Es ist wieder einige Zeit her, daher habe mich mal wieder umgeschaut, welche neuen Akronyme, Begriffe und sonstigen Schönheiten sich am BPM-Horizont bemerkbar machen, jedenfalls was die Marktanalysten so sehen. Fangen wir mal mit Gartners Hype Cycle for Business Process Management aus 2011 an. Da ich die Grafik hier nicht veröffentlichen darf, so sei noch kurz für Jene, die ihn nicht kennen, gesagt: der Hype Cycle wird für viele Technologien von Gartner erstellt, um den Reifegrad der einzelnen Disziplinen zu visualisieren. Es ist eine Kurve, die von null startet und über die Zeit ähnlich einer Gaußkurve zu einem Maximum ansteigt. Produkte oder Methoden, die unten aufgeführt werden, sind ganz neu am Markt und damit ein neuer Hoffnungsträger. Wenn sie oben angekommen sind, ist der Hype, also die größte Aufmerksamkeit und Erwartung erreicht. Anschließend geht es erst einmal wieder bergab in das Tal der Ernüchterung. Produkte die das Tal durchschreiten und den dann flachen etwas höher liegenden Ausläufer erreichen, dürfen sich als ausgereift betrachten.
Und nun kommt´s: Auch nach Jahren dieser BPM-Hype-Veröffentlichungen sind die BPM-Suiten immer noch nur auf der Hälfte des Abgangs in die Talsole registriert. Überholt haben sogar die Business Rule Management Suiten. Ausgereift sind allein die Disziplinen Business Activity Monitoring sowie die BPM Standards.
Aber schauen wir mal nach, was da an neuen Punkten am Anfang der Kurve zu finden ist:
Ganz unten am Fuße des Berges findet sich das Akronym S-BPM für Subject-Oriented BPM, einer Disziplin aus einem akademischen Zirkel in Deutschland inkl. einem Produkt. Hut ab, dass sie es auf die Kurve gebracht haben.
Etwas höher angesiedelt ist EAD, stehend für Enterprise-Class Agile Development. Das (more…)