Warum der rational denkende Nutzenmaximierer immer mehr zum ökonomischen Mythos wird
Ich hatte das Thema, dass unsere Ökonomen seit Jahrzehnten vermutlich ein falsches Bild vom Menschen als Homo Oeconimcus lehren, in dem Artikel Wird unsere alte Wirtschaftsreligion nach und nach widerlegt? Ist der Mensch doch kein reiner Nutzenmaximierer? schon einmal aufgegriffen. Ich habe heute den spannenden Artikel Dan Ariely – Die Logik der Unvernunft von Susanne Rytina im Focus Online gefunden, der Experimente des amerikanischen Verhaltensökonoms aufgreift, deren Ergebnisse dringend zum Umdenken in unserer Ökonomie bewegen sollten. Einige Thesen von Dan Ariely sind:
Der Mensch handelt irrational und die Vernunft ist eine Illusion … Wir Menschen halten uns zwar für unglaublich vernünftig, sind es aber mitnichten … Wir sehen die Dinge um uns herum immer im Verhältnis zu den anderen … Würden sich Unternehmen an sozialen Normen orientieren, würden sie feststellen, dass diese Normen Loyalitäten erzeugen und – noch wichtiger – die Mitarbeiter motivieren.
Gerade das Thema Motivation ist ja eines, wo unsere Wirtschaftswissenschaftler den Menschen als Nutzenmaximierer in die Ecke des Grundfaulen stellen, der nur durch Peitschen oder Zückerli aus seiner Lethargie zu holen ist (siehe X-Y-Theorie). Da zeigt gerade dieses Experiment, dass besonders Vertrauen (more…)



