Jul
20
2011

Stolpersteine bei der Einführung von BPM Governance Projekten

Wie schon in meinem vorhergehenden Post (“Erfolgsfaktoren von Prozessmodellierungsprojekten: eine Case Study“) berichtet,  besuchte ich den Workshop BPM Governance von der Berliner BPM-Offensive. Aus diesem brachte ich neues Wissen über BPM Governance Projekte mit. Dieses mal bestand der Workshop aus einer bunten Mischung an Teilnehmern aus den verschiedensten Bereichen wie Akademikern, Softwareherstellern, Beratern und  Mitarbeitern aus BPM Governance Projekten. Somit konnten verschiedene Ansätze und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Als Impuls folgt an dieser Stelle eine kleine Einführung in das Thema BPM Governance und anschließend ein Bericht von Problematiken aus Projekten und wie diese umgangen werden können.

Was ist BPM-Governance überhaupt?

Die BPM Governance ist einen Regelwerk, um Geschäftsprozessmanagement einzuführen und steuern zu können.  BPM Governance findet Anwendung, um Geschäftsprozesse aufzubauen, zu analysieren und diese monitoren und verbessern zu können. Als ein klassisches Anwendungsbeispiel kann die unternehmensweite Einführung von Prozesskennzahlen oder von Balanced Scorecards (BSC) genannt werden. Die strategische Planung und Durchführung bezieht sich nicht nur auf die Aufbauorganisation sondern auch auf die Ablauforganisation.

Stolpersteine bei der Einführung von BPM Projekten?

In den folgenden Gebieten sind bei einer Einführung Fallen zu erwarten:

  • Aufbauorganisation
  • Prozessmodellierung
  • Kennzahlen und BSCs
  • Wahl des richtigen Frameworks

Die Transformation der Aufbauorganisation zu einer Prozessorganisation findet auch heute noch nicht komplett statt. Das hierarchische Modell scheint in den Köpfen der Menschen verankert zu sein. Weitere kritische Faktoren bringt das Thema Prozessmodellierung mit sich, einige dieser Faktoren sind bereits im Modell, das im Post  “Erfolgsfaktoren von Prozessmodellierungsprojekten: eine Case Study” weiter erläutert wurde. Auch das klassische Thema Kennzahlen und BSCs ist heute schwierig zu integrieren, denn das Management interessiert sich meist nur für das Endergebnis von Prozessen. Weiterhin ist es auch wichtig, ein passendes Vorgehensmodell oder auch anerkanntes Framework  zur Einführung des gesamten Projektes zu wählen. An dieser Stelle möchte ich auf  die Frameworks IBPM und EBPM eingehen, diese hatte  Dirk Slama (inubit AG)  in seinem Präsentationsbeitrag vorgestellt. Sie sind in Zusammenarbeit mit Ralph Nelius nach langer Projekterfahrung entwickelt worden und in seinem Buch  “Enterprise BPM” näher beschrieben.

Frameworks zur Einführung von BPM-Governance

Die genannten Framewoks zur Einführung haben zwei Schwerpunkte beziehungsweise Ansätze. Auf der einen Seite den “projektorientierten Ansatz”, der im IBPM verankert ist. IBPM ist in 10 thematische Säulen aufgeteilt, die im Projekt strukturiert durchlaufen werden. Auf der anderen Seite unterstützt EBPM den “unternehmensweiten Ansatz” zur Einführung von BPM.

Fazit des Workshops:

Der Fokus zur Einführung von BPM-Governance sollte auf einzelnen Bereichen in der Unternehmung liegen. Zur Einführung sollte ein entsprechendes Framework genutzt werden, welches den Anforderungen wie  projektorientiert oder unternehmensweit entspricht.

Weitere Informationen zum Workshop hat Dirk Slama (inubit AG) in seinem Blog beziehungsweise auf der Projektwebsite Enterprise BPM zusammengefasst.

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Written by Christine Mummert in: deutsch,general | Tags: , , ,

2 Comments »

  • Dirk Slama

    Hallo Frau Mummert, vielen Dank für die Zusammenfassung! Leider kann ich den Link zur Case Study am Anfang des Artikels nicht öffnen (“You don’t have permission to access / on this server.”).

    MfG,
    D Slama

    Comment | 22 July 2011
  • Hallo Herrn Slama,jetzt müsste der Link gehen.

    Comment | 22 July 2011

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