May
28
2010

Unser Speicherbedarf wächst weiter rasant und damit die Herausforderung des Schutzes der Informationen

Unser digitales Universum explodiert

Unser digitales Universum explodiert

Eine neue Studie des Beratungshauses IDC mit dem Titel The Digital Universe Decade – Are You Ready? geht davon aus, dass sich unsere Manager aufgrund des großen Anstiegs unserer erzeugten digitalen Daten vorrangig um ihre Beherrschung kümmern müssen, denn

  • Last year, despite the global recession, the Digital Universe set a record. It grew by 62% to nearly 800,000 petabytes. A petabyte is a million gigabytes. Picture a stack of DVDs reaching from the earth to the moon and back.
  • This year, the Digital Universe will grow almost as fast to 1.2 million petabytes, or 1.2 zettabytes. (There’s a word we haven’t had to use until now.)
  • This explosive growth means that by 2020, our Digital Universe will be 44 TIMES AS BIG as it was in 2009 (Figure 1). Our stack of DVDs would now reach halfway to Mars.

Was ich besonders interessant finde, ist der Hinweis, dass immer mehr Anwendungen des Web 2.0 auch zu Firmenzwecken genutzt. Also Plattformen, wo die Anwender sich selbst registrieren können wie bei Xing, Facebook, Youtube etc. und auch für den eigenen Datenschutz dort verantwortlich sind. Im Sinne des Compliance und Risk Management mögen da so Manchem die Haare zu Berge stehen. Aber genau das ist dann die Herausforderung:

Wie kann dafür gesorgt werden, dass auf diesen Plattformen bewegte Geschäftsdaten einerseits vor unerlaubtem Zugriff geschützt sind?

Und wie kann dafür gesorgt werden, dass sie nach den Regeln der Aufbewahrungspflichten über die notwendige Dauer gespeichert werden?

Aber auch: der überwiegende Teil der Daten ist nicht aufbewahrenswert. Wie kann man sich diesen zeitnah entledigen, um Speicherplatz zu sparen?

Man solle sich das Wachstum unseres Digitalen Universums wie einen dauerhaften Tsunami vorstellen. So stark wie er ist, müssen wir ganz anders mit Informationen umgehen als bisher:

  • Wie finden wir die nötigen Informationen, wenn wir  sie brauchen? Wir werden neue Such- und Ermittlungswerkzeuge (search an discovery) brauchen. Der überwiegende Teil im Digitalen Universum sind unstrukturierte Daten (z.B. Bilder, Filme und Sprachdateien). Wir brauchen Verfahren, um diesen Daten strutkurierte hinzuzufügen. Wir müssen in  diese Informationskontainer hineinschauen können, so wie Inhalte wie z.B. ein Gesicht in einem mitgeschnittenen Sicherheitsvideo erkannt wird. Tatsächlich ist die am stärksten wachsende Kategorie im Digitalen Universum der Bereich der Metadaten, den Daten über Daten.
  • Wie werden wir wissen, welche Informationen wir aufbewahren müssen, und wie wir diese am besten speichern? Wir brauchen neue technische Lösungen, die eng verzahnt sind mit dem Speicher, aber wir brauche sicherlich auch neu Wege, die Informationen entsprechend zu verwalten. Wir müssen sie nach Wichtigkeit klassifizieren können, wissen wann sie gelöscht werden können, und feststellen, welche Information wir schnell brauchen.
  • Wie werden wir der stetig wachsenden Zahl von Verwaltungs- und Industrienormen und -regeln folgen können, Records aufzubewahren, Transaktion nachzuvollziehen und sie Privatsphäre von Information sicherzustellen? Compliance von Regularien ist eine komplett neue Industrie geworden – $46 Milliarden Umsatz im letzten Jahr – aber wird das genug sein?
  • Wie werden wir Informationen im Digitalen Universum schützen können, wenn wir entsprechende Sicherheiten brauchen? Wenn die Menge an Information jährlicher 50% pro Jahr wächst, der Teil der Information, der geschützt werden muss, wächst doppelt so schnell. Die Menge der ungeschützten aber dennoch sensitiven Daten wächst noch wesentlich schneller.

Jedenfalls eine lesenswerte Studie!

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,language | Tags: , , ,

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