Apr
30
2010
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Was hat denn der Bau der Berliner Kanalisation in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Compliance zu tun?

Die stinkenden Rinnsteine Berlins waren im Winter gefroren und damit eine Gefahr für Fußgänger (Heinrich Zille, 1902) Abbildung: Heinrich-Zille-Museum

Nun, die Antwort ist eigentlich trivial, wenn man sich die folgende Frage stellt:

Warum geben wir uns Gesetze, Regeln, Richtlinien oder Standards?

Damit unsere Gesellschaft überlebensfähiger wird, und das ganz im Sinne Darwins Theorie: der Fitteste wird überleben. Auf die Idee, den Bau von Kanalisationen als eines der krassesten, aber dafür plastischsten Beispiele für den Sinn von Compliance anzuführen ist mir vorhin beim Joggen eingefallen. Warum ich mich gerade beim Laufen durch den Wald an einen Bericht über das übelriechende Berlin des 19. Jahrhunderts erinnert habe? Kann ich mir keinen Reim drauf machen.

Den Bericht hatte ich in einem der Geschichtsbücher (mein Hobby) vor einigen Jahren mit Ekel aber auch Begeisterung gelesen. Ekel ob der Vorstellung, selbst  in einem solchen Milieu leben zu müssen (Gut, dass wir im 21. Jahrhundert leben! Für alle, deren Kinder unseren aktuellen Lebensstandard nicht zu schätzen wissen, empfehle ich diesen ausführlichen Beitrag zur Lektüre zu geben: Die Entstehung der Berliner Kanalisation), Begeisterung ob der Einsicht der Herrschenden, dass die Verbesserung der Hygiene allen hilft. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: ,
Apr
29
2010
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Der Partnerstand von Signavio war eines unserer Highlights auf unserem Kundenkongress 2010

Signavio

Signavio

Das hat mir viel Freude bereitet! Besonders, weil das Team mit engen Ressourcen, dafür aber hoch motiviert auf den Punkt fertig war: zu sehen war das professionelle Modellieren von Geschäftsprozessen im Signavio Process Editor (30 Tage kostenlos testen! lohnt sich unbedingt), die Übergabe der Prozesse an SAPERION und die anschließende Ausführung durch seine Workflow Engine. Möglich machte dies die sehr frühe Unterstützung der noch nicht freigegebenen Version 2.0 des Standards BPMN – Business Process Modeling and Notation – durch die Signavio. Dieser Standard bietet nun zusätzlich zu den grafischen Elementen für die Darstellung von Aufgabenketten eine standardisierte Speicherung über eine XML-Datei, womit die Interoperabilität mit beliebig anderen BPMN-Tools, die den Standard unterstützen, erst möglich wird.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,english,language | Tags: , , , , ,
Apr
26
2010
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CMIS-Browser und FDA-App für das iPad

Im CMS REPORT habe ich gerade den interessanten Artikel “Apple iPad – taking CMS access truly mobile” gelesen. Wobei CMS hier etwas weiter als bei uns aufgefasst wird.

Spannend von ich den Hinweis, dass generis (stellen Produkte für Documentum, SharePoint und Alfresco her) unter dem Namen iCara einen generischen CMIS Client für Apples Mobilplattform entwickeln. SAPERION ist im CMIS-Umfeld ja auch sehr aktiv und die App soll später mit jedem CMIS Repository laufen.

Weiter berichtet CMS REPORT von einem Pharma-Produzenten, der plant, iPads im Compliance-Kontext, genauer für FDA-Audits, einzusetzen:

One novel planned use of the iPad by one of our pharmaceutical customer just came to our attention: providing a mobile way for FDA auditors to access the company’s documents without having to provide additional laptops / PCs, and enabling them to walk around the site while viewing the appropriate content (for example while inspecting labs or production facilities).  It goes without saying that getting executives who are constantly on the move to be able to read and approve content is also a key goal – doing this on a phone has never really been satisfactory.

