Oct
16
2010

iPad & iPhone in Geschäftsprozessen – Review des ersten Frühstücksgesprächs

ECM auf dem iPad - mobile RechnungsfreigabeIn den letzten Monaten wurde das Interesse an der Integration des iPads in die Geschäftsprozesse immer größer. Angestoßen durch meine Artikel hier im Blog riefen viele Kunden und Interessenten bei mir an. Ich hatte so die Möglichkeit, mir ein genaues Bild von den unterschiedlichen Anforderungen an ECM-Applikationen für das iPad zu machen. Auch unser Vertrieb berichtet davon, dass bei Kunden und Interessenten das Thema iPad- und iPhone-Integration stets auf großes Interesse stößt – insbesondere in den oberen Etagen.

Daher haben wir zu einem ersten Frühstücksgespräch zu diesem Thema eingeladen, bei dem uns der Apple-Business-Spezialist HSD zur Seite stand. HSD hat die mobilen Apple-Geräte schon in diversen Projekten in bestehende Unternehmensanwendungen und -prozesse integriert.

Das Frühstücksgespräch war sehr gut besucht. Überrascht hat mich die Vielfalt der Branchen: Servicedienstleister für Privatjets, eine Privatbank, eine große diakonische Stiftung,  eine Wohnungsbaugesellschaft und ein Energiekonzern – um nur eine Auswahl zu nennen. Dementsprechend bunt waren auch die diskutierten Einsatzszenarien. Beim einen ging es um die mobile Erfassung von Wartungsprotokollen, beim nächsten um die mobile Verfügbarkeit von Verträgen und Informationen oder um die Erfassung und Dokumentation von Pflegedienstleistungen bzw. um den Zugriff auf Krankenakten.

Warum nun das Interesse am Tablett von Apple? Die Idee ist ja nicht wirklich neu.

Ganz weit oben steht die einfache Bedienung, die Usability. Dass das iPad wirklich intuitiv zu bedienen ist, konnte man auch auf dem Frühstücksgespräch wieder beobachten. Der ältere Direktor von der Privatbank mit seinem klassischen Nokia-Mobiltelefon zum Beispiel hielt das erste Mal ein mobiles Produkt von Apple in der Hand. Trotzdem wusste er gleich wie man damit umgeht. Oder die Datenschutzverantwortliche  der diakonischen Einrichtung – auch sie fand sich spontan auf dem Gerät und in der SAPERION App für die Rechnungsfreigabe zurecht.

A propos Datenschutz: Auch das war durchaus ein Thema für die Gesprächsteilnehmer. Der Leiter Service von HSD konnte hier jedoch schnell überzeugen: Alle Geräte von Apple unterstützen von Haus aus gängige VPNs, wie zum Beispiel Cisco. So können alle Datenübertragungen sicher verschlüsselt werden.

Nächstes Thema ist die Mobilität. Durch das geringe Gewicht (ca. 700g) und die Akkulaufzeit von über 10 Stunden ist man mit dem Gerät wirklich mobil und unabhängig. Die viel geäußerte Kritik, dass man keinen USB-Stick anschließen kann, störte in dieser Runde niemanden. Die Daten, auf die zugegriffen werden soll, sind ohnehin online in den Geschäftsanwendungen verfügbar. Auch im privaten wird der USB-Stick immer öfter vom Konterpart in der Wolke abgelöst: Dropbox, Skydrive, MobileMe,… – um nur ein paar Anbieter für online-Speicherplatz in der Cloud zu nennen.

Nicht nur online – auch offline war gefragt

Bei all der Mobilität war es aber auch interessant, dass viele Wert darauf legten, dass es auch möglich sein muss, auf Daten ohne bestehende Internetverbindung zuzugreifen. Denn leider haben wir doch noch kein flächendeckendes UMTS-Netz oder der Empfang wird etwa im Flugzeug durch die Bordelektronik oder im Gericht durch die dicken Mauern zu stark gedämmt. Daher besteht bei vielen der Wunsch nach einer Möglichkeit, bestimmte Akten offline verfügbar zu halten.

iSAPERION – die mobile Rechnungsfreigabe

Die Rechnungsfreigabe von SAPERION auf dem iPad gibt keine Rätsel aufDas Frühstücksgespräch war für mich auch die erste Möglichkeit, die neue Version der ECM-Lösung für die Rechnungsfreigabe “im Feld” zu testen. Das an die klassische Arbeit mit Akten angelehnte Look&Feel kam bei den meisten sehr gut an, einzig die ITler empfanden es als etwas verspielt. Positiv wurde auch die Fokussierung auf einen Anwendungszweck angesehen. Gute Apps zeichnen sich nicht durch eine enorme Funktionsvielfalt, sondern durch eine sehr gute Usability für genau eine Tätigkeit aus – wie die Rechnungsfreigabe.

Interessant war es auch zu beobachten, wie schnell auch Apple-Neulinge die Bedienung mit Gesten verinnerlicht hatten. Und so musste ich gleich noch die eine oder andere Geste, wie z.B. das Wischen zum Blättern zwischen den einzelnen Rechnungen, auf die Liste der Feature-Requests nehmen.

Fazit und nächste Schritte

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unser Weg, die iOS-Lösungen als OpenSource zur Verfügung zu stellen und nicht eine abgeschottete Applikation anzubieten, der richtige Weg ist. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen der einzelnen Branchen und Abteilungen. Eine generische App würde auch nicht der Philosophie von SAPERION mit seinen leicht zu konfigurierenden Masken, die sogar für Web und Rich Client zugleich definiert werden können, entsprechen. Apropos Web Client: Natürlich kann man mit dem iPad auch über unseren neuen Web Client auf SAPERION zugreifen.

Um allen Interessenten, Kunden und Partnern dennoch einen Eindruck von den Möglichkeiten von SAPERION auf dem iPad zu ermöglichen, haben wir die Lösungen für die Rechnungsfreigabe in den App Store gestellt – sobald sie durch den Freigabeprozess ist, werde ich es hier natürlich melden.

Bleibt noch anzumerken, dass wir am 26.10. ein weiteres Frühstücksgespräch in Berlin unter dem Thema “Integration von iPad und iPhone in die Geschäftsprozesse” haben. Anmeldung ganz einfach über diesen Link.

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Written by Henning Emmrich in: deutsch,products | Tags: , , , ,

2 Comments »

  • Dr. Martin Bartonitz

    Das Interesse anm mobilen Arbeiten war übrigens auch wieder auf dem BPMN Anwendertag 2010 in Potsdam, auf dem ich auch vortragen durfte, zu bemerken. Unser Partner Signavio hatte unter anderem seine Lösung für die “social” (eingentlich “kollaborative”, aber da gibt es wohl in Deutschland noch immer emotionale Bedenken) Geschäftsprozessmodellierung auf dem iPad gezeigt.

    Comment | 16 October 2010
  • Agnes Kotonski

    Fast jeder zweite Abgeordnete des deutschen Bundestages besitzt mittlerweile ein iPad, um u.a. auf Akten zu zugreifen oder das aktuelle Geschehen zu verfolgen. Während Laptops verboten bleiben, sind die “lautlosen Wischwunder” seit November nun offiziell im Bundestag erlaubt. Die Anschaffungskosten dafür werden von der Bundestagsverwaltung erstattet, denn das iPad wird wie Kugelschreiber oder Handys als Arbeitsgerät angesehen. So ist es kein wunder, dass das iPad mittlerweile zum neuen Lieblingsspielzeug der Bundestagsabgeordneten zählt.
    http://www.tagesspiegel.de/medien/wisch-dir-was/3736280.html

    Comment | 26 January 2011

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