Mar
24
2011

Der Weg zu einem Internen Kontrollsystem (IKS)-Teil 2 Muss es nicht eher heißen: Ein IKS kann für unterschiedliche Compliance-Bereiche eingesetzt werden

In meinem erst Post zu einer Serie rund um das Thema Internes Kontrollsystem habe ich über die Basics der Compliance geschrieben. Hier nun wie versprochen die Fortsetzung mit dem Schwerpunkt der Einsatzbereiche in der Unternehmung.

Compliance-Bereiche

Der Begriff Compliance ist schwer zu fassen, da dieser sehr vielschichtig ist und in den ver-schiedensten Unternehmensbereichen Anwendung findet (s. Abbildung).

Grundsätzlich lässt sich Compliance differenzieren, z. B. nach Corporate Compliance, IT- Compliance oder Tax-Compliance. Zusätzlich besitzt Compliance eine Vielzahl von Facetten, z.B. aus den Bereichen Unternehmensphilosophie und -kultur wie Ethikrichtlinien (Werte und Normen sowohl bezüglich des Umgangs der Mitarbeiter untereinander als auch im wirtschaftlichen Kontext).  Die folgenden Seiten geben einen kurzen Einblick in die verschiedenen Ausprägungen.

Compliance Bereiche im Unternehmen

Tax Compliance

Tax Compliance widmet sich dem Steuerrecht und verfolgt das Ziel, das Unternehmen rechtlich gegen Haftungsansprüche aufgrund von Fehlverhalten zu schützen und dabei eine Minimierung der Steuern zu erreichen. Das bedeutet, dass nach einer sorgfältigen Gewichtung der steuerrechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten gesucht wird, um im legalen Rahmen zu bleiben.

IT Compliance

IT-Compliance legt Vorgaben, DIN-Normen sowie Best Practices von Herstellern und Verbänden fest, um den Zugriff auf IT-Systeme oder bestimmten verteilten Architekturen wie Cloud Computing, Service-orientierte Architektur (SOA) zu regeln. Grundsätzlich betrifft es somit auch Anforderungen an die IT-Sicherheit mit den Schutzzielen Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verbindlichkeit . Außerdem spielen auch wichtige Normen der Informationssicherheit, wie die ISO-Reihe 27xxx und Gesetze zur Datensicherheit  (Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Telemediengesetz (TMG) und branchenspezifische Normen (Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), Solveny II, Basel II) eine Rolle. IT Compliance hat somit das Ziel, eine einheitliche GRC-Organisation aufzubauen, welche alle rechtlichen Einflussfaktoren berücksichtigt wie Risiken und Schwachstellen kennt, um diese zu schützen.

Accounting Compliance

Der Bereich Accounting Compliance legt die Anforderungen, Normen zur Überwachung, Kontrolle der Buchführung und Rechnungslegung bei Aktiengesellschaften und Konzernen fest (s. 2.2). Der Schwerpunkt liegt auf der Einhaltung der handelsrechtlichen Pflichten bezüglich des Jahresabschlusses und dessen Prüfung (s. 2.4). Zur Sicherstellung der ordnungsmäßigen Buchführung  ist ein IKS erforderlich.

Legal Compliance

Der Bereich Legal Compliance ist ein Bestandteil der Corporate Compliance, welcher alle Maßnahmen umfasst, ein regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter sowie der Aufsichtsorgane im Unternehmen zu erreichen. Dabei hat die Leitung des Unternehmens, das Management, eine sorgfältige und rechtssichere Organisation zu gewährleisten. Folglich muss sich das Unternehmen, die Aktiengesellschaft, gegen wirtschaftliche und rechtliche Risiken durch Einführung eines Risikomanagementsystems und laufender Berichterstattung absichern.

Rechtlich wird Legel Compliance durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) näher konkretisiert, dass am 29. Mai 2009 verabschiedet wurde.

Insolvency Compliance

Aufgabe der Insolvency Compliance ist es, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen und diese zu bewältigen. Bei der Bewältigung sind spezielle insolvenz- und gesellschaftsrechtliche Pflichten wie die Insolvenzantragspflicht zu beachten. Es sollte versucht werden, das insolvente Unternehmen mit einem neuen alternativen Geschäftsmodell zu erhalten. Eventuelle Verstöße des Managements können persönliche Haftung oder strafrechtliche Sanktionierung nach sich ziehen.

