Feb
17
2012
1

Was hat mehr Potential: Steigerung der Prozesseffizienz oder Förderung der Innovationskultur?

Ich hatte Max J. Pucher, erfolgreicher Unternehmer und Vordenker im Business Process Management, schon ein paar Mal auf unserem Blog erwähnt. Er ist einer Jener, die das Thema Adaptive Case Management im Kontext des BPM visibel gemacht haben. Nun habe ich wieder einen denkwürdigen Artikel von ihm auf meiner letzten Zugfahrt gelesen, der unterstreicht, welche Innovations-fördernde Werkzeug uns mit den neuen interaktiven Werkzeugen des Web 2.0 in die Hand gegeben wurden. Und er hat noch ein paar weiter interessante Thesen in dem Artikel aufgeworfen, über die ich berichten möchte.

Ebenso hatte ich schon darüber berichtet, dass nur der kleinere Teil unserer Prozesse wirklich strukturiert ist, wenn es hoch kommt ca. 35%. Der Rest unserer Prozesse läuft nicht vorausbestimmbar ab. Und da diese Prozesse mit Ereignissen umzugehen haben, die einfach so eintreffen, wie so Vieles in unserer komplexen Wirtschaft, kommt es auf die Kreativität der Beteiligten an. Nicht umsonst hatte sich die Keynote Speakerin Jenyll Hill vor einem Jahr auf dem Gartner BPM Summit Event auf die Bühne gestellt und empfohlen: “Wenn Sie agiler werden wollen, dann lassen Sie die Entscheidungen dort fallen, wo die Arbeit stattfindet, denn hier wird am besten gewusst, was gebraucht wird.” Ich hatte Anfang der Woche im Zug noch in einem Gespräch mit einem Studenten über die frühen Erfahrungen des Gründers der Drogerie-Kette DM erfahren: Prof.  Werner hatte ein einschneidendes Erlebnis, das ihm die unnötig (more…)

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Jan
16
2012
1

Die neuen BPM-Trends für 2012: was uns dieses Jahr anmachen wird …

Es ist wieder einige Zeit her, daher habe mich mal wieder umgeschaut, welche neuen Akronyme, Begriffe und sonstigen Schönheiten sich am BPM-Horizont bemerkbar machen, jedenfalls was die Marktanalysten so sehen. Fangen wir mal mit Gartners Hype Cycle for Business Process Management aus 2011 an. Da ich die Grafik hier nicht veröffentlichen darf, so sei noch kurz für Jene, die ihn nicht kennen, gesagt: der Hype Cycle wird für viele Technologien von Gartner erstellt, um den Reifegrad der einzelnen Disziplinen zu visualisieren. Es ist eine Kurve, die von null startet und über die Zeit ähnlich einer Gaußkurve zu einem Maximum ansteigt. Produkte oder Methoden, die unten aufgeführt werden, sind ganz neu am Markt und damit ein neuer Hoffnungsträger. Wenn sie oben angekommen sind, ist der Hype, also die größte Aufmerksamkeit und Erwartung erreicht. Anschließend geht es erst einmal wieder bergab in das Tal der Ernüchterung. Produkte die das Tal durchschreiten und den dann flachen etwas höher liegenden Ausläufer erreichen, dürfen sich als ausgereift betrachten.

Und nun kommt´s: Auch nach Jahren dieser BPM-Hype-Veröffentlichungen sind die BPM-Suiten immer noch nur auf der Hälfte des Abgangs in die Talsole registriert. Überholt haben sogar die Business Rule Management Suiten. Ausgereift sind allein die Disziplinen Business Activity Monitoring sowie die BPM Standards.

Aber schauen wir mal nach, was da an neuen Punkten am Anfang der Kurve zu finden ist:

Ganz unten am Fuße des Berges findet sich das Akronym S-BPM für Subject-Oriented BPM, einer Disziplin aus einem akademischen Zirkel in Deutschland inkl. einem Produkt. Hut ab, dass sie es auf die Kurve gebracht haben.

Etwas höher angesiedelt ist EAD, stehend für Enterprise-Class Agile Development.  Das (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: general,process management | Tags: , , , ,
Jan
09
2012
0

Is the thinking of business processes in BPM or ACM only a battle of hemispheres?

I will invite you reading the new article of Max J. Pucher, one of our thought leader in the area of efficient business processes: ACM and BPM: A Battle of The Hemispheres?

In June of 2010 I wrote the article WfMC’s Thought Leader proclaimed the next BPM revolution in Maidenhead at the end of 2009. It was about Adaptive Case Management – ACM – defined as the complement of Business Process Management -BPM. While BPM is dealing with the predictable processes with structured activity chain models the ACM is about the handling of unpredictable sequences of task within complex envirionments. Analyses of Gartner showed that about 65% of our processes are more unpredictable, so patterns are not the way to describing these processes.

And what I saw in the past was a discussion battle about whether there are benefits of documenting processes via BPMN or other such modelling notations or not. Max is one of the advocacies ot the not. And in his new article he comes to the conclusion, that the battle comes from (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: english,process management | Tags: , , ,
Nov
11
2011
0

Informationsstrategie: Insellösung oder ganzheitlicher Ansatz ist hier die Frage

Wann immer man sich Gedanken um eine Lösung zur Verwaltung der Informationsobjekte für einen Bereich in seinem Unternehmen oder seiner Organisation macht, ist immer abzuwägen: Investiere ich in eine Insellösung, die schnell und exakt die aktuellen Anforderungen löst – z.B. die Archivierung von E-Mails oder Web-Auftritten – oder investiere ich in eine Lösung, die mir auch in den meisten anderen Fällen helfen wird?

Die Verwaltung von unstrukturierten Informationen im Unternehmen im Sinne einer ganzheitlichen Informationsstrategie ist eine erfolgskritische Aufgabe. Sie gewährleistet, dass Informationen reibungslos im Unternehmen zirkulieren können. Daten und Dokumente werden von den verschiedensten – internen und externen – Systemen erzeugt und müssen gleichzeitig an Folgesysteme zur weiteren Verarbeitung übergeben werden. Das Management von Dokumenten muss also die gesamte Wertschöpfungskette umspannen. Nur so kann überhaupt eine hohe Qualität des Gesamtprozesses erreicht werden. Sind Informationen nicht in die unternehmensweite Informationsstrategie eingebunden – liegen sie also mehr oder weniger in separierten Datensilos – dann drohen Qualitätseinbußen im Prozess: Informationen sind nicht dort verfügbar, wo sie benötigt werden; Dokumente werden evtl. teilweise redundant gehalten, was schnell zu Widersprüchlichkeiten führt; Daten sind nicht “im Kontext” verfügbar, was eine Rundumsicht auf alle Informationen, die z.B. einen Kunden oder ein Projekt betreffen, erfolgreich verhindert.

Ganz abgesehen davon, dass auch auf der IT-Seite durch Insellösungen Aufwand erzeugt wird – insbesondere (more…)

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Oct
26
2011
0

Nachlese zum OMG information day 2011

Ich habe mir heute auf dem OMG Information day 2011 in der “Weltstadt” Darmstadt einen Eindruck von der Entwicklung der BPMN-Gemeinde abgeholt. Mitveranstalteter war die camunda, sprich Jakob Freund hat wieder sowohl souverän durch den Tag geführt als auch einen interessanten Vortrag über das, was bei einer PBMN Toolauswahl zu beachten ist, gehalten.

Es waren etwa 80 Teilnehmer gekommen, also nicht so viele, wie zur BPMcon 2011 mit ca. 110 letztens in Berlin, einer Konferenz, die ebenfalls von der camunda ausgerichtet wurde. Während der Pausen konnte man sich die Modellierungswerkzeuge von IBO, intellior (Aeneis) und klar, unserem Partner Signavio vorführen lassen.

Der Standard ist im Markt angekommen

Jakob hat anhand von Statistiken gezeigt, dass BPMN inzwischen die Nase vor allen anderen Modellierungsnotationen die Nase vorn hat. Auf die Frage, wer denn schon Erfahrungen mit der BPMN hat, schnellten auch gleich 50% der Hände hoch.

Projekterfahrungen

Beeindruckend waren zu dem die Berichte der BPMN-Projekte bei dem (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,process management | Tags: , , , , ,
Sep
02
2011
0

Blick in die BPM-Glaskugel: Trendanalyse vom BPM-Technologie Event in Frankreich

Im französischen Clermont-Ferrand in Frankreich traf sich gerade die wissenschaftliche Prozessmanagement-Community auf der BPM 2011. Prof. Allweyer berichtet auf seinem Blog Kurze Prozesse mit mehreren Artikeln von den wichtigesten Aspekten, zuletzt in dem Artikel BPM-Technologie: Im Backoffice oder Treiber für Business-Innovationen? In diesem ist u.a. zu lesen:

Mike Marin von IBM …: Seiner Ansicht nach ändert sich die Art wie wir arbeiten. Die Möglichkeiten von sozialen Plattformen und Cloud-Computing kommen den Anforderungen von Wissensarbeitern entgegen. Der Ansatz, diesen Mitarbeitern ein komplett vordefiniertes Prozessmodell aufzuzwingen, funktioniere nicht. Daher plädierte auch er für Systeme, die Flexibilität zur Laufzeit aufweisen. Als Beispiel nannte er Content Management-Systeme, die früher vor allem der Speicherung und Verwaltung von Aufzeichnungen dienten. Das genüge aber nicht mehr, die Inhalte müssten aktiv zur Kommunikation genutzt werden. Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht er das Adaptive Case Management an.

Das Fazit, das ich aus seinen Artikeln zu diesem BPM-Event ziehe ist, dass das Lagerdenken (more…)

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Apr
07
2011
0

Case Management (Fallsteuerung) am Beispiel der Berufsbetreuer

Ich hatte vor einiger Zeit darüber berichtet, dass eine Reihe von internationalen Mitberwerbern aus dem Bereich Enterprise Content Management (ECM) und Business Process Management (BPM) inzwischen Produkte mit der Bezeichnung Case Management