Oct
12
2010
0

Die Hölle wünscht sich Regeln und der Himmel weniger Harmonie

Musical-Szene aus Paradise of Pain

Musical-Szene aus Paradise of Pain

…, so die Erkenntnis des Musicals Paradise of Pain, aufgeführt von der BZN-Musical AG aus Reutlingen. Ich habe am letzten Wochenende das erste Mal die Gelegenheit gehabt, mir auf dem 4. Europäischen Jugend und Musical Festival vier von insgesamt acht Aufführungen von jungen Künstlern im gerade Mal 10.000 Seelen zählenden Herxheim anzuschauen. Alle Ensembles hatten wie durch Zufall ein gemeinsames Thema: die Hoffnung auf eine bessere Welt.

Was hat mir an dem Musical Paradise of Pain so gut gefallen? Nun, neben der Performance der Gruppe passte die Geschichte sehr gut zu den von mir schon thematisierten Problemen der Regelkonformität (Compliance), die auf der einen Seite hilfreich, (more…)

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Oct
06
2010
5

Change Management: Sich ständig ändern zu müssen ist wider den Energiehaushalt unseres Gehirns

So mein Fazit nach einem der interessanteren Vorträge des Gehirnforschers Prof. Gerhard Roth auf dem gestrigen Jahreskongress für Organisation und Management der Gesellschaft für Organisation, auf der wir unsere elektronische Personalakte vorgestellt haben. Herr Roth begründete einerseits, warum es uns Menschen so schwer fällt, von lieb gewonnenen Gewohnheiten loszulassen, und führte andererseits aus, was man tun kann, um sich selbst oder andere Menschen in ihrer Verhaltensweise zu ändern.

Die Erkenntnisse der letzten 10 Jahre Gehirnfoschung (Neurologie) zeigen, dass unsere Entscheidungen über unsere limbisches System, unserem Zentrum für Emotionen vorweg genommen werden und unser Bewusstsein quasi nur noch bestätigt. Unser emotionales Nervenkostüm wird im Wesentlichen (more…)

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Oct
01
2010
1

Wenn Du Gutes für den Menschen erreichen willst, argumentiere wirtschaftlich!

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Wenn man sich so den Lauf der Aufklärung bis heute anschaut, so haben sich viele positive Dinge für uns Menschen ergeben. Auf den ersten Blick sieht es danach aus, dass wir aus humanistischen Gründen handeln. Auf den zweiten Blick steht wohl eher der wirtschaftliche Nutzen als tatsächlicher Beweggrund da.

Wir hatten in dieser Woche intern über die Abschaffung der Sklavenhaltung als ein Beispiel für eine krasse Änderung von Mitarbeiterführung diskutiert. Das damalige Menschenbild war das Extrem des X-Menschen (siehe Post Phasic Instincts – wann sind wir gute Y-, wann schlechte X-Menschen?). Der Sklave galt als von Natur aus faul. Laut Aristoteles war er nur ein Werkzeug, wenn auch ein Gehorsamvorauseilender und damit besser als ein toter Gegenstand. Der Erste, der neben humanistischen Gründen zur Abschaffung der Sklavenhaltung auch den wirtschaftlichen und damit zündenden Aspekt anführte, (more…)

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Sep
28
2010
0

Phasic Instincts – wann sind wir gute Y-, wann schlechte X-Menschen?

Ich bin wieder ein paar Kapitel weiter im Buch Abschied vom HOMO OECONIMCUS … von Prof. Gunther Dueck. Dass es lange Phasen des Aufs und Abs in unserer Wirtschaft gibt und dass in der Phase des Abs der Zitronenhandel blüht, ist nur eine negative Seite. Herr Dueck bringt es auf den Punkt: während des Aufschwungs sind wir alle lieb miteinander, weshalb auch ein eher moderierender Managertyp in dieser Phase den Vorzug erhält. Im Abschwung handeln wir im Großen wie im Kleinen mit Zitronen und es ist der Manager mit der Peitsche gefragt. Denn waren vorher alle Mitarbeiter hochmotiviert, (more…)

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Sep
16
2010
1

Und es gibt doch Hoffnung, wie auf BITCOM´s KnowTech 2010 zu erfahren war

Gewusst? Als Deutscher ist das zwischen meinen Ohren mein persönliches Wissenskapital. Dagegen gehört das, was ich während meiner Arbeitszeit niedergeschrieben habe, der Firma, in der ich beschäftigt bin.

Da dies so ist, hält sich in Deutschland in vielen Firmen noch die Kultur des Wissenshortens. Aber auf der diesjährigen KnowTech mit über 400 Teilnehmenr konnte ich mir eine Reihe von Vorträgen anhören, die zeigten, wie man erfolgreich Wissen managen kann. Diesen Erfolg haben mir in vielen Gesprächen auch Personen bestätigt, die in ihren Firmen die Rollen des Knowlegde Managers wahrnehmen.

Dass die Externalisierung von Wissen immer wichtiger wird, hören wir mittlerweile täglich. Alte Mitarbeiter gehen nun verstärkt in Rente und nehmen ihre Erfahrung mit. Aber auch die Fluktuation von Mitgliedern in Projekteams macht zu schaffen, wenn sie nicht kontinuierlich ihre Beiträge in ECMS, DMS, WMS, Wikis, Blogs oder anderen Content Management Systemen hinterlegen.

Allen Beiträgen war gemein, (more…)

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Aug
10
2010
1

Wir brauchen für die Balance zwischen Stabilität (Prozessoptimierung) und Instabilität (Innovation) neue Führungseigenschaften, so Prof. Peter Kruse

Da sich unser Markt immer schneller dreht, brauchen wir nach Prof Peter Kruse zunehmend eine strategische Balance zwischen Stabilität und Instabilität. In der Phase der Stabilität verdienen wir Geld. Hier ist zu optimieren (Business Process Improvement). In der Phase der Instabilität ist Innovation gefragt, um zu den notwendig neuen Mustern zu wechseln (Change Management). In dieser Phase wird Geld verloren, das investiert werden muss. Der Manager der Zukunft braucht daher die folgenden vier Fähigkeiten, um hier die Balance halten zu können. Er muss in der Lage sein

  1. (kybernetische) Systeme zu organisieren im Sinne der Optimierung
  2. zu coachen im Sinne der Teamführung
  3. zu faszinieren im Sinne der gemeinsamen Sinnstiftung
  4. die Vernetzung von Menschen zu fördern im Sinne einer übersummativen Intelligenz

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Jul
24
2010
0

Man kann Firmenkulturen nicht managen sondern nur über Diskurse entstehen lassen, sagt Prof. Peter Kruse

Stellt eine Firma fest, dass intern die Kultur zum Einhalten von Regularien nicht zum Besten gestellt ist, so reicht es laut Prof. Peter Kruse nicht aus, die wichtigsten Spielregeln aufzuschreiben und bekanntzugeben. Es braucht Diskurse rund um die Kernaussagen, um die Kultur daran neu auszurichten.

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Jul
23
2010
0

Lange war es still um das Wissensmanagement. Spült Adaptive Case Management und der Web 2.0 Hype nun dieses Thema auch wieder hoch?

Ich kann mich gut erinnern, dass in den Jahren des Internet-Booms kurz nach der Jahrtausendwende auch das Thema Wissensmanagement ein Hype war (ein Wissenstransferbeispiel). Auch die SAPERION hatte damals das Thema mit beworben. Ich habe sogar noch einen historischen Brancheneintrag mit unserem alten Logo gefunden, wo es heißt: “SAPERION® – Unternehmensweites Dokumenten- und Knowledge Management”.

Prof. Dr. Ronald Maier sieht den Grund für die zeitweilige Beruhigung in der Problematik der schwierigen Bewertung von explizit gemachtem Wissen und dem resultierenden Nutzen. Zudem fehlte es damals an akzeptablen mobilen Anwendungen, da Knowledge Worker u.a. viel unterwegs sind. (more…)

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Jul
18
2010
3

Dan Pink says: Incentives will slow down business performance, the science knows, but business ignores

Dan’s point is that rewarding performance mostly doesn’t work and often leads to worse performance. For tasks that are simple and straight-forward and require no creativity or cognitive skills, extrinsic motivation works fine and promising people rewards for good performance increases performance. But as soon as a task requires even rudimentary cognitive skills, performance decreases if you offer performance rewards. And the larger the reward, the worse the performance.

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Jul
17
2010
0

Was haben Milchflaschen-aufpickende Meisen mit effektivem Wissentransfer zu tun?

Meisen beim Wissenstransfer

Meisen beim Wissenstransfer

“In einer kleinen britischen Ortschaft waren Meisen und Rotkehlchen durch Zufall dahinter gekommen, die Aluminiumdeckel der allmorgendlich vor die Haustüren gestellten Milchflaschen aufzupicken und Milch zu ergaunern. Einmal erprobt, breitete sich dieses Verhalten in kürzester Zeit auf ganz England aus und griff bald auch auf den Kontinent über. Seltsamerweise aber nur bei den Meisen, nicht bei den Rotkelchen – und das, obwohl Meisen einen Revierradius von 25 km nicht überschreiten. Der Grund dafür liegt im Sozialverhalten der Tiere: Während Rotkehlchen eher schweigsame Einzelgänger sind, neigen Meisen zu regem Gezwitscher in Gruppen – oder, um mit unseren Worten zu sprechen – Meisen neigen zum Wissensaustausch im Netzwerk!”

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