Oct
17
2010

Wirtschaftswochenende (iPad Tag 3)

So wie versprochen habe ich mich jetzt am Wochenende mal mit den E-Book, PDF und Videos auseinandergesetzt. Das finde ich deutlich erfreulich und ziemlich gut gelungen.

Die Wirtschaftswoche auf dem iPad macht richtig Spaß, der PDF Viewer ist schnell und gut lesbar. Mich stört etwas das leuchtende Display, aber das ist Geschmackssache. Farben sind brillant, und auch Anzeigen werden schnell dargestellt, ohne die Minuten langen Wartezeiten auf dem Kindle. Auch Zooming: keine Probleme, ganz im Gegenteil. Mir fehlt die praktische „Zurück“-Taste, aber ggf habe ich die auch nur nicht gefunden, als ich versehentlich in der Miniaturansicht von Seite 61 auf Seite 1 gesprungen bin. Kann halt passieren, wenn man seine Handballen nicht unter Kontrolle hat.

Das Lesen von Büchern ist genauso gut, auch die Eingangsdarstellung eines Regals ist gut gelungen.  Allerdings habe ich keine Ordnungsmöglichkeiten gefunden, mehr als 10-20 Bücher würde ich daher nicht mitnehmen wollen. Hallo Apple: der Trend zum Zweitbuch nimmt zu!

Allerdings ist das im Endeffekt nur für Leute problematisch, die ihre Bücher über den Store verwalten. Denn dann hat man immer alle oder keine. Wer hingegen seine Sammlung außerhalb von iTunes mit Calibre (http://calibre-ebook.com) verwaltet, kann da sortieren und selektiv per Kopplung an iTunes auf das iPad spielen.

Das Blättern in den Büchern ist toll und intuitiv, und für Schnellleser kann man auch einfach wie beim Kindle mit dem Daumen klicken. Warum das im Kalender, der ebenfalls wie ein Buch aussieht, nicht genauso geht, wissen die Götter. Dort muß ich kleine Dreiecke drücken, Wischen o.ä. geht nicht.

Entgegen meinen Befürchtungen ist der Stromverbrauch wirklich recht minimal, zumindest im Standby. Jetzt verstehe ich auch, warum Andreas Kunze das iPad nie ausschaltet. Die 10 Stunden gelten nur, wenn man es benutzt, ansonsten läßt man es wie einen Kindle einfach rumliegen. Und das war jetzt der erste Moment, wo ich überlegt habe, es doch zu behalten. Denn am Morgen schnell in die Mail zu gucken, ohne in den Keller zu müssen, ist echt schön.

Wenn mir jetzt bloß noch einer diese Katastrophen-Software namens iTunes vom Halse schafft. Auf dem Laptop läuft sie nur mit Admin-Rechten: ok, veraltet, aber einmal Umstellen, fertig.

Hier zuhause hingegen kann man das iPad genau einmal einstecken nach dem booten (des Rechners), danach geht Synchronisieren (irgendwie  ohne Videos, aber das ist ws lösbar), aber danach abkoppeln und erneut ankoppeln geht nicht. iTunes meldet Fehler E8000065 oder E800006B. Wohlgemerkt: genauso, eine Meldung, die einen Hex-Code ausgibt. Allerdings stelle ich dann fest, daß auch Alternativ-Software mein iPad nicht ansprechen kann. Irgendwas ist hier USB-mäßig im Argen. Werde es wohl erstmal wieder mit dem Laptop probieren.

Nicht daß man übrigens Videos einfach so übernehmen könnte, man zieht sie auf iTunes und nichts passiert.  Nichts. Auch keine Fehlermeldung. Nach längerem Googeln finde ich heraus, daß QuickTime die Videos verstehen muß, und das tut es bei meinen nicht.

Aber zum Glück gibt es ja Videora (http://www.videora.com), mit dem man die Videos passend konvertieren kann. Genau wie Calibre geht das dann aber über iTunes, und iTunes läuft bei mir noch nicht. Aber das bekomme ich bestimmt noch hin. Frage mich nur, was ein normaler Anwender jetzt macht.