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Written by Henning Emmrich in: deutsch,english,general,products | Tags: , , , ,
Apr
26
2010
1

Und wieder hat ein Student seine Masterarbeit bei uns vollbracht: zu BPMN, was sonst?

Hochschule für Technik und Wirtschaft BerlinBjörn Meyer-Caspari hat nach 6 Monaten und zuletzt einigen durchnächten Tagen (geschuldet der Agilität in der parallel stattfindenden Programmierung) seine “Freie wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science in Wirtschaftsinformatik (Masterthesis)” mit dem Titel “Konzept zur Integration eines ausgewählten BPMN-Tools in das Enterprise-Content-Management-System SAPERION” im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften II der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin abgegeben, um dann anschließend zur wohlverdienten Erholung nach Ägypten zu starten. Sein Vorhaben hatte Björn schon im November im Post SAPERION meets BPMN beschrieben. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,english,general,language | Tags: , , , ,
Apr
25
2010
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Leitlinien finden sich auch vermehrt in unseren Schulen und Pflegediensten

Pontius Pilatus wäscht sein Hände in Unschuld

Pontius Pilatus wäscht seine Hände in Unschuld

Nachdem ich in meinem Post Compliance ist keine Mode sondern hat eine lange Tradition eine Reihe von Leitlinien (Code of Conducts) zum Verhalten in der Wirtschaftswelt der großen, international agierenden Firmen gelistet hatte, interessierte mich an diesem Wochenende, wie das in meinem näheren Umfeld aussieht. Zum Einen hatte ich mich erinnert, dass eine Bekannte im letzten Jahr an einem Pflegeleitbild mitgearbeitet hat und ebenso hatte das Kind einer anderen Bekannten einen Schulvertrag mit entsprechenden Leitlinien unterzeichnet. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,language | Tags: , , , ,
Apr
22
2010
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Der lange Weg der BSI TR 03125 in die DIN und ISO Normung – ein Verfahren zur Nachweissicherung der Integrität und Authentizität kryptographisch signierter Dokumente

Ich war gestern als Novize in Normierungsprozessen auf historischem Boden unterwegs. Besonders mein Physikerherz war bewegt, durfte ich doch im Zentralgebäude der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig auch einen kurzen Blick auf unsere anfassbaren Grundnormen wie z.B. das Meter und das Kilogramm werfen. Gegründet nach Ideen von Karl-Heinrich Schellbach, Werner von Siemens und Hermann von Helmholtz in 1887 Berlin, gingen eine Reihe von Nobelpreisen an Mitarbeiter der PTB. Einige davon hatten nach dem Umzug nach Braunschweig ihren Arbeitsplatz in dem Gebäude,in dem auch die folgende Sitzung stattfand:

Sitz des Deutschen Institutes für Normung in Berlin-Tiergarten

Sitz des Deutschen Institutes für Normung in Berlin-Tiergarten

(Achtung: herrlicher Bandwurm) 2. Sitzung des  Arbeitskreises (AK=Untergremium) 6 des AA (habe die Bezeichnung hierfür nicht gefunden) Schriftgutverwaltung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Informationsobjekte des Normungsausschuss (NA) Bibliotheks- und Dokumentationswesen (NABD) des Deutschen Instituts für Normung e.V. , kurz NA 009-00-15-06 AK oder auch NABD 15 AK 6, getagt hat.

Im Prinzip ist hier also gut zu erkennen, in welcher Ecke die Normung der Inhalte der TR 01325 stattfinden wird: Bei den Bibliothekaren und Dokumentaristen. Also dort, wo üblicherweise die “Endablage” stattfindet. Mal schauen, ob dies dann der endgültige Anspruch sein wird und nicht wie missverständlich beschrieben (siehe Kritik des VOI) und bestimmte Firmen fälschlicherweise (?) nutzen und damit Marketing für die allgemeine Nutzung für sämtliche “vertrauenswürdigen” Speicherungen in der ganzen Welt machen. (more…)

