Sep
01
2010

SAPERION und Signavio auf dem Weg zum BPM Round-Trip Engineering (2)

Deployment von Signavio nach SAPERION

Deployment von Signavio nach SAPERION

Dass SAPERION auf dem Weg zum BPMN ist, hatte unser Student Björn Meyer-Caspari schon letztes Jahr gepostet. Dass wir diesen Weg gemeinsam mit Signavio gehen, haben wir mit einem auf großes Interesse stoßenden Prototypen auf unserem Kunden-Kongress im April gezeigt. Dass es bei so einem Unterfangen beim BPM Round-Trip Engieering auch Fallstricke gibt, dürfte Niemanden gewundert haben (?). Nun sind wir schon mit einem Pilotkunden auf Basis der Beta-Version 7 unterwegs. Er modelliert seine Geschäftsprozesse in BPMN-Digrammen mit Signavio, deployt von hier nach SAPERION. Dabei wird das Modell in unser Format transformiert und durch unsere Workflow Engine zur Laufzeit gesteuert.

Damit nach dem Deployment nicht noch weitere IT-spezifischen Steuerungsinformationen mit dem SAPERION ProcessDesigner hinzugefügt werden müssen (denn sonst gibt es bei einem Update womöglich Synchronisationsprobleme mit den Modellen), hat Signavio diese Eigenschaften in einem SAPERION-spezifischen Stencil-Set hinzugefügt.

 

Signavio mit SAPERION Stencil Set

Signavio Process Editor mit SAPERION Stencil Set

Damit der Modellierer sich nicht vertippt und damit Laufzeitfehler verursachen könnte, werden die möglichen Werte für einige der Eigenschaften, wie z.B. der Bearbeiter, die zu verwendenden Masken oder die Zugriffslisten, in Form von Nachschlagefunktionen zur Verfügung gestellt. In der nächsten Grafik ist im Eigenschaftenbereich die Gruppe der SAPERION Attribute als Ergänzung zum Standard-Umfang der BPMN 2.0 zu erkennen.

 

Dialog zur Auswahl des Bearbeiters mit Daten aus SAPERION

Dialog zur Auswahl des Bearbeiters mit Daten aus SAPERION

Die folgende Grafik zeigt eine Nachschlageliste für eine Eigenschaft. Damit der Signavio Process Editor dem Modellierer diese Werte anbieten kann, haben wir unsere API erweitert. D.h. Signavio holt sich die aktuellen Werte direkt aus dem SAPERION Repository.

 

Beispiel einer Nachschlageliste für eine Anwendermaske

Beispiel einer Nachschlageliste für eine Anwendermaske

Auch für die Sequenzflüsse gibt es noch SAPERION Eigenschaften, wie die nächste Grafik zeigt.

SAPERION Attribute für Sequenzflüsse

SAPERION Attribute für Sequenzflüsse

Wer sich aber vorstellt, dass man schon mal mit dem Modellieren ohne die technischen Möglichkeiten eines SAPERION Systems drauf loslegen kann und dann schnell deployt, wenn dann Workflow gemacht werden soll, den möchte ich schon mal warnen. In meinem nächsten Post schreibe ich über die gemachten Erfahrungen bei unserem Pilotkunden. So viel schon mal vorab. Nach der Schulung von SAPERION und dem Prototyping der Benutzer hat sich gezeigt, dass auf die Hälfte der schon modellierten Elemente verzichtet werden konnte.

Wenn ich dann auf die tpyische Frage, die uns immer wieder erreicht, zurück komme, die da lautet: “können Sie die Prozesse, die ich mit meinem Werkzeug modelliert habe, in Ihr System importieren”, dann gibt es zwei Grundaussagen schon einmal vorab:

  1. Wenn Sie Ihre Modelle im Format der BPMN 2.0 Serialisierung exportieren können, besteht eine gute Chance
  2. Gehen Sie davon aus, dass die Modelle nochmals vermutlich grundlegend überarbeitet werden müssen

Ergänzung vom 24.11.2010:

Wir haben es heute in die BPMN Supporter Liste der Object Management Group – OMG – geschaft. Die OMG ist der Hort, an dem die Spezifikation des Standards für die grafische Darstellung für Geschäftsprozesse, die Business Process Model and Notation – BPMN – erarbeitet wird.

Wie an der Liste leicht zu erkennen ist, befinden wir uns nun in guter Gesellschaft bekannter Hersteller von Modellierungswerkzeugen als auch BPM Suiten. Wir sind hier bisher der einzige ECM Hersteller, der sich geoutet hat.

Ergänzung vom 24.12.2010:

Nun auch eine Geschichte rund um das Thema BPM Round-Trip und die Mehrwerte mit dem SAPERION Process Editor powered by Signavio.

Ergänzung vom 22.05.2012:

Das folgende Bild zeigt das Zusammenspiel von Signavio und SAPERION. Signavio liest über einen Web-Service (Classic Connector) Nachschlagewerte für die ergänzenden SAPERION Attribute im Modeler. Mit dem Deployment wird das BPMN 2.0 XML-File zusammen mit einem Image des Prozesses ebenfalls via Web-Service an den Transformer übertragen. Dieser Mapped die BPMN 2.0 Elemente mit ihren Attributen auf die der SAPERION Prozess-Definition. Die deployten Prozesse sind direkt ausführbar und müsse nicht mehr in SAPERION nachgearbeitet werden. Am SAPERION Client steht dem Anwender die gleiche Prozess-Grafik wie in Signavio zur Orientierung zur Verfügung.

 

Zusammenspiel von Signavio und SAPERION

Zusammenspiel von Signavio und SAPERION

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: company,deutsch,general | Tags: , , ,

2 Comments »

  • Dr. Martin Bartonitz

    Transparenz und Beschleunigung – So klappt BPM in der Praxis
    So lautet der Artikel in der Computerwoche online. In einem der 4 Praxisbesipiel wird noch darauf hingewiesen, dass der Round-Trip nicht möglich wäre und daher in zwei getrennten Tools die Modellierung der Workflow für die Organisation und die Technik genutzt werden. Tenor ist aber in allen Beispielen: BPM nach transparent und effizient.

    Comment | 18 January 2011
  • [...] Bartonitz wiederum stellte fest, dass nach den Erfahrungen der Integration mit dem Tool Signavio Process Editor die BPMN 2.o schon ein guter Schritt in die richtige Richtung sei, wenn es um die technische [...]

    Pingback | 12 May 2012

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