Apr
02
2010

Enterprise 2.0 = Web 2.0 + Kollaboration -> Social Networking -> dynamic BPM

Hatte ich in meinem Post Erleben wir derzeit die Geburt einer neuen IT-Welt: BPM + CRM = social BPM = adaptive BPM = dynamic Case Management
schon auf darauf hingewiesen, dass die Zeit angebrochen ist, uns mehr Gedanken um die nicht im Vorhinein zu strukturierenden Prozesse zu kümmern, so geht Dr. Strnadl in seinem sehr umfassenden Post Enterprise 2.0 – Eine längere Einführung auf die Potentiale des Informationsmanagements der neuen Web 2.0 Technologien ein. Eines seiner Fazits ist, dass sich die neuen Funktionen des Web 2.0 sehr gut eignen, um die dynamischen (unstrukturierten / adhoc) Prozesse im Unternehmen zu unterstützen. Er geht aber auch auf die Kritiken der Informationsüberflutung ein , ähnlich wie ich dies auch schon in dem Post Wir müssen nicht mehr Wissen, weil uns der Content auf Schritt und Tritt verfolgen wird getan habe. Besonders interessant ist die Aufstellung der wichtigsten Errungenschaften der Web 2.0 Anwendungen:

  • Search. Eine E2.0 Informationsplattform beinhaltet notwendigerweise eine (Volltext) Suchfunktion. Dabei hat sich gezeigt, dass eine effiziente Suchfunktion für das Auffinden von Inhalten weitaus wichtiger ist als jede (Vor) Strukturierung, bspw. in Form der typischen hierarchischen Gestaltung von Intranet-Seiten.
  • Links. Hier geht es weniger um die statischen Links, die es heute ohnehin in jeder Intranet Plattform zur Genüge (und oftmals zur Verwirrung) gibt, sondern um dynamische Links, wo also die Benutzer der Informationsplattform selbst Links setzen und auch wieder wegnehmen können. Nicht zuletzt wird durch die Anzahl und Dichte der Links auf bestimmte Themen Struktur und Wichtigkeit von einzelnen Inhalten signalisiert — wie Google mit seinem Page Ranking Mechanismus vorexerziert hat.
  • Authoring. Zugegeben, nicht jeder ist ein Goethe, wenn es um das Verfassen von schriftlichen Beiträgen geht, aber sehr viele Knowledge Worker haben zu zahlreichen Themen immer wieder etwas zu sagen – sei es in kumulativer Form wie in Blogs oder in iterativer Form wie in Wikis.
  • Tags. Neben der Suche fordern die Benutzer von Informationsplattformen immer öfter die Möglichkeit ein, Seiten oder Inhalte beschlagworten zu können, um eine handhabbare praktische Kategorisierung zu erhalten. Da dieses Tagging prinzipiell von allen Benutzern vorgenommen werden kann, nennt man das entstehende (oft allerdings nur eindimensionale) Kategorienschema „Folksonomy“ im Gegensatz zu einer (typischerweise von Experten erarbeiteten mehrstufigen) Taxonomie.
  • Extensions. Während Tagging manuell durch die User vorgenommen wird, sollten E2.0 Technologien auch automatische Mechanismen zur Kategorisierung oder Mustererkennung vorsehen. Typisches Beispiel hier sind die sogenannten Recommendation Systems, wo also die E2.0 Applikation auf Basis früherer Informationen über das Verhalten von Usern einem einzelnen User von sich aus Vorschläge für (interessante) „Seiten“ oder Informationen macht. Im Kontext von Amazon.com wären das die Vorschläge, welche Bücher gemeinsam mit der aktuellen Buchauswahl gekauft werden, wie oft die User die Auswahl auch gekauft haben oder welche Bücher, basierend auf eigenen und fremden Kaufgewohnheiten, zu einem passen könnten.
  • Signals. Das klassische Paradigma, den User auf einer Web Seite nachschauen zu lassen, ob es neue bzw. interessante Informationen gibt, scheitert trivialerweise recht bald an der Fülle der vorhandenen Informationen. E2.0 Technologien müssen daher intelligentere Mechanismen unterstützen, wie Benutzer über Updates auf der Informationsplattform informiert werden. Email ist da natürlich eine recht oft unterstützte Funktionalität, aber RSS (Real Simple Syndication) stellt hier wohl eine deutlich bessere Funktionalität zur Verfügung. Bei RSS Technologie übernimmt eine lokale Software (ein RSS Reader oder Aggregator) die Aufgabe, vorher identifizierte RSS-fähige Seiten auf Updates zu untersuchen. Diese Updates (bspw. Texte) werden dann auch über den Aggregator lokal für den User dargestellt.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , , ,

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