May
08
2010

Fortsetzung der Serie zum elektronischen Rechnungsaustausch: Intercompany Billing

Beim Intercompany-Billing werden Rechnungen direkt zwischen Mutter-, den angeschlossenen Tochterunternehmen oder Vertriebsgesellschaften innerhalb eines Konzerns beziehungsweise einer Holding ausgetauscht. Häufig nutzen Mutter- und Tochtergesellschaften das gleiche Warenwirtschaftssystem und arbeiten lediglich unter verschiedenen Buchungskreisen. Ausgangsrechnungen werden beim Empfänger automatisch als Eingangsrechnungen verbucht. Die Datenintegration ist somit vollständig gegeben. Um als Rechnungsempfänger jedoch in den Genuss des Vorsteuerabzugs zu kommen, wird vom Gesetzgeber parallel die Übermittlung einer Papierrechnung oder einer digital signierten Rechnung verlangt. Hier birgt die Abschaffung des Versands der Papierrechnungen ein großes Einsparpotenzial.

Im Kontext des Intercompany Billings ist das Gerücht verbreitet, dass beim Rechnungsdatenaustausch zwischen verbundenen Unternehmen allein die Datenübergabe vom Warenwirtschaftsystem des Rechnungssenders zu dem des Rechnungsempfängers die rechtlichen Anforderungen erfüllen würde. Dem ist nicht so. Hier gilt die einfache Faustregel: Ist die Umsatzsteuer-ID des Rechnungssenders ungleich der des Rechnungsempfängers, so muss das übermittelte Rechnungsoriginal auch qualifiziert signiert werden.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: ,

1 Comment »

  • Dr. Martin Bartonitz

    Die EU will den Rechnungsaustausch bis 2020 mittels Standarisierung in Technik und Recht deutlich vereinfachen. Hier ist die Mitteilung dazu.

    Comment | 3 December 2010

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