Mar
18
2011

Der Weg zu einem Internen Kontrollsystem (IKS) – Teil 1: Grundlagen Compliance

Ich habe im März meine Masterarbeit bei der SAPERION  begonnen.  Thema ist die „ Entwicklung eines Vorgehensmodells für ein internes Kontrollsystem (IKS) und der Adaption zur Einführung bei der SAPERION AG“.
In diesem Zusammenhang möchte  ich meine ersten theoretische Grundlagen mit Euch teilen und über den aktuelle Arbeitsstand schreiben. Zum Einstieg in die Thematik möchte ich Basics der Compliance, zu der ja auch schon Martin fleißig geschrieben hat, näher erläutern. Keine Angst, Ihr werdet nicht täglich, aber doch wöchentlich von mir hören.

Grundlagen Compliance

Der Begriff Compliance bedeutet in der Übersetzung „rechts- und regel-konformes Handeln“ oder wird auch mit dem deutschen Wort „Komplianz“ übersetzt.

Wirkungsgrad von Compliance Quelle: Vgl. Behringer (2010), S. 34, 262

Wirkungsgrad von Compliance

Ursprünglich wurde der Begriff zuerst im amerikanischen Banksektor verwendet und regelte die Sicherstellung von regelkonformen Verhalten im Risikobereich der Banken, nach erfolgten kritischen Rechtsverstößen und Skandalen.In der heutigen Zeit wird Compliance als Einhaltung aller Maßnahmen von gesetzlichen und anderen Regeln gesehen. Die Regeln lassen sich unterteilen nach externen, vorgegebenen oder internen, selbstdefinierten Bestimmungen. Als Maßstab für die selbst festgelegten Regeln gilt, dass ethische und verantwortliche Handeln.

Compliance kann in den drei verschieden Wirkungsgraden in einem Unternehmen in Erscheinung treten (s. Abbildung). Dabei bildet die unterste Ebene, welche die zwingende Einhaltung von gesetzlichen und anderen Regeln verlangt, die Basis, zu der auch Corporate Governance gehört. In der mittleren Ebene ist das Best Practice positioniert, wobei an dieser Stelle die Branchenstandards und die Erwartungen der Stakeholder eine Rolle spielen. Auf der obersten Ebene steht die freiwillige Selbstverpflichtung, bei der das Unternehmen die soziale Verantwortung für sein Handeln, z. B. für Integrierung von ökologischen und sozialen Interessen übernimmt. Auch hier spielt die Erwartung der Stakeholder eine Rolle.
Die beiden obersten Ebenen können als das Corporate Social Responsibility Konzept zusammengefasst werden, welches sich aus wirtschaftlicher sowie sozialer Verantwortung und dessen freiwilliger Maßnahmen zusammensetzt [8 ; S. 260 bis 262].
Um sicher zu stellen, dass die unterste Ebene und somit die Haftung der Organe eines Un-ternehmens auszuschließen ist, ist die Einrichtung eines funktionierenden Compliance-Systems beziehungsweise IKS (s. 2.3) empfehlenswert. Weitere Maßnahmen, Regeln über die unterste Ebene hinaus, können je nach wirtschaftlicher Effizienz eingeführt werden.

Quellen:
(Hrsg.) Behringer, S. (2010). Compliance kompakt- Best Practice im Compliance-Management. Berlin: Erich Schmidt Verlag. S. 31-35, S.40, 260-262

Ohrtmann, N. (2009). Compliance – Anforderungen an rechtskonformes Verhalten öffentlicher Unternehmen. Köln: LinkLuchterhand.S.1

Alle Artikel der Serie:

Teil 10: Monitoring und Evaluationsprozess
Teil 9: Die richtige Verbreitung von Information und Kommunikation
Teil 8: Der Jahres- /Monatsabschluss im Griff-Kontrollaktivitäten
Teil 7: Lauernde Risiken im Jahres- /Monatsabschluss
Teil 6: Framework zur Einführung in den Bereich Accounting
Teil 5: Kontrollaktivitäten und ihre Ausprägungen
Teil 4: Durch den Dschungel der Prüfungsstandards
Teil 3: Herzstück der Unternehmung
Teil 2: Ein IKS kann für unterschiedliche Compliance-Bereiche eingesetzt werden
Teil 1: Grundlagen Compliance

Weiterführende Posts von Dr. Martin Bartonitz:

Wikileaks lehrt Geschäftsführern das Fürchten – Sonderkonjunktur für IT-Compliance und ECM-Systeme?

Compliance: Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauen
Compliance ist keine Mode sondern hat eine lange Tradition

weitere Posts

Der Weg zu einem Internen Kontrollsystem (IKS)-Teil 2 Muss es nicht eher heißen: Ein IKS kann für unterschiedliche Compliance-Bereiche eingesetzt werden

Der Weg zu einem Internen Kontrollsystem (IKS)-Teil 3: Herzstück der Unternehmung

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Written by Christine Mummert in: deutsch | Tags: , , , ,

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