Und nach all dem Ärger dann eine echte Erleuchtung: ich schildere meiner Frau die Sache mit dem Schiebeschalter. Und sie braucht exakt einen virtuellen Klick (wir sitzen gerade im Spindler & Klatt beim Abendessen, http://www.spindlerklatt.com, sehr zu empfehlen), und dann schon schiebt sie. Ich merke: ich bin zu sehr auf Klicken gepolt. Man muß hier wischen. Wer jetzt denkt, daß damit klar ist, warum Frauen das gut können, ist politisch total unkorrekt und muß sich zur Strafe schämen.

So, diesmal war meine Erfahrung schon positiver. Mal sehen, wenn ich die Kopplung noch hinbekomme, könnte das iPad auch für mich nützlich sein. Für mobile Anwendungen wie die SAPERION-Rechnungsfreigabe (siehe der Bericht von Henning Emmrich) paßt es mit Sicherheit. Auch wenn ich mir in jedem Falle manchmal einen Stift wünschen würde.

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Written by Axel Kroll in: deutsch,general | Tags:

4 Comments »

  • Andreas Kunze

    Apple hat dank iPhone und iPad seinen Quartalsgewinn um 70 Prozent gesteigert: http://bit.ly/cgfwb4

    Comment | 19 October 2010
  • Axel Kroll

    Korrekt. Allerdings verdient sich Microsoft mit Windows und Office dumm und dämlich, und auch diese Produkte sind nicht perfekt.

    Comment | 19 October 2010
  • Sven Kaiser

    Sehr geehrter Herr Kroll, gestatten Sie mir als interessierter Marktbegleiter einen positiv gemeinten Kommentar zu Ihren Testtagen: Es war für mich faszinierend zu lesen, wie “neu-entfacht” gerade sie als CTO sich offenbar erst jetzt mit dem Handtaschen-Schmeichler von Apple befassen. Da war ich schon verwundert, nahm ich doch der Werbung Ihres Hauses folgend immer an, dass Saperion schon eine iPad-App im Store hat – nur konnte ich dort nichts finden, außer dem Hörbuch, was ja schon mal ne nette Sache ist. ELO, d.velop, Ceyoniq und OPTIMAL SYSTEMS haben im AppStore Ihre Angebote präsent – vielleicht hakt es ja aber auch nur an der Freigabe seitens Apple, und dann hätten schon vier der sieben ECM Allianz Member Angebote für die mobile Informationsverarbeitung auf dem Markt. Das tut dem ECM Markt nur gut. Ihr “Testbericht” war in jedem Fall amüsant zu lesen. Herzliche Grüße von Wilmersdorf nach Charlottenburg

    Comment | 19 October 2010
  • Axel Kroll

    Hallo Herr Kaiser,

    “Handtaschenschmeichler” finde ich gut, das werde ich demnächst mal klauen. Die iPad-App ist inzwischen verfügbar, aufgrund der unglaublich offenen Struktur der ganzen Apple-Welt dauert das ja immer etwas (mir lag jetzt fast “ewig” auf der Tastatur :-)).

    Was meinen Test angeht: zwischen Evaluation für Anwendungen und dem direkten persönlichen Kontakt liegen ja immer durchaus Welten.

    Anwendungen wie unsere Rechnungsverarbeitung oder auch Ihre Anwendungen sind ja auf sehr fokussierte Prozesse gerichtet. Da denke ich ist das iPad Klasse.

    Ich als typischerweise auf 2-5 Hochzeiten gleichzeitig tanzender Multitasker wollte man sehen, ob man auch da glücklich wird. Da habe ich gewisse Zweifel, und nehme lieber Smartphone (non-Apple) und Stift.

    Aber das Ganze ist ja noch am Anfang, und die mobile Informationsverarbeitung wird m.E. rapide und immer schneller wachsen. Hier sind gerade leistungsfähige Produkte zur Arbeit in der (privaten oder public) Cloud sehr wichtig, mit denen ich mich (und meine Kollegen hier auch) momentan stärker beschäftige.

    Insofern ist das letzte Wort sicherlich noch lange nicht gesprochen, und wir sehen uns (und vor allem unsere Kunden) bestimmt in Bälde mit unterschiedlichen Geräten alle auf “Wolke 7″. Wischen oder Tippend.

    In diesem Sinne Gruß zurück und man sieht sich.

    Comment | 19 October 2010

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