Jul
17
2010

Was haben Milchflaschen-aufpickende Meisen mit effektivem Wissentransfer zu tun?

Meisen beim Wissenstransfer

Meisen beim Wissenstransfer

“In einer kleinen britischen Ortschaft waren Meisen und Rotkehlchen durch Zufall dahinter gekommen, die Aluminiumdeckel der allmorgendlich vor die Haustüren gestellten Milchflaschen aufzupicken und Milch zu ergaunern. Einmal erprobt, breitete sich dieses Verhalten in kürzester Zeit auf ganz England aus und griff bald auch auf den Kontinent über. Seltsamerweise aber nur bei den Meisen, nicht bei den Rotkelchen – und das, obwohl Meisen einen Revierradius von 25 km nicht überschreiten. Der Grund dafür liegt im Sozialverhalten der Tiere: Während Rotkehlchen eher schweigsame Einzelgänger sind, neigen Meisen zu regem Gezwitscher in Gruppen – oder, um mit unseren Worten zu sprechen – Meisen neigen zum Wissensaustausch im Netzwerk!”

Diese kleine Geschichte habe ich einem Ergebnisdokument des EU-geförderten Projekts MATURE entnommen. Plastischer kann man die Notwendigkeit einer funktionierenden Wissenstransferkultur nicht darstellen. Es werden die Firmen besser überleben können, die jede auch kleine Innovation durch Externalisierung von intrinsischem Wissen durch den jeweiligen Experten in den gemeinschaftlichen Wissenspool geben “lassen” und damit für schnelle Verbreitung sorgen.

In diesem Papier wird auch darauf eingegangen, wie eine solche Kultur geschaffen werden kann, wenn sie noch lahmt.

Fakt 1: jeder Mensch ist intrinsisch motiviert, sein Wissen mit anderen zu teilen. Vorhandene Rahmenbedingungen können dazu führen, dass Wissenstandssicherung eintritt,  z.B. durch mangelndes Vertrauen in die anderen Mitarbeiter oder den Vorgesetzten.

Fakt 2: extrinsische Motivation durch Bonuszahlungen erzeugt nur ein Streufeuer. Besser ist die Ausbildung einer Kultur des dauerhaftes Gebens und Nehmens.

Gefordert wird eine Anerkunnungskultur. Anerkennung darf aber nicht für Alltägliches verbraucht werden.

Wer Geschichten mag, hier ist auch noch eine: Wie eine Geschichte mit fünf Affen die Analogie zu den Problemen beim Ändern von alten Prozessen aufzeigt

Frohes Zwitschern

(hm, ob da wohl Jemand auch so gedacht hat, als er Twitter ins Leben rief?)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , ,

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