Oct
30
2009

Nachlese zum Workflow Community Workshop

In den letzten beiden Tagen hat sich zum 5. mal die SAPERION Workflow Community zum inzwischen traditionnellen Treffen und Erfahrungsaustausch am Ende eines Jahres in Berlin zusammengefunden. Flankiert von der Vorstellung der aktuellsten und demnächst kommenden Workflow-Funktionen und dem Abschlussgespräch mit Entwicklung und Produktmanagement haben die Workflow-Experten aus Deutschland in Gruppen für sie interessante Themen erarbeitet. Ausgewählt wurden die Themen “Konzept für ein E-Mail Management”, ”Beispiel-Implementierung eines Step-Performers” sowie “Nutzung der Rule Engine Drools”.

Die E-Mail-Gruppe stellte als Ergebnis eine Reihe interessanter Ergänzungen zu den vorhandenen E-Mail-Funktionen in SAPERION vor. So hat sich z.B. in bisherigen Projekten herausgestellt, dass bestimmte Anwender E-Mails haben wollen, ander dafür nicht. Jeweils in Abhängigkeit von Parameter wie Dokumententyp, Wichtigkeite eines Kunden, Höhe eines Betrages, etc. Dabei sollte der Text der E-Mail konfigurierbar pro Person oder Personengruppe mittels XML-Template gestaltet werden können. Ein ingesamt wichtiger Input für mögliche Weiterentwicklungen des Produkts, hatten die Experten doch bestätigt, dass jeder für sich bestimmte Teile des Konzepts in dem einen oder anderen Projekt schon individuell entwickelt hat.

Die Step-Performer-Gruppe hat in kürzester Zeit ein Anwendungsbeispiel entwickelt und abschließend vorgestellt. Der Step-Performer ist eine Komponente des neuen Produkts SAPERION Content Repository der im März 2009 freigegebenen Version 6. Basierend auf Java nimmt er ähnliche Aufgaben wahr wie die Core-Tasks (ehemals Broker- bzw. Document-Task). Der vorgestellte Step-Performer arbeitete als automatischer Benutzer einer Entscheidungsaktivität. Immer, wenn eine bestimmte Aktität im Workflow erreicht wurde, wertete der Step-Performer die Werte dieser Workflow-Instanz aus und leitete entweder zur einen oder der anderen, nachfolgenden Aktivität weiter. Als großer Vorteil des Step-Performers wurde die bessere Verteilung von Last, eine erhöhte Robustheit des Gesamtsystems sowie die mögliche Entwicklung mittels der Eclipse-Ummgebung mit allen seinen Möglichkeiten betrachtet.

Eine ähnliche Aufgabe hinsichtlich der Auswertung von Workflow-Instanzdaten hatte sich die Gruppe mit der Rule Engine vorgenommen. Nach ’Klärung, was eine Rules Engine ist und leisten kann, wurde mit Unterstützung unseres Praktikanten (siehe mehr zu seinen aktuellen Arbeiten im Blog “SAPERION meets Rule Engine”) anhand von Drools die Bestimmung eines Rechnungsfreigebers in Bezug auf Kostenstelle und Freigabelimit entwickelt. So wurde in einer Tabelle pro Kostenstelle hinterlegt, wer die erste Freigabe durchführt und wer im Falle des Überschreitens des ebenfalls angegebenen Limits die zweite Freigabe druchführt. Der Aufruf durch SAPERION wurde hier noch durch ein kleines Java-Programm simuliert und die Ausgabe auf den Bildschirm gebracht. Der nächste Schritt wäre nun gewesen, einen kleinen Task für den Step-Performer zu bauen, der für jeweils bestimmte “automatische” Aktivitäten die aktuellen Workflow-Instanzdaten auszwertet, die Rule Engine aufruft und anschließend die Aktivität zum ausgewerteten Empfänger delegiert. Als weitere Einsatzmöglichkeiten einer Rule Engine wurde die Bestimmung der Eskalationszeit für eine Aktivität oder auch die Auswertung der Verzweigung im Prozess erkannt. Einig war man sich, dass man viele trivialen Regeln auch schnell mit dem EventScript in SAPERION programmieren kann. Aber im Sinne einer zentralen Pflege von Businesslogik könne man sich vorstellen, dass die Rule Engine auch nützlich für andere Anwendungen eingesetzt werden könnte.

An alle Mitglieder der Workflow Community, die es dies Mal nicht geschafft haben, dabei zu sein: Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie eines der vorgestellten Ergebnisse interessiert.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , , ,

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