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Apr
21
2010
3

Compliance ist keine Mode sondern hat eine lange Tradition

Guter Überblick zur Compliance Organisation

Guter Überblick zur Compliance Organisation

Nicht umsonst sprechen wir in Deutschland vom redlichen Kaufmann. Denn nur wer sich vertrauensvoll in seinen Geschäften verhält, kann auf Dauer bestehen. Ist das Vertrauen dahin, wenden sich Geschäftspartner ab. Und Vertrauen wiederzugewinnen kostet viel Kraft. Gut, ein Compliance-Programm zu betreiben kostet auch Kraft. Aber wenn man das ausgewogen macht, sollten die Kosten deutlich geringer ausfallen, als die anfallenden Strafen und den zusätzlichen Verlust an Geschäft wieder auszugleichen, wie das gut im Einführungskapitel des Buchs Compliance kompakt nachgelesen werden kann. (more…)

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Apr
19
2010
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Non-Compliance bei der Medikamentierung kostet uns 10 Milliarden Euro im Jahr

Gut, ob diese Zahl heute auch noch so ist, aber beeindruckend ist sie schon. Wenn wir uns alle an die Medikamentierung unseres Arztes halten würden, dann müssten wir entweder nicht so hohe Krankenversicherungsgelder zahlen oder wir könnten mehr von unserem Gesundheitsdienst erwarten. So jedenfalls die Argumentation, die ich in einem Foliensatz aus 2009 gefunden habe, aus dem auch das folgende Bild stammt:

Auswirkungen durch die Nicht-Einhaltung von Medikamentierungen

Auswirkungen durch die Nicht-Einhaltung von Medikamentierungen

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Apr
18
2010
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Ethik & Wirtschaft: Compliance Kampagne für Saubere Kleidung

Kampagne für Saubere Kleidung

Kampagne für Saubere Kleidung

Gestern noch hatte ich in meinem Post Licht im Compliance Dschungel? Deloitte sieht Prozessoptimierung durch Zusammenlegung von Compliance und Risk Management
zuletzt bemerkt, das es Hoffnung für eine gerechtere Welt gibt, da fast alle Befragten einer Umfrage durch Kienbaum 2008 der Meinung sind, dass Ethik und Wirtschaft vereinbar sind.
Dass das ein sehr schwieriges Unterfangen ist, zeigt sich offensichtlich im Bereich der Beschaffung. Damit wir alle Waren günstig einkaufen können und damit unser Wohlstand gesichert bleibt, wird selbst billig in Drittländern produziert oder dort eingekauft. Besonders sind unsere Discounter hier aktiv. Dass die Arbeitssituation in diesen Drittländern nicht zum Besten steht, erfahren wir regelmäßig aus Zeitungs- und Fernsehberichten. Inzwischen kommen immer mehr Fair-Trade-Waren in die Läden, so dass wir privat durch ihren Kauf steuern können, wie es in den besagten Ländern zugeht.

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Apr
17
2010
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Licht im Compliance Dschungel? Deloitte sieht Prozessoptimierung durch Zusammenlegung von Compliance und Risk Management

Der Compliance Dschungel wächst stetig, wie das Deloitte für die Finanzdienstleister zeigt

Der Compliance Dschungel wächst stetig, wie das Deloitte für die Finanzdienstleister zeigt

Ich habe gerade eine sehr erhellende Studie der Unternehmensberatung Deloitte gefunden. Nicht nur, dass 2 von 3 Firmen nicht ihre Ausgaben für die Beherrschung der Compliance beziffern können. Der Aufwand für das Mithalten beim Einhalten der Regeln im stark anwachsenden Compliance Dschungel übertrifft inzwischen die Wachstumsraten des Gewinns, wie die Grafik gut zeigt. Und da das auf Dauer wenig gesund ist, schlägt Deloitte vor, die Prozesse für das Compliance und Risk Management zu optimieren, indem Überschneidungen durch Zusammenlegungen vermieden und damit Kosten gespart werden.

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