Neue BPMN 2.0 unterscheidet Konformitätsklassen
Hinweis vom 09.07.2010: der Inhalt dieses Posts ist inzwischen überholt, siehe: BPMN 2.0 hat die Konformitätsklassen nochmals geändert
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Die neue Versio 2.0 der Business Process Modeling Notation – kurz BPMN 2.0 – kommt mit einer Vielzahl Symbolen und wird damit noch ausdrucksstärker. Das Mehr wird dann auch gleich wieder von Fans der ARIS/EPK-Gemeinde als großer Nachteil beurteilt. Um dagegen argumentieren zu können und weil auch aktuelle Process Engines / Workflow Systeme noch nicht alle Neuerungen beherrschen, kommt die neuen BPMN nun mit Konformitätsklassen: SIMPLE, DESCRIPTIVE, DoDAF und COMPLETE, wie in der Grafik veranschaulicht.
Mit SIMPLE lässt sich schnell und überschaubar dokumentieren, so dass die Fachbereiche schnell die Transparenz in ihre Prozesse bekommen und über Optimierungen reden können. Ein großer,wenn nicht der überwiegende Teil der Workflow Management Systeme bzw. Business Process Management Systeme beherrschen im Wesentlichen diese Elemente.
Die nächste Klasse, DESCRIPTIVE, erweitert die Elemente um wie zum Beispiel
- Pools und Lanes für die Referenzierung auf Organisationsstrukturen
- Die Unterscheidung der Tasks (Aktivitäten) in Human und Service (autmotsiche Aktivitäten)
- Datenobjekte mit In- und Output-Beziehungen
- Annotation für Beschriftungen
- Datenquellen
- und Detaillierung der Events bzgl. Austausch Nachrichten (Message)
Da zwischen der Konformitätsklasse DESCRIPTIVE und der COMPLETE noch eine große Lücke klafft, hat man sich entschieden, die Klasse DoDAF dazwischen zu nehmen. DoDAF steht für Department of Defense Architecture Framework.
Die Infos stammen aus dem Vortrag vom 3. Februar 2010, gehalten von Robert Shapiro, Mitglied der XPDL als auch der BPMN Spezifizierungsgruppen (link to the unedited replay).
Wer sich einen Überblick über alle Symbole der BPMN 2.0 an seine Wand pinnen möchte, kann sich das neue BPMN-Poster bei signavio kostenfrei bestellen.
Wer sich professionell in BPMN 2.0 schulen lassen möchte, kann das bei camunda anmelden. Hier gibt es auch Kurse zur Einführung im BPM als auch in die Nutzung der Rule Engine Drools.
Wer sich fundiert in Methoden des Geschäftsprozessmanagements ausbilden lassen möchte, der ist bei der BPM Akadmie gut aufgehoben.
Wer sich als CBPP® (Certified Business Process Professional®) zertifizieren lassen möchte, kann das bei der EABPM, in Deutschland vertreten durch die Gesellschaft für Organisation, quasi der Miterfinderin des Geschäftsprozessmanagements .
Wer wissen will, wie gut seine Firma das Geschäftsprozessmanagement beherrscht, kann sich am Reifegradmodell Eden messen lassen.
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[...] http://www.saperionblog.com/neue-bpmn-2-0-unterscheiden-konformitatsklassen/904/ February 8th, 2010 | Tags: BPM, BPMN, Business Process Management | Category: BPM [...]
[...] vor allem wegen seiner Aussagen zum Thema “Sub-Classes” (siehe u.a. Prof. Allweyer, Dr. Bartonitz, Bruce Silver, Sandy Kemsley). Hierbei geht es primär darum, die Symbolpalette der BPMN für [...]
Jakob Freund von der camunda hat zu den Möglichkeiten der Bildung von Konformitätsklassen weitere interessante Ansichten beigesteuert:
http://www.bpm-guide.de/2010/02/10/bpmn-2-0-sub-classes/comment-page-1/#comment-3637
Wir dürfen also bzgl. der zukünftigen Schneidung der Klassen noch Bewegung erwarten dürfen, bis die BPMN 2.0 dann freigegeben ist.
Wie schon erwähnt, ist der Prozess rund um die Konformitätsklassen noch voll im Gange. Derzeit kämpft die Riege der Modellierer nicht durch die Prozessausführer untergebuttert zu werden. Mit Recht, finde ich, denn wenn wir sie verlieren, wird es nicht mehr so schnell was mit dem BPM Round-Trip Engineering.
Derzeit werden nur noch 3 Klassen diskutiert. SIMPLE soll entfallen und DoDAF ist nun ANALYTIC.
Hier sind die weiteren Aspekte schon gut zusammengefasst:
http://www.kurze-prozesse.de/2010/03/30/will-die-omg-keine-business-modellierer/
Übrigens ein ebenfalls sehr informativer Blog rund um das Thema BPM.