Prof. Gunter Dueck bringt es mal wieder auf den Punkt: Wer wirklich will, braucht keinen Aktionsplan
Ich hatte mich schon häufiger gefragt, warum immer wieder große Aktionspläne entworfen werden, bevor man mit der Arbeit wirklich beginnt. Prof. Dueck öffnet einem die Augen an Beispielen seiner eigenen Jugend, die ich inzwischen durch sein aktuellstes Buch Aufbrechen!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen schon ein wenig mehr kennen lernen durfte. Es ist ganz einfach. Wer eigentlich nicht wirklich will, der verlangt einen Aktionsplan. Wer sich dagegen sicher ist, dass er es haben will, sagt nur einfach “fang an”. Auf die Idee zu seinem neuesten Artikel kam er durch seinen Boss, der zu seinem Team sagte:
„Überlegt, was ihr wollt, macht einen Plan dafür und setzt ihn konsequent um. Macht keinen Plan, den ich schön finde und für den ich euch streichle. Plant, was ihr wirklich wollt.“
Aber lesen Sie selbst: Den Plan erzwingt man leicht, seine Umsetzung nicht
Im Umkehrschluss bedeutet das wohl, dass Projekte mit heren Zielen, die im Sande verlaufen, dann eigentlich nicht wirklich gewollt waren. Sprich es hing nicht so viel Herzblut daran, dass es sich neben dem täglichen Business noch durchsetzen ließ. Es wurden nur unnötig Resourcen verbraucht. Das erinnert mich auch Prof. Peter Kruses 8 totsicheren Regeln des für den totalen Stillstand im Betrieb.
Siehe auch: IBM´s Chefarchitekt Prof. Gunter Dueck begeistert mit seiner Definition einer “menschlichen” Ökonomie
3 Comments »
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Na ja, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Das Zitat finde ich richtig, man macht einen Plan, den man wirklich will. Und nur wenn man ihn wirklich will, wird er auch durchgeführt werden.
Aber das Entscheidende ist schon, daß man auch einen Plan macht. Alles andere ist Herumgestümpere. Oder um zwei andere Zitate zu bringen:
“Ein Plan ersetzt den Zufall durch den Irrtum”
“Gewinner haben einen Plan, Verlierer haben Gründe”
Also: vordenken, dann umsetzen. Beides mit Herzblut.
Heute sind Pläne aber keine Vordenkerpläne, sondern Rechtfertigungsorgien…Rationalisierungen, warum es getan werden muss, was man eigentlich nicht will…was man machen muss…es geht mehr um Investitionsrechtfertigungen, nach denen der “Plan” dann gestylt wird. Ausgaben und Termine werden nach der Rechtfertigung “geplant”, nicht nach dem, was man tun soll…das wollte ich kritisieren!
Da haben Sie recht, solche sog. Pläne sind die Bäume nicht wert, die deswegen gefällt wurden.
Mir geht es aber darum, daß mir oben die Schlußfolgerung aus Ihrer absolut berechtigten Kritik zu weit ging. Nur weil viele Pläne Rechtfertigungsorgien sind, sollte das einen nicht davon abhalten, vor spannenden und mit Herzblut und Engagement inititierten Vorhaben trotzdem zu planen. Und dann klappt die Umsetzung auch.