Dec
04
2010

Eine kleine, entdramatisierende Geschichte zeigt das Gute im Schlechten

Häufig sind wir gelähmt, wenn uns Schlechtes widerfährt. Diese kleine Geschichte zeigt uns, dass auch in jedem Schlechten etwas Gutes stecken kann, aber genauso in jedem Guten etwas schlechtes:

Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog. Eines Tages lief das Pferd fort. „Wie schrecklich“, sagten die Nachbarn, „welch ein Unglück!“ – „Wer weiß“, erwiderte der alte Bauer, „ob Glück oder Unglück?“ Eine Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück, es brachte fünf wilde Pferde mit in den Stall. „Wie wunderbar“, sagten die Nachbarn, „welch ein Glück!“ – „Glück oder Unglück? Wer weiß?“, sagte der Alte. Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zähmen. Er stürzte und brach sich ein Bein. „Wie schrecklich! Welch ein Unglück!“ – „Glück oder Unglück?“ Die Soldaten kamen ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen, darum blieb er als Einziger verschont. „Glück? Unglück?“

Gefunden in Haltung in der systemischen Beratung von Roswita Königswieser, Martin Hillebrand, einer äußerst lesenswerten Schrift, die klar macht, dass es ohne die Wertschätzung des Anderen nicht geht.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch | Tags: , ,

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