Jun
21
2012

Die Schlacht um die Käuferaufmerksamkeit – Knigge, Compliance und Co.

Ich war letzte Woche in “meiner Autowerkstatt im Dorf, weil mir Jemand eine Beule ins Auto gefahren hat, und da der Chef gerade eine Probefahrt machte, bin ich mit seiner Frau im Büro ins Gespräch gekommen. Sie klagte mir ihr Leid, dass sie in letzter Zeit dauern Anrufe von Verkäufern bekäme. “Wir haben etwas für Sie, das sie effizienter macht, sie  sparen können, sie mehr Profit machen können.”, so die typischen Redewendungen.

E-Mail-Fluten und Spam

Es sind allerdings nicht mehr nur die klassischen Telefonate. Inzwischen dürfte die Werbung via E-Mail noch viel intensiver sein, ist es doch leicht, eine Mail an Viele automatisiert rauszusenden. Und besonders in umkämpften Märkten wird um die Aufmerksam potentieller Käufer gebuhl, auf Kosten der Belastbarkeit der Adressaten.

Weil die unaufgefordert erhaltene E-Mail Viele genervt hat, hat der Gesetzgeber reagiert und für Entlastung gesorgt. Adressaten dürfen nur noch regelmäßig angemailt werden, wenn sie über die Benachrichtigung neuer Informationen zugestimmt haben. Es ist ja schlielich nicht so, dass man gar nicht informiert werden möchte. So beziehe ich z.B. regelmäßig Informationen zu Themen, die mich interessieren, u.a. um auch mal wieder neue Trends am Markt schreiben zu können.

Knigge für E-Mail-Werbung

Seriöse Werber gehen im Sinne der Compliance mittlerweile so vor, dass sie das Einverständnis für das Zusenden von Informationen per so genanntem Double-Opt-Verfahren angehen. D.h. sie senden erst, wenn ein Bestätigung zur Bestätigung des Einverständnisses erhalten. Darüber hinaus platzieren sie an prominenter Stelle die Möglichkeit, sich wieder aus den Kampagnen ausklinken zu können (gut archiviert?)

“The man in the middle

Und jetzt wird es spannend, denn nun beginnt die “Schlacht”, die ich im Titel meinte. Wenn ich nun als Marketier mich an die neuen Werbe-Etikette halte, dann habe ich nun eine weitere Hürde zu nehmen. Denn es gibt noch Jemanden zwischen mir und meinem potentiellen Käufer, das sind die so genannten Spam-Filter, und besonders jene von Internet Service Providern (ISP), falls die E-Mail darüber läuft.

Der ISP muss auf dem engen Internetmarkt ebenfalls um seine Kunden buhlen, und dies macht er natürlich damit, dass er die unliebsamen Werbe-Mails abfängt. Daher gelangen inzwischen 25% der eigentlich erlaubten Mails nicht mehr bis in den Postkorb des Empfängers.

Es ist nun eine Kunst der Marketiers, einerseits zu wissen, welche Kniffe die unterschiedlichen ISPs anwenden, und mit welchen Maßnahmen die “potentiell verlorenen” Mails doch an ihr Ziel können. Und wer Lust hat, sich über diese Feinheiten zu informieren, dem empfehle ich das lesenwerte Whitepaper Zustellbarkeit – der unterschätzte Performance-Faktor: Hintergründe, Markttrends und Best-Practice-Tipps von EXPERIAN Marketing Services.

Fazit:

Was ich mit diesem Artikel zeigen wollte ist, dass die Wahrheit mal wieder in der Mitte liegt. Ja, zu viele Informationen nerven und ich würde gerne vor einer Flut bewahrt werden. Und ja, wirklich wichtige und interessante Informationen würde ich schon gerne erhalten wollen und nicht durch einen Spam-Filte abgefangen wissen wollen. Oder?

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: Compliance | Tags: , ,

2 Comments »

  • Dr. Martin Bartonitz

    Hier ein Best Practice für die Einrichtung von E-Mai Accounts und Weiterleitungen, um der E-Mail-Flut Herr zu werden, auf Facebook erhalten:

    die lösung kommt durch eine primitive überlegung :) .. sei herr deiner selbst, wenns nur um mails geht, dann sind schon werbefreie EIGENE postfächer für ein paar euro im jahr zu haben. dort kannst du je nach anbieter um die 1000 eigene email adressen anlegen und zb. auf deine mailadresse bei einem freehoster weiterleiten :) das ist insbesondere zur kontrolle von unerlaubter weitergabe lohnenswert. fall beispiel: ich bin kunde bei firma “hampel” und will news per email, dann gehe ich im eigenen postfach hin und eröffne eine neue mailadresse “hampelnews1@meineigenesdingsbums.de” .. dieser mail gebe ich meist keine eigene ablage (kann ich bei möglichem antworten einrichten), sondern nur eine weiterleitung, die auf meine dadurch geschützte hauptdingsbums@web.de freemail landet. das kann ich nun mit allen machen und immer auf hauptdingsbums@web.de weiterleiten .. so kann ich immer nachvollziehen wer meine daten weitergegeben hat :) … man darf natürlich nie von der zu schützenden freemail aus antworten. denn dann entsteht wieder ein leck. … so habe ich mit wenig aufwand klarste spamfreie verhältnisse erschaffen, ohne spezielle prüffilter zu verwenden.

    Comment | 25 June 2012
  • [...] Gesamter Text finden Sie auf:http://www.saperionblog.com/lang/de/die-schlacht-um-die-kauferaufmerksamkeit-knigge-compliance-und-c… [...]

    Pingback | 23 August 2012

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