet werden.
    Die Autoren Eicker, Nagel und Schuler gehen sowohl auf die Flexibilät des Managens als auch der IT-Systeme in Bezug auf ihre Nutzung und ihre Änderbarkeit ein. Dabei gehen sie entlang des bekannten 4-Phasen-Zyklus Strategie, Entwurf, Implementierung und Controlling entlang.
    Interessant war für mich, dass hier schon der Begriff “Moment der Wahrheit” verwendet wird, wie er in der “neuesten” PBM-Methode CEM – Customer Expectation Management – genannt wird, siehe auch den Post Business Process Management (BPM) mit neuer Disziplin: Customer Expectation Management (CEM) bindet Kunden besser.

    Comment | 8 August 2010
  • Katrin Kampf

    +++Web-Talk zur „BPM-Revolution“ am 17.09.2010 um 15.00 Uhr – Anmeldung hier+++

    Comment | 27 August 2010

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