Ich habe ihn, meinen neuen Personalausweis (zumindest Test-…)
Ich habe die Ehre (?) zu einer der ersten Testern des neuen Personalausweises (nPA) zu gehören. Die Testphase endet am 31. Oktober 2010 und am 1. November 2010 gehen dann die ersten echten Ausweise raus. Es werden insgesamt 30 Firmen entsprechende Testanwendungen zur Verfügung stellen
Letzten Samstag habe ich ihn in meinem Briefkasten gefunden. Mit dabei war auch ein Kartenlesegerät. Und da war dann auch gleich die erste Enttäuschung. Soll doch der nPA auch zum qualifizierten Signieren genutzt werden. Aber das mitgelieferte Kartenlesegerät hat keine eigene, gesicherte Tastatur und ist damit nicht geeignet für das beweissicherste Signieren nach Signaturgesetz. Ein weiteres Manko: ich bin ja schon Besitzer einer Siganturkarte. Diese besitzt einen Kontaktchip. Der nPA kommt aber kontaktlos, was auch mein neues Kartenlesegerät beherrscht, aber auch nur das. Ich kann damit meine bisherige Signaturkarte nicht verwenden.
Das Bild wurde mit dem innovativen Scanner sceye von silvercreations software AG aufgenommen.
Am Montag bekam ich noch ein Einschreiben von der Bundesdruckerei. Darin enthalten waren meine PIN und PUK. Die PIN habe ich auch schon ändern können. Die PUK dient zum wieder Freischalten, wenn ich die PIN drei Mal hintereinander vertippt habe. Geht aber auch nur 10 Mal. Dann ist der nPA wohl dahin und muss neu bestellt werden?
Das Installieren der Bürgerclients, mit dem der nPA am eigenen Rechner zum Authentifizieren und zum Signieren genutzt werden kann, lief auf nicht ganz glatt. Einerseits war nur etwas zum Download in den Begleitschreiben enthalten. Das Suchen nach weiteren Informationen war etwas Forschungsarbeit. Auf meinem Home-PC unter Windows 7 konnte der Client nach einem erneuten Booten das Lesegerät ansprechend und auch das Ändern der PIN war möglich. Dagegen will es auf meinem Firmenlaptop unter Windows XP gar nicht. Das Gerät wird zwar erkannt, die Treiber werden aber nicht “akzeptiert”. Also werde ich hier die Hotline für 3,9 Cent die Minute bemühen müssen.
Dann wollte ich heute mit weiteren Tests starten. Aber da muss ich dann doch noch auf weitere Informationen meines “Providers” warten. Es gibt vom Fraunhofer Institut eine Plattform mit Zugangsdaten, auf denen die 30 Anwendungen gelistet sind, die die Probanden wie ich testen sollen und zu denen wir unsere Testergebnisse eintragen sollen.
Auf meinem Test-nPA ist auch kein “qualifiziertes” Zertifikat aufgespielt, d.h. es ist nur die eID für die elektronische Identifikation mit dabei. Somit ist das Testen des elektronischen Signierens wohl auch nicht vorgesehen :-(
Ich konnte beim Antrag beliebige Daten angeben, u.a. auch ein Comic-Bild als mein Konterfei. Auch eine Unterschrift wurde nicht abgefordert, genauso wenige wie eine Identifikation a la PostIdent-Verfahren.
Weitere Ergebnisse, was denn mit dem nPA nun alles angestellt werden kann, melde ich, sobald ich weiter bin.
4 Comments »
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na dann viel Spaß beim Beta-Testen :) Wann soll der nPA denn flächendeckend eingesetzt werden?
OK, habe ich noch reingeschrieben.
Das ist irgendwie schon ernüchternd. Ich bin die Liste der Anwendungstests durchgegangen und habe mir als nächste das eTicket-System des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr vorgenommen, denn auch hier bin ich potentieller Kunde, wohne ich doch im Bereich des Verbundes.
Auch hier finde ich nach Langer Suche keine Hinweise auf der Web-Site, was genau zu tun ist, um hier etwas zu testen. Ich warte nun auf Antwort von Testanbieter :-(
Nachtrag vom 30.03.2010.: Ich habe gestern nun die Info des Testanbieters VRR erhalten. Getestet werden kann erst einmal nur an den Terminals in den Centern des VRR, wenn ein Abo-Ticket gekauft wird. Eine Anwendung per Internet wird dann ev. später erfolgen.
VRR-Info neuer ePA
Ich hatte Mal wieder etwas Zeit zu schauen, welche Testanwendung mir denn für den neuen Personalausweis zur Verfügung steht. Das ist dann doch etwas dürftig. Keine De-Mail dabei, auch kein Deutsche Post Onlinebrief.
Na gut, aber immerhin findet man auf der Liste die Rentenversicherung. Und da ich dort Kunde bin, bin ich schnell mal auf die Web-Site. Dabei habe ich mich dunkel erinnert, dass ich es dort vor über 2 Jahren mal mit meiner alten Signaturkarte (1024er Schlüssel) versucht hatte und gescheitert war, da entweder die Karte oder das Kartenlesegerät nicht erkannt wurde.
Aber auch hier war ich nur zur Hälfte erfolgreich. Auf der Web-Site habe ich keinen Hinweis zur Teilnahme an dem Test gefunden :-( Aber immerhin habe ich nun einen Zugang mit meiner neuen Signaturkarte und meinem neuen Kartenlesegerät gleich im ersten Durchgang hinlegen können. Auch wenn ich etwas irritiert darüber war, dass ich irgendeine SsecCommerce ID, die nicht die Signatur-ID sei, zuerst eingeben müsse, es dann aber doch irgendwie nicht musste. Na ja, der eService der Rentenversicherung ist ja auch erst ein paar Jahre online.
Eigentlich hätte ich auch mit meinem Windows 7 auf meinem privaten PC nicht teilnehmen dürfen. Jedenfalls kennt man dort erst das Windows Vista. Aber meine Rentenaufstellung konnte ich nun online bekommen :-)
Ich habe dann mal angefragt, wie das mit der Testanwendung für den neuen Personalausweis aussieht. Wenn ich Neues weiß, melde ich mich dazu wieder.