May
17
2012

Nachlese Process Solution Day 2012

Wir waren zum dritten Mal als Aussteller auf der nach eigenen Angaben der Gesellschaft für Organisation (gfo) größten Tagung für BPM-Softwarelösungen im deutschsprachigen Raum dabei. Der PSD – Process Solution Day 2012 – ging das erste Mal über zwei Tage vom 15.-16.05.2012. Am ersten Tag durften die Anbieter ihre BPM-Tools auch in Vorträgen vorstellen. Der zweite Tag bot Anwendervorträge über die Nutzung dieser Tools.

Wie im letzten Jahr waren wir wieder der einzige Hersteller aus dem Reigen der ECM-Hersteller mit dabei, der die Möglichkeiten seiner Workflow Engine präsentierte. Ob diese Veranstaltung von BPM-Lösungen allerdings wirklich als die größte  im Deutsch-sprachigen Raum bezeichnet werden darf? Es waren zwar insgesamt 19 Hersteller am Start. Aber was mir und vermutlich manchem ferngebliebenen Anwender fehlte, waren die namhaften Firmen. So glänzten durch Abwesenheit die Großen wie IBM, Microsoft, ORACLE und SAP genauso wie die TIBCO, Software AG, Pegasystems, Metastorm oder Global 360, die man typischerweise alle auf der BPM Summit von Gartner in Londoner Frühjahr oder auch auf der DMSExpo antrifft.

Der Interessensschwerpunkt sowohl der Anbieter, der (vielen) Berater als auch der Anwender lag mehr auf dem Thema der Organisation und Dokumentation von Prozesse, weniger an der Ausführung durch eine Workflow Engine. Sprich, so weit sind viele Firmen immer noch nicht, was auf viel weiteres Potential in der Zukunft für die Automatisierung der Prozesse weist.

Ich hatte mir bei dem einen oder anderen Hersteller, der das erste Mal auf der Ausstellung war, ihr Tool kurz vorstellen lassen. Es ist schon interessant, von welcher Perspektive her die Tools entwickelt wurden. Es gab aber auch sehr ausgefallen Funktionalitäten, die vermtulich wie so oft aufgrund von Kundenanforderungen aktueller Projekte entwickelt wurden. So setzt der eine auf Microsoft und Silverlight, um in der Cloud modellieren uns simulieren zu lassen, der nächste auf das Zusammenspiel Excel-Tabellen und Grafiken, der nächste auf Visio im engen Kontext von Microsofts Sharepoint.

Und klar, die BPMN 2.0 Notation wird inzwischen von allen Tool-Herstellern unterstützt. Ich hatte am ersten Tag über unsere Erfahrungen mit der BPMN 2.0 Interoperabilität auf Basis unserer Signavio Integration berichtet, genauso wie über die ersten Kunden-Erfahrungen mit dem BPM-Roundtrip Engineering. Der Kollege von inubit bestätige mir anschließend, dass sie ähnlich wie wir einige Attribute zur Steuerung von Workflows in der BPMN 2.0 vermissen, nur noch nicht diese öffentlich gemacht haben (siehe unsere 9 Wünsche an die BPMN 2.1). Von inubit, einer Bosch Tochter, hatte mir übrigens die Möglichkeit der grafischen Regeldefintion in ihrer Rule Engine sehr gut gefallen. Allerdings hat diese Rule Engine noch nicht die Standard-Schnittstelle JSR 94 im Angebot (haben aber auch erst wenige Anbieter). Dafür gibt es inzwischen eine Schnittstelle der inubit Suite an SAPERION ECM.

Dass die BPMN 2.0 noch nicht ausreicht, um Prozesse umfassend zu dokumentieren, zu analysieren als auch auszuführen, wurde mir von mehreren Herstellern signalisiert. Sie sehen aber alle, dass es einen großenm Schritt weiter gibt, aber alle haben ein Stück darüber hinaus hinzugebaut, also haben den Standard für sich erweitert. Wir dürfen daher gespannt auf die Version BPMN 2.1 sein, womit auch klar ist, dass dieser Standard noch immer jung und dynamisch ist.

 

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,process management | Tags: , , ,

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