Welche Detailthemen sind im BPM die wichtigsten?
Die School of Management and Law an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat eine neue, 66-seitige Studie mit dem Titel Business Process Management 2011 – Status quo und Zukunft veröffentlicht. Diese empirische Studie zeigt den Reife- und Diffusionsgrad sowie zeitnahe und mittelfristige Trends im deutschsprachigen Europa auf. Insgesamt 219 Vertreter aus über 200 Unternehmen und Institutionen haben daran teilgenommen, im Schwerpunkt haben sich allerdings schweizer Unternehmen beteiligt. Die Studie zeigt interessante neue Erkenntnisse wie auch kritisch zu interpretierende Aspekte. Zudem gibt sie Auskunft zu Fragestellungen, die sich mit den aktuellen und zukünftigen Investitionen in BPM sowie auch mit Initiativen im Bereich Business Process Outsourcing (BPO) befassen.
Besonders interessant für uns aus Sicht eines Herstellers ist die Frage, welches die wichtigsten Detailthemen sind. Und hier bestätigt sich, dass noch immer primär die Dokumentation und Analyse von Prozessen im Vordergrund stehen und die hohe Kunst der aktiven Workflow-Unterstützung bei Vielen noch nicht angegangen ist. Somit erklärt sich auch, dass die Namen von Herstellern typischer Porzesssteuerungssoftwaren nur wenige Male genannt werden (siehe untere Grafik), dafür aber Hersteller von Modellierungs- und Analysewerkzeugen wie Software AG (hier ARIS Toolset, seitdem im letzten Jahr IDS Scheer übernommen wurde) oder Microsoft (Visio und Powerpoint, die meines Wissen über 50% von Organisationen eingesetzt werden).
Mit dieser Studie bestätigt sich unsere Entscheidung zur Kooperation mit unserem Partner Signavio, der mit seinem Process Modeler genau die wichtigsten BPM-Funktionen als seine Kernkompetenzen sieht. Und wie schon in dem Artikel SAPERION Convention #SAPCON11 – Nachlese 1 – Signavio auf dem Weg zur Prozessanalyse beschrieben, wird mit dem neuen Tool Process Analytics, das Anfang 2012 hinzukommt, der BPM-Round-Trip vervollständigt. Damit werden die Funktionen Modellierung, Dokumentation und Simulation um das Monitoring und die Analyse von realen Prozessdaten ergänzt. SAPERION kümmert sich “dazwischen” um die reibungslose und nachvollziehbare Vorgangsbearbeitung.
Leider taucht der Name SAPERION in der Grafik unten nicht auf, da er unter die Nennung anderer summiert wurde (nächstes Mal müssen wir schauen, dass noch mehrere unserer Kunden befragt werden ;-), aber immerhin ist auch Signavio schon mit 2 Nennungen dabei. Für zweieinhalb Jahr am Markt ein guter Anfang. Festzustellen ist zudem, dass es “nur” 118 Nennung ingesamt sind, so dass noch viel Luft für Interpretationen möglich ist.
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Prof. Allweyer hat gerade auf seinem Blog Kurze Prozesse die Studie ebenfalls diskutiert:
Neue Studie bestätigt begrenzte BPM-Umsetzung