Jun
17
2010

SAPERION goes BPMN: Version 7 Preview ProcessDesigner

Im November letzten Jahres hat unser Student Björn Meyer-Caspari, der vorgestern mit dem Schluss-Kolloqium sein Studium abgeschlossen hat, von unserem Vorhaben und seiner Masterarbeit berichtet:  SAPERION meets BPMN. In dem Post habe ich am Ende einen Bild eingestellt mit dem Ausblick, was in etwa an BPMN Elementen von SAPERION mit der Version 7 zur Verfügung stehen wird. Das Bild wurde noch mit dem Singavio Process Editor erstellt. Hier nun ein erster Preview des SAPERION ProcessDesigners, wie er mit der Version 7 kommen wird:

SAPERION ProcessDesigner mit BPMN 2.0 Elementen

SAPERION ProcessDesigner mit BPMN 2.0 Elementen

Der Designer wird nur einen Teil der Elemente anbieten, u.a. auch schon deshalb, weil SAPERION Workflow noch nicht für alle Elemente eine entsprechende Ausführungsfunktion zur Verfügung stellt. U.a. wird der Designer auch keine Pools und Lanes anbieten. D.h. der Designer bieten ein Look & Feel aber keine 100% BPMN 2.0 an. Neu sind die Start- und Endeereignisse, die bisher Aktivitäten waren. Ebenso neu sind die Gateway für das Verzweigen mit XOR, AND und OR Logik. Neu ist auch die Kennzeichnung einer Verbindung als bedingter Sequenzfluss sowie als Standardfluss. Neu ist auch das Nachrichten-Zwischenereignis, das den Anwendern bisher als asynchrone Benachrichtigung bekannt war. Neu sind auch die neuen Aktivitätstypen für den Service (z.B. Web-Service) und die Geschäftsregel (Anbindung Rule Engine). Unsere Macro-Aktivität ist zur Script-Aktivität geworden.

Kopfzerbrechen haben uns die diversen Möglichkeiten unserer Eskalationen gemacht, denn diese werden in der BPMN anders verstanden. Unsere Eskalation sind Aktionen aufgrund von Zeitüberschreitungen. Zeiten werden in BPMN grundsätzlich als Zeitereignisse visualisiert und im Falle von Aktivitäten entsprechend angeheftet. Und da BPMN nicht alle unsere Eskalationen kennt, verzichten wir zukünftig die eine oder andere bisher weniger genutzte und mussten bei zweien einen Kompromiss eingehen, indem wir die Notation etwas erweitert haben. Mit dem angehefteten, unterbrechenden Zeitereignis ist unsere Eskalation zur Weiterleitung an eine andere Aktivität realisiert. Das angeheftete, nicht-unterbrechende Zeitereignis mit einem schwarzen Brief zeigt an, dass eine Benachrichtigung über die Zeitüberschreitung verschickt wird.  Das angeheftete, nicht-unterbrechende Zeitereignis mit einem Kopf zeigt an, dass die Aktivität an einen anderen Empfänger gegeben wird.

Was noch im Preview-Bild fehlt, ist das angeheftete, unterbrechende Fehlerereignis.

Was BPMN 2. 0 noch nicht kennt, sind die folgenden Fälle, die unsere Kunden sehr häufig nutzen:

Der Bearbeiter (BPMN: Performer) einer Aktivität möchte nach Beendigung selbst bestimmen, wer der Empfänger der nächsten Aktivitäte werden soll. Das ist im Übrigen einer der dynamischen Aspekte, wo es auf die Expertise des Sachbearbeiter ankommt (siehe auch Wird die nächste Generation von Workflow-Systemen adaptiv?). Spannend ist das insbesondere, wenn die nächste Aktivität eine ist mit mehreren Empfängern parallel oder sequentiell. Hier muss der folgende Dialog entsprechend in der Lage sein, die Liste der Empfänger füllen zu können. Und im besten Fall soll nicht die ganze Benutzerhierarchie angeboten werden sondern nach ab einem vordefinierten Knoten.

Ein anderer Fall, den BPMN nicht unterstützt, ist der, dass der Anwender beim Weiterleiten zur nächsten Aktivität z.B: über ein Kontextmenü auswählen können möchte, über welchen Zweig es gehen soll.

Und dann gibt es noch einen schönen Anwendungsfall, den BPMN noch nicht kennt. Wenn eine Aktivität an mehrere Empfänger geht, dann meist, weil diese voten sollen, ob sie zustimmen oder ablehnen. In Kombination mit dem vorherigen Anwendungsfall des Kontextmenüs, muss nach der Beendigung der Arbeit an der Aktivität durch den letzten Adressaten ausgwertet werden, wie die Mehrheit aussieht und dort hin leiten.

Wie man sieht, wird der Standard allein noch nicht wirklich glücklich machen, wenn man etwas mehr braucht. D.h. dann muss leider vom Standard “abgewichen” werden. Aber so ist das reale Prozessausführungsleben. Da stecken mehr Details drin als im Fall der reinen Geschäftsprozessdokumentation, siehe auch BPM Round-Trip Engineering – Vision und Wirklichkeit.

Wer Prozesse nur dokumentieren möchte und sich  dabei der vollen Palette der BPMN 2.0 bedienen möchte, der ist sehr gut bei unserem Partner Signavio aufgehoben, wie das die Teilnehmer unseres Kundenkongresses im letzten April schon anschauen konnten: Der Partnerstand von Signavio war eines unserer Highlights auf unserem Kundenkongress 2010. Und wer dann später doch die Modelle ausführen lassen will, der nutzt die Exportschnittstelle nach SAPERION.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general | Tags: , , ,

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