Sep
23
2011

Nachlese 2. Signaturtag des VOI und der TeleTrusT in Berlin

Abschlussdiskussion auf dem Signaturtag

Abschlussdiskussion auf dem Signaturtag

Nach 3 Tage DMSExpo (Nachlese) und anschließender Teilnahme an dem Signaturtag geht es nun mit dem Zug nach Hause mit Ankunft hoffentlich um Mitternacht.

Es waren wieder ca. 70 Teilnehmer quer durch die Branchen und die Republik gekommen, um sich darüber zu informieren, ob denn inzwischen das Thema elektronische Signaturen im Markt angekommen ist und was es Neues gibt.

Die richtige Mischung der insgesamt acht Vorträge (meiner war der Einführungsvortrag mit Blick aus der Praxis, spontan unterstützt von Jörg Lenz) hat zu sehr anregenden Diskussionen geführt. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist auch sehr offen mit den aktuellen Schwachpunkten umgegangen worden. Sicher hat hier auch die angenehme Moderation durch Prof. Norbert Pohlmann zusammen mit seinen kritischen Fragen einen guten Teil beigesteuert.

Insgesamt war klar herausgearbeitet worden, dass die Nutzung der qualifizierten Signatur, also die Königsdisziplin mit höchster Sicherheit und damit auch stärkstem Vertrauen nur für einen geringen Teil aller Geschäftsdokumente wirlich Sinn macht.

Viel mehr Verbreitung und damit Akzeptanz gefunden haben inzwischen die fortgeschrittenen Signature auf Basis von Software-Zertifikaten oder auf den biometrischen Verfahren der manuellen Unterschrift auf einem Pad.

Wir haben aber auch einen Paradigmenwechsel in den Geschäftsmodellen gesehen. So wird inzwischen genauer hingeschaut, wer denn vom Einsatz der elektronischen Unterschrift profitiert. Und das ist nicht der Kunde. Das haben u.a. der A-Trust, der einzige Zertifizierungsdiensteanbieter in Österreich sowie “unsere” Bundesdruckerei bzw. die Schwester D-Trust erkannt.

So bietet der A-Trust neuerdings ein Verfahren mit einer Handysignatur an, für das der Bürger selbst nicht zahlen muss. Hierbei erfolgt die Signierung selbst über einen Webbrowser. Als Sicherung wird ein Code via SMS aufs Handy verschickt, der dann in den Signierdialog eingetragen wird. Der persönliche Schlüssel, mit dem signiert wird, wird einem HSM verwaltet, wo auch die Signaturdatei erstellt wird.

Einen etwas anderen Weg geht die Bundesdruckerei. Hier wird ein Zertikat adhoc auf den neuen Personalausweis geladen und mit diesem signiert. Anschließend wieder das Zertifitkat gelöscht. Diese Lösung wird für jene Anwender angeboten, die 2-3 Mal im Jahr etwas unterzeichnen werden. Und da meist bis zum zweiten Signieren die PIN wieder vergessen wurde, hilft dieses Adhoc-Zertifikat, das mit der eID-PIN “freigeschaltet” wird. Zahlen wird hier die Firma, die die elektronische Signatur ihres Kunden für schlankere Prozesse nutzen möchte. Der Preis war noch nicht klar. Ein 3 Jahreszertifikat kostet voraussichtlich 100 €, das Tageszertifikat vermute ich, etwa 10-20 €.

Pünktlich zur abschließenden Podiumsdiskussion wurde in den Saal gemeldet, dass beide Kammern des Parlaments nun das Steuervereinfachungsgesetz verabschiedet hätten (siehe auch Herrn Schmidt´s Kommentar auf Xing)

Da das Feedback zur Veranstaltung wieder sehr positiv war, nicht zuletzt, weil unsere Katrin Kampf wieder mit organisiert und Burkhard Manzke am Stand präsentiert hat ;-) dürfen wir uns auf einen 3. Signaturtag im nächsten Jahr freuen.

Ob dann der BITKOM mit dabei sein wird? Denn eine Reihe der diesen Signaturtag mittragenden Firmen sind inzwischen vom VOI zum BITKOM gewechselt, so z.B. die SAPERION selbst.

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