Sep
12
2011
5

Fazits von der BPMCon 2011 – Angst versus Liebe

Ich hatte letzten Freitag Gelegenheit, an der BPMCon 2011, veranstaltet in Berlin von der camunda, sowohl teilzunehmen als auch über unsere Erfahrungen mit der Interoperabilität der BPMN 2.0 zu berichten.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und Hut ab für die “jungen” Ausrichter, die es zudem geschafft haben, über 100 Teilnehmer versammeln zu können. Dies war keine der sonst üblichen Kongressen, auf denen viel Wert auf Etikette gelegt wird. Einerseits sorgte das bodenständige Ambiente der Umspannwerks Kreuzberg, das SAPERION selbst schon für Events genutzt hat. Andererseits lag dies an der legeren Kleidung als auch der lockeren Ansprache mit Ihr und Du durch die Ausrichter.

Ein besonderes Highlight war der Keynote-Vortrag von Gerhard Wohland mit dem Titel Dynamikrobuste Prozessgestaltung – über die schwierige Koexistenz von Prozess und Dynamik. Herr Wohland ist Autor des sehr empfehlenswerten Buchs Denkwerkzeuge der Höchstleister: Wie dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen. In dem Vortrag ging es um die Unterscheidung von toten (blau) und lebendigen (rot) Prozessanteilen im Unternehmen. Blaue Anteile sind (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: general,process management | Tags: ,
Sep
04
2011
0

Sind unsere grafischen Modellprozesse amateurhaft?

Der australische Modellierungsexperte Daniel Moody stellt den meisten grafischen Notationen ein schlechtes Zeugnis aus. Prof. Allweyer berichtet ein weiteres Mal über das Expertentreffen BPM 2011 in Frankreich.  Er schreibt:

Bei den meisten grafischen Notationen seien die damit erstellten Modelle nachweislich ineffizienter als textuelle Beschreibung. Insbesondere für Fachanwender seien die Diagramme sehr schwer verständlich.

… Das Augenmerk bei der Entwicklung von Notationen liege ausschließlich auf der Semantik. Die Wahl der Darstellungsmittel erfolge meist rein intuitiv – man könnte auch sagen: komplett amateurhaft.

Konkreter heißt es dann z.B. für die BPMN, auf die wir ja vor 2 Jahren auch gesetzt haben und mit der Version 7 im letzten Jahr in SAPERION Workflow unterstützen und gleichzeitig auch den Import von Modellen aus dem Process Editor von Signavio ermöglichen:

Semiotische Klarheit bedeutet, dass jedes Konzept durch genau ein Symbol ausgedrückt wird. Gegen dieses Prinzip verstößt etwa die BPMN an vielen Stellen. So gibt es für viele Sachverhalte gleich mehrere Darstellungsmöglichkeiten. Beispielsweise kann eine exklusive Verzweigung entweder (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,process management | Tags: ,
Sep
02
2011
0

Blick in die BPM-Glaskugel: Trendanalyse vom BPM-Technologie Event in Frankreich

Im französischen Clermont-Ferrand in Frankreich traf sich gerade die wissenschaftliche Prozessmanagement-Community auf der BPM 2011. Prof. Allweyer berichtet auf seinem Blog Kurze Prozesse mit mehreren Artikeln von den wichtigesten Aspekten, zuletzt in dem Artikel BPM-Technologie: Im Backoffice oder Treiber für Business-Innovationen? In diesem ist u.a. zu lesen:

Mike Marin von IBM …: Seiner Ansicht nach ändert sich die Art wie wir arbeiten. Die Möglichkeiten von sozialen Plattformen und Cloud-Computing kommen den Anforderungen von Wissensarbeitern entgegen. Der Ansatz, diesen Mitarbeitern ein komplett vordefiniertes Prozessmodell aufzuzwingen, funktioniere nicht. Daher plädierte auch er für Systeme, die Flexibilität zur Laufzeit aufweisen. Als Beispiel nannte er Content Management-Systeme, die früher vor allem der Speicherung und Verwaltung von Aufzeichnungen dienten. Das genüge aber nicht mehr, die Inhalte müssten aktiv zur Kommunikation genutzt werden. Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht er das Adaptive Case Management an.

Das Fazit, das ich aus seinen Artikeln zu diesem BPM-Event ziehe ist, dass das Lagerdenken (more…)

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Sep
01
2011
0

Steuervereinfachungsgesetz liegt nun im Vermittlungsausschuss

Die Bundesregierung hat gestern endlich den Vermittlungsausschuss angerufen, um den notwendigen Kompromiss für das Steuervereinfachungsgesetz auf den Weg zu bringen. Wie zuletzt am 11. Juli im Artikel Rechnung ohne Signatur doch nicht so schnell wie der Schall? berichtet, hatte zuletzt der Bundesrat das Gesetz gestoppt. Mal schaun ob es reichen wird, das Gesetz noch nachträglich zum 1.7.2011 in Kraft zusetzen.

Auf der Web-Site der Bundesregierung ist wie folgt zu lesen:

Der Vermittlungsausschuss ist ein aus Bundestag und Bundesrat paritätisch gebildetes Gremium: Er besteht aus 16 Mitgliedern des Bundesrates und ebenso vielen des Bundestages, die entsprechend den Fraktionsstärken benannt sind. Seine Aufgabe liegt darin, einen Konsens zwischen Bundestag und Bundesrat zu finden, wenn vom Bundestag beschlossene Gesetze im Bundesrat keine Mehrheit finden. Weichen Beschlüsse des Vermittlungsausschusses von denen des Bundestages ab, ist eine erneute Beschlussfassung im Bundestag erforderlich. Ist zu einem Gesetz die Zustimmung des Bundesrates erforderlich, so können auch der Bundestag und die Bundesregierung die Einberufung des Vermittlungsausschusses verlangen, um eine Einigung herbeizuführen.

Und (more…)

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