May
19
2011

SAPERION Convention #SAPCON11 – Nachlese 1 – Signavio auf dem Weg zur Prozessanalyse

Nach zwei sehr erlebnisreichen Tagen auf unserer jährlichen Versanstaltung für Partner und Kunden folgen nun wieder einige der interessanten Details. Beginnen möchte ich mit Signavio, ist es doch ein Besonderes Thema meines BPM-Steckenpferds. Auf unserer letzten Convention hatte Signavio den Prototypen unserer gemeinsamen Integration für ein BPM Round-Trip Engineering vorgestellt, und auf der diesjährigen Convention sind sie wieder einen Schritt weiter und hatten einen Preview ihrer Process Analytics mitgebracht.

Ende letzten Jahres hatte wir mit Version 7 die Integration mit dem Signavio Process Editor für die Produktion freigegeben. Mit der in diesem Monat freigegebenen Version 7.1 ist noch der Viewer in unsere Clients integriert worden. Herr Götz von der PKF Fasselt Schlage, einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen, das einer unserer ersten Kunden mit der Version 7.1 ist, hatte gestern u.A. auch von den ersten Projekterfahrungen mit der Integration berichtet.

Dr. Gero Decker

Dr. Gero Decker

Dr. Gero Decker, Geschäftsführer der Signavio und Mit-Vater des Process Editors, hatte mit mir gestern in dem Vortrag “einfach dargestellt – SAPERION BPM” in herausfordernden zehn Minuten erklärt, welcher weitere Nutzen mit Process Analytics erreicht werden kann. Nach meinem obligatorischen Hinweis, dass ohne das Menscheln in den Unternehmen zu berücksichtigen es keinen Sinn machen würde, ein System für die Prozesssteuerung als Basis für Verbesserungsinitiativen zu nutzen, habe ich einen kleinen Überblick gegeben, welche Bausteine denn zu einem BPMS = Geschäftsprozessmanagementsystem gehören.

Bausteine eines Geschäftsprozessmanagementsystems

Bausteine eines Geschäftsprozessmanagementsystems

Zu allererst braucht es ein Werkzeug, um die Geschäftsprozess zu beschreiben. Sind diese Prozesse mit teschnischen Informationen angereichert, werden sie mittels einer Workflow Engine verarbeitet. Einer der großen Nutzen von elektronischen Worklfows, ist das Medienbrüche vermieden werden. Damit das so ist, müssen Daten von einem System zum anderen transferiert werden, d.h. es geht um Integrationsmöglichkeiten. Inzwischen gibt es zudem Rules Engines, in denen zentral die vielen Business Regeln für die unterschiedlichsten System im Unternehmen zentral gepflegt werden, als auch diese Regeln sind während des Prozessablaufs zu berücksichtigen. Damit Prozessbeteiligten, in der Regel die Menschen im Unternehmen, Ihre anstehenden Aufgaben finden, gibt es so etwas wie einen Postkorb. Und da auch mal etwas übersehen werden kann und ein wichtiger Termin überschritten wird, gibt es auch Erinnerungsfunktionen. Und wenn dann viel gearbeitet wurde, und es im Unternehmen erlaubt ist, gibt es die vielen Daten, auf deren Basis Planungen und Verbesserungen erfolgen können. Schon Sir Lord Kelvin bemerkte einmal vor Verwaltungsbeamten in London, dass man nur steuern könne, was auch gemessen würde.

Ich habe in der obigen Grafik die beiden Kästchen für das Modellieren von Prozessen so wie die Analyse in den Farben von Signavio gemalt. Das war dann auch der Inhalt des weiteren Vortrags, den Gero  übernommen hat. Im Wesentlichen waren es die Fuktionsbausteine und ihre Nutzenaspekte, die wir auch auf Homepage beschrieben haben, so dass ich hier nur darauf verweisen möchte. Zum Abschluss ist er noch kurz auf die Prozessanalyse eingegangen, für die er mir auch gleich noch den folgenden Screenshot mit gegeben hat.

 

Preview der Benutzeroberfläche von Signavio´s Process Analytics

Preview der Benutzeroberfläche von Signavio´s Process Analytics

Was wir hier unschwer erkönnen können ist, dass die Prozessanalyse der Laufzeitdaten der SAPERION Workflow Engine auch wieder in der Oberfläche von Signavio stattfindet. D.h. hier mit wird ein weiterer Bruch vermieden, den man bei der Verwendung eines Tools aus dem Bereich der Business Intelligence nimmt. Denn dieses kennt das grafische Modell der Aufgabenkette nicht. In Process Analytics kann der verantwortliche Manager sich sprichwörtlich ein Bild über seine Prozesse machen. Wie sieht es aktuell aus in Bezug auf Arbeitslasten. Wo liegen die meisten Aufgaben. Wie sieht es mit den aktuellen Durchlaufezeiten in Bezug auf Service Level Agreements aus. Und wie steht es mit Trends? Wie häufig mussten wegen Fehlern noch eine Ehrenrunde gedreht werden?

Signavio plant die Verfügbarkeit von Process Analytics für den Herbst dieses Jahres. Wer Interesse an diesem Tool hat, der mag mich direkt ansprechen, denn noch ist Zeit, Einfluss auf die Funktionen zu nehmen …

P.s.: Ich kann diese Mal nicht enden ohne festzustellen, dass sich in diesem Jahr unser Organisationsteam eine Veranstaltung hingelegt hat, wie sie kaum noch zu toppen ist. Dabei entstand eine Admosphäre, die mir von Kunden und Partnern als offen, herzlich, ja so gar warmherzig und familiär bezeichnet wurde. Ich hatte in meinem Vortrag auf das Menscheln im Unternehmen hingewiesen, das funktionieren muss. Und das scheint mir hier besonders durch das Format der Veranstaltung sehr gelungen zu sein.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,process management | Tags: , , ,

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