Oct
05
2011

Der Halbmarathon war ein Spaziergang …

Wer unseren Blog verfolgt hat, der konnte sehen, dass es einige passionierte Läufer unter uns gibt. Diese hatten mich vor 3 Jahren überredet, beim Berliner Firmenstaffellauf über 5 Kilometer und vor 2 Jahren beim B2RUN über 6 Kilometer mit Zieleinlauf ins Olympiastadion mitzulaufen (diese Jahr sa es so aus). Da mir das Laufen inzwischen viel Spaß und besonders Muße zum Nachdenken über meinen nächsten Post gebracht hat, hatte ich mich im letzten Jahr an den Halbmarathon in Köln gewagt. Und da ich hier im Zieleinlauf noch Luft für Mehr verspürte, hatte ich mir spontan das nächste Ziel gesetzt: Einmal im Leben solltest Du dann doch noch einen Marathon gelaufen sein. Und wenn Du den schaffst, reist Du im Jahr drauf mit Deiner Lebensgefährtin zum New York Marathon.

Dass der Marathon doch ein ganz anderes Kaliber war, habe ich, wie ich späterm auch in der Zeitung auch lesen konnte, ab KM 30 bemerkt. Da war der Halbmarathon nur ein Spaziergang. Bei KM 30 kam der Mann mit dem Hammer und die Beine waren so schwer, dass ich ans Aufgeben gedacht hatte. Aber wie so oft gibt es Fügungen und meine hieß David, ein junger Mann, der gerade neben mir lief und mit den gleichen Probleme zu kämpfen schien. Und so haben wir beschlossen, uns gemeinsam noch ein wenig weiter zu quälen. Und am Ende war es sogar der gemeinsame Zieldurchlauf.

Vor dem Marathon an der Garderobenabgabe

Vor dem Marathon an der Garderobenabgabe

Start des Köln Marathon

Start des Köln Marathon

Irgendwo dazwischen war ich beim Starten

Irgendwo dazwischen war ich beim Starten

Die schnellen Jungs und Mädels, die vorne weg liefen, habe ich unterwegs leider nur noch einmal gesehen, aber da war die Gruppe schon mit Abstand vor den nächsten europäischen Läufer auf und davon. Während diese Läufer mit einer Kilometerzeit von etwas über 3 Minuten pro Kilometer unterwegs waren, habe ich es deutlich gemütlicher mit 6:30 Minuten auf den ersten 10 Kilometern angehen lassen. Dieser schöne, sonnige Tage hat leider auch die Temperatur nach oben getrieben, so dass ich dann bis Km 20 nur noch 7:00Min/Km gelaufen bin.

Und bei KM 30 hatte ich dann schon aufgeben wollen, denn die Beine schmerzten schon so richtig. Aber mit David bin ich dann immer 500 Meter stramm gegangen und wieder 500 Meter gelaufen. Und hier muss man den Zuschauern mal zurück applaudieren. Sie haben bis zum letzten Läufer ausgehalten und angefeuert.

Beißen! Es sind doch nur noch 2 Kilometer

Beißen! Es sind doch nur noch 2 Kilometer

Und da wir auf der Startnummer auch unseren Namen stehen hatte, war häufig zu hören: „Martin, das sieht gut aus. Du schaffst das.“ Und da ging es dann wieder ein paar hundert Meter leichter.

Die Kölner haben wieder ein Straßenfest gefeiert, hier am Neumarkt inklusive Samba-Band

Die Kölner haben wieder ein Straßenfest gefeiert, hier am Neumarkt inklusive Samba-Band

Bei KM 35 war für David und mich klar, dass wir auf jeden Fall ins Ziel kommen werden. Nach exakt 5:30:01h war es dann vollbracht und es stand fest:  jetzt steht dem New York Tripp nichts mehr im Wege :-)

Jetzt nur noch 1 KM ...

Jetzt nur noch 1 KM ...

Zieleinlauf nach 5:30:01h zusammen mit David - die Bein sind fast taub, aber die Freude über den Sieg des inneren Schweinhunds groß

Zieleinlauf zusammen mit David nach 5:30:01 h - die Beine sind fast taub, die Füße brennen, aber die Freude über das Bezwingen des inneren Schweinhunds groß

Und es hat sich auch hier wieder bestätigt:

Alleine geht weniger, zusammen ist mehr zu erreichen (Kooperation versus Konkurrenz)

In Köln waren in Summe etwa 20.000 Läufer unterwegs, davon 5.500 Marathonis. In Berlin waren es diese Jahr 40.000. Mal schauen, ob sich eine Kollegin oder ein Kollege findet, der mit mir im nächsten Jahr den Berliner Marthonlauf mit macht ;-)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: company | Tags: ,

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