Jun
10
2010

Es fehlt noch an der Interoperabilität von Compliance, wie ein aktueller Fall mit Apple zeigt

Dass wir in Deutschland mit unserem Datenschutzgesetz so manchen Konflikt mit dem Willen zur Compliance haben, war auch ein Thema unseres Frühstücksgesprächs zum Thema Compliance heute morgen in Köln. Wie in einem früheren Post schon erwähnt hatte auch die Bahn Korruption bekämpfen wollen und hat dazu Daten genutzt, die dem Datenschutz unterlagen. Inzwischen hat die Bahn einiges getan.

Dieses Mal gibt es einen interantionalen Konflikt. In USAmerika müssen die Firmen viel stärker selbst Korruptionsverbrechen bekämpfen, während das in Deuschland vorrang Thema des Staates ist, wie auf crn.de mit dem Titel Apple-Partner fühlen sich durch Compliance-Aktion unter Druck gesetzt zu lesen ist.

Dass wir auf der einen Seite zwingend Bedarf  für ein Compliance-Gestz haben, das entsprechende Widersprüche in die Anforderung an die Einhaltung von Regeln auflöst, aber andererseits noch viel Zeit ins Land gehen wird, bis sich hier ein Gesamtstrategie dafür entwickelt hat, bespricht Martin Kuppinger in seinem Post Korruptionsvorsorge kontra Datenschutz: Compliance-Gesetz müsste Widerspruch auflösen und weist dem CIO ein wichtige Rolle zu:

“Eine große und saubere Lösung wäre ein einheitliches „Compliance-Gesetz“, das alle Aspekte wie die Regelungen der 8. EU-Prüferrichtlinie, die Einflüsse von Basel II auf Unternehmen, das Datenschutzrecht und das Teledatendienstgesetz und all die anderen Regularien vereinheitlicht und zusammenfasst. Damit müsste die Politik Konflikte auflösen und Entscheidungen treffen, statt die Ausformulierung von Vorschriften entweder den Wirtschaftsprüfern zu überlassen oder sich in schwammigen Formulierungen wie dem „angemessenen“ Risikomanagement zu verlieren.

Da so ein einheitliches Gesetz aber, ähnlich wie ein einheitliches Umweltrecht, wohl auch in 25 Jahren noch nicht da sein wird, müssen Unternehmen selbst handeln. Dem CIO kommt dabei durch seine Schnittstellenfunktion zwischen Business und IT eine besondere Aufgabe zu. Er kann die Entscheidungen zwischen widersprüchlichen Anforderungen nicht treffen. Er kann sie aber offen legen und darauf drängen, dass diese Entscheidungen auf der Ebene der Unternehmensführung getroffen werden.”

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags:

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