Regulatory Compliance

Regulatory Compliance regelt die Anforderungen an Produkte bei der Produktion beziehungsweise beim Vertrieb dieser, unter der Einhaltung von Normen und einer ordnungsmäßigen Dokumentation. Die Einhaltung von Anforderungen erspart strafrechtliche Sanktionen der Marktaufsichtsbehörden und erhöht die Qualität gegenüber den Wettbewerbern.

Health, Safety and Enviromental Compliance

Die Themen Health, Safety and Enviromental befassen sich mit den Anforderungen an die Gewährleistung von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz im Unternehmen. In diesem Zusammenhang ist die Basis einer erfolgreichen betrieblichen Tätigkeit, die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen des Arbeitsschutzes sowie Arbeitssicherheit und anderen relevanten Gesetzten.

Im nächsten Post schreibe ich über  die Aufgaben und den Aufbau eines IKS.

Alle Artikel der Serie:

Teil 10: Monitoring und Evaluationsprozess
Teil 9: Die richtige Verbreitung von Information und Kommunikation
Teil 8: Der Jahres- /Monatsabschluss im Griff-Kontrollaktivitäten
Teil 7: Lauernde Risiken im Jahres- /Monatsabschluss
Teil 6: Framework zur Einführung in den Bereich Accounting
Teil 5: Kontrollaktivitäten und ihre Ausprägungen
Teil 4: Durch den Dschungel der Prüfungsstandards
Teil 3: Herzstück der Unternehmung
Teil 2: Ein IKS kann für unterschiedliche Compliance-Bereiche eingesetzt werden
Teil 1: Grundlagen Compliance

Quellen:

(Hrsg.) Behringer, S. (2010). Compliance kompakt- Best Practice im Compliance-Management. Berlin: Erich Schmidt Verlag. ,S. 47-48,S. 69-71, S.103, S.127,S.166, S. S.168, S.197-200, S. 204

Härig, N. (Januar 2011). Was genau ist eigentlich Compliance? Risk, Compliance & Audit , S. 13-14

Reif, C. (2005). Reform der Besteuerung des Einkommens: Notwendigkeit, Anforderungen und Möglichkeiten. Wiesbaden: Gabler.S.144

In meinem erst Post zu einer Serie rund um das Thema Internes Kontrollsystem habe ich über die Basics der Compliance geschrieben. Hier nun wie versprochen die Fortsetzung mit dem Schwerpunkt der Einsatzbereiche in der Unternehmung.

Compliance-Bereiche

Der Begriff Compliance ist schwer zu fassen, da dieser sehr vielschichtig ist und in den verschiedensten Unternehmensbereichen Anwendung findet. Grundsätzlich lässt sich Compliance differenzieren, zum Beispiel nach Corporate Compliance, IT- Compliance oder Tax-Compliance. Zusätzlich besitzt Compliance eine Vielzahl von Facetten, z.B. aus den Bereichen Unternehmensphilosophie und -kultur wie Ethikrichtlinien (Werte und Normen sowohl des Umgangs der Mitarbeiter untereinander als auch im wirtschaftlichen Kontext). Die folgenden Punkte geben einen kurzen Einblick in die verschiedenen Ausprägungen.

Tax Compliance

Tax Compliance widmet sich dem Steuerrecht. Tax-Compliance verfolgt das Ziel, das Unternehmen rechtlich gegen Haftungsansprüche aufgrund von Fehlverhalten zu schützen und dabei eine Minimierung der Steuern zu erreichen. Das bedeutet, dass nach einer sorgfältigen Gewichtung der steuerrechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten gesucht wird, um im legalen Rahmen zu bleiben.

Zur Umsetzung von Tax Compliance wird ein Risikomanagementsystem benötigt, welches das Fehlverhalten aufdeckt und entsprechend nach den Regelungen der Abgabeordnung (AO)bewertet und sanktioniert. Die Steuererklärungen müssen eine Plausibilitätsprüfung und Auswertung durchlaufen. . Im Falle des Fehlverhaltens informiert ein Mittteilungssystem die entsprechenden Personen.

IT Compliance

IT-Compliance legt Vorgaben, DIN-Normen sowie Best Practices von Herstellern und Verbänden fest, um den Zugriff auf IT-Systeme [mab1] oder bestimmten verteilten Architekturen wie Cloud Computing, Service-orientierte Architektur (SOA) zu regeln. Grundsätzlich betrifft es somit Anforderungen an die IT-Sicherheit mit den Schutzzielen Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verbindlichkeit. Außerdem spielen auch wichtige Normen der Informationssicherheit, wie die ISO-Reihe 27xxx und Gesetze zur Datensicherheit (BDSG, TMG) und branchenspezifische Normen (MaRisk, Solveny II, Basel II)eine Rolle.

Accounting Compliance

Der Bereich Accounting Compliance legt die Anforderungen, Normen zur Überwachung, Kontrolle der Buchführung und Rechungslegung bei Aktiengesellschaften und Konzernen fest. Der Schwerpunkt liegt auf der Einhaltung der handelsrechtlichen Pflichten bezüglich des Jahresabschlusses und dessen Prüfung (s. 2.4). Zur Sicherstellung der ordnungsmäßigen Buchführung ist ein IKS erforderlich.

Legal Compliance

Der Bereich Legal Compliance ist ein Bestandteil der Corporate Compliance, welcher alle Maßnahmen umfasst, ein regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter sowie der Aufsichtsorgane im Unternehmen zu erreichen. Dabei hat die Leitung des Unternehmens, das Management, eine sogfältige und rechtssichere Organisation zu gewährleisten. Folglich muss sich das Unternehmen, die Aktiengesellschaft, gegen wirtschaftliche und rechtliche Risiken durch Einführung eines Risikomanagementsystems und laufender Berichterstattung absichern. Rechtlich wird dieses Legel Compliance durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ( BilMog) ) näher konkretisiert, dass am 29. Mai 2009 verabschiedet wurde.

Insolvency Compliance

Aufgabe der Insolvency Compliance ist es, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen und diese zu bewältigen. Bei der Bewältigung sind spezielle insolvenz- und gesellschaftsrechtliche Pflichten wie die Insolvenzantragpflicht, zu beachten. Es sollte versuchte werden, dass insolvente Unternehmen mit einem alternativen Geschäftsmodell zu erhalten. Eventuelle Verstöße des Managements können persönliche Haftung oder strafrechtliche Sanktionierung nach sich ziehen.

Regulatory Compliance

Regulatory Compliance regelt die Anforderungen an Produkte bei der Produktion beziehungsweise beim Vertrieb dieser, unter der Einhaltung von Normen und einer ordnungsmäßigen Dokumentation. Die Einhaltung von Anforderungen erspart strafrechtliche Sanktionen der Markaufsichtsbehörden und erhöht die Qualität gegenüber den Wettbewerbern.

In meinem erst Post zu einer Serie rund um das Thema Internes Kontrollsystem habe ich über die Basics der Compliance geschrieben. Hier nun wie versprochen die Fortsetzung mit dem Schwerpunkt der Einsatzbereiche in der Unternehmung.
Compliance-Bereiche
Der Begriff Compliance ist schwer zu fassen, da dieser sehr vielschichtig ist und in den verschiedensten Unternehmensbereichen Anwendung findet. Grundsätzlich lässt sich Compliance differenzieren, zum Beispiel nach Corporate Compliance, IT- Compliance oder Tax-Compliance. Zusätzlich besitzt Compliance eine Vielzahl von Facetten, z.B. aus den Bereichen Unternehmensphilosophie und -kultur wie Ethikrichtlinien (Werte und Normen sowohl des Umgangs der Mitarbeiter untereinander als auch im wirtschaftlichen Kontext).  Die folgenden  Punkte geben  einen kurzen Einblick in die verschiedenen Ausprägungen.
Tax Compliance
Tax Compliance widmet sich dem Steuerrecht. Tax-Compliance verfolgt das Ziel, das Unternehmen rechtlich gegen Haftungsansprüche aufgrund von Fehlverhalten zu schützen und dabei eine Minimierung der Steuern zu erreichen. Das bedeutet, dass nach einer sorgfältigen Gewichtung der steuerrechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten gesucht wird, um im legalen Rahmen zu bleiben.
Zur Umsetzung von Tax Compliance wird ein Risikomanagementsystem benötigt, welches das Fehlverhalten aufdeckt und entsprechend nach den Regelungen der Abgabeordnung (AO)bewertet und sanktioniert. Die  Steuererklärungen müssen eine Plausibilitätsprüfung und Auswertung durchlaufen. . Im Falle des Fehlverhaltens informiert ein Mittteilungssystem die entsprechenden Personen.
IT Compliance
IT-Compliance legt  Vorgaben, DIN-Normen sowie Best Practices von Herstellern und Verbänden fest, um den Zugriff auf IT-Systeme oder bestimmten verteilten Architekturen wie Cloud Computing, Service-orientierte Architektur (SOA) zu regeln. Grundsätzlich betrifft es somit Anforderungen an die IT-Sicherheit mit den Schutzzielen Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verbindlichkeit. Außerdem spielen auch wichtige Normen der Informationssicherheit, wie die ISO-Reihe 27xxx  und Gesetze zur Datensicherheit (BDSG, TMG) und branchenspezifische Normen (MaRisk, Solveny II, Basel II)eine Rolle.
Accounting Compliance
Der Bereich Accounting Compliance legt die Anforderungen, Normen zur Überwachung, Kontrolle der Buchführung und Rechungslegung bei Aktiengesellschaften und Konzernen fest. Der Schwerpunkt liegt auf der Einhaltung der handelsrechtlichen Pflichten bezüglich des Jahresabschlusses und dessen Prüfung (s. 2.4). Zur Sicherstellung der ordnungsmäßigen Buchführung ist ein IKS erforderlich.
Legal Compliance
Der Bereich Legal Compliance ist ein Bestandteil der Corporate Compliance, welcher alle Maßnahmen umfasst, ein regelkonformes Verhalten der Mitarbeiter sowie der Aufsichtsorgane im Unternehmen zu erreichen.  Dabei hat die Leitung des Unternehmens, das Management, eine sogfältige und rechtssichere  Organisation zu gewährleisten.  Folglich muss sich das Unternehmen, die Aktiengesellschaft, gegen wirtschaftliche und rechtliche Risiken durch Einführung eines Risikomanagementsystems und laufender Berichterstattung absichern. Rechtlich wird dieses Legel Compliance durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ( BilMog) ) näher konkretisiert, dass  am 29. Mai 2009 verabschiedet wurde.
Insolvency Compliance
Aufgabe der Insolvency Compliance ist es, Unternehmenskrisen frühzeitig zu erkennen und diese zu bewältigen. Bei der Bewältigung sind spezielle insolvenz- und gesellschaftsrechtliche Pflichten wie die Insolvenzantragpflicht, zu beachten. Es sollte versuchte werden, dass insolvente Unternehmen mit einem alternativen Geschäftsmodell zu erhalten. Eventuelle Verstöße des Managements können persönliche Haftung oder strafrechtliche Sanktionierung nach sich ziehen.
Regulatory Compliance
Regulatory Compliance regelt die Anforderungen an Produkte bei der Produktion beziehungsweise beim Vertrieb dieser, unter der Einhaltung von Normen und einer ordnungsmäßigen Dokumentation. Die Einhaltung von Anforderungen erspart strafrechtliche Sanktionen der Markaufsichtsbehörden und erhöht die Qualität gegenüber den Wettbewerbern.
Health, Safety and Enviromental Compliance
Die Themen Health, Safety and Enviromental befassen sich mit den Anforderungen an die Gewährleistung von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz im Unternehmen.  In diesem Zusammenhang ist die Basis einer erfolgreichen betrieblichen Tätigkeit, die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen des Arbeitsschutzes sowie Arbeitssicherheit und anderen relevanten Gesetzten.

Health, Safety and Enviromental Compliance

Die Themen Health, Safety and Enviromental befassen sich mit den Anforderungen an die Gewährleistung von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz im Unternehmen. In diesem Zusammenhang ist die Basis einer erfolgreichen betrieblichen Tätigkeit, die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen des Arbeitsschutzes sowie Arbeitssicherheit und anderen relevanten Gesetzten.


[mab1]Was ist der Unterschied?

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Written by Christine Mummert in: deutsch | Tags: , , , ,

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