Apr
01
2010

De-Mail als zukünftige Rechnungsaustauschplattform für KMUs?

De-Mail als sichere Kommunikationsplattform

De-Mail als sichere Kommunikationsplattform

Es ist schon wieder eine Zeit her, dass ich zum Thema De-Mail geschrieben habe (Bringt uns ein De-Mail in der rechtssicheren Kommunikation weiter?). Inzwischen sind weitere Details bekannt bekannt geworden, so dass ich das Thema nochmals aufgreifen möchte.  Das Bürgerportalgesetz soll ein gesetzliches Verfahren für private Kommunikationsanbieter zur staatlichen Akkreditierung und öffentlich–rechtlichen Beleihung als Dienstanbieter für elektronische Kommunikation auf Basis von E-Mail regeln. Das Verfahren soll dem Absender die bisher fehlende  Sicherheit geben, dass die E-Mail auch zugestellt wurde. Für mich stellt sich allerdings die Frage, warum wir mehr brauchen, als es doch schon Usus seit Anfang 2007 ist. Eine E-Mail ist demnach ein Geschäftsbrief (Grundlagen der E-Mail-Archivierung) und gilt als zugestellt, wenn die verwendete E-Mail-Adresse existiert bzw. vom Adressaten so bekannt gemacht wurde. Im Prinzip das Gleiche, wie beim Brief mit meinem Postkasten. Auch hier gibt es nicht mehr Beweis des Eingangs als bei der E-Mail im meinem elektronischen Postkorb. Der Mehrwert kommt dann mit dem elektronischen Einschreiben (De-Mail-Einschreiben). Hierfür gibt es dann eine qualifiziert signierte Bestätigung des Empfangs durch den Provider, bei dem das elektronische Postfach des Empfängers gehostet ist.Ob der Empfänger aber dann die E-Mail auch abgeholt und gelesen hat? Ein Vorteil soll der Schutz vor Spam sein. Aber das ist auch eher fraglich. Denn die Regeln, was ein Spam ist, ist nicht einfach und so könnte manche wichtige E-Mail falsch deklariert werden. Ob ich wirklich so häufig ein Einschreiben versenden werde, auch als Firma? Aber da gibt es noch einen anderen interessanten Service, den die Provider anbieten können: die elektronische Archivierung (De-Safe). Das könnte dann allerdings ein spannendes Thema für KMUs werden. Zwar ist im Bürgerportalgesetz nicht der allgemeine Service für das qualifizierte  Signieren durch den Provider des Absender und das Verifizieren durch Provider des Empfängers behandelt, aber gerade dieser zusätzliche Service könnte dem Ganzen auf die Sprünge helfen.

Als KMU habe ich initiale Lizenz- und Einrichtungskosten für das Signieren von Dokumenten genauso wie für das Verifizieren und Archivieren des Dokuments, der Signatur sowie dem Prüfbericht, die sich bei geringen Mengen nicht amortisieren werden. Das sollte deutlich günstiger ausfallen, wenn ich diese Services pro Stück oder gestaffelt bezahlen kann. Die Frage ist allerdings, wie hoch die Kosten tatsächlich liegen können. Denn die De-Mail Provider müssen sich durch das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifizieren lassen. Dies Kosten müssen auf die Kunden umgelegt werden. Schau´wir also mal, wie der besagte Bayer gerne zu sagen pflegt. Jedenfalls soll laut meiner Quellen das Umsatzsteuergesetz für den elektronischen Austausch über die De-Mail-Provider angepasst werden.

Übrigens haben die Friedrichshafener als Pilotanwender derzeit wohl viel Spaß mit der De-Mail nach Aussage dieser Web-Site.

Pilotprovider sind:

  • T-Systems ( T-online / T-Home )
  • United Internet ( GMX / Web.de / 1&1 )
  • Mentana – Claimsoft AG (Signaturportal.de / Kanzleipostfach.de / Govmail.de / 123 Buerger.de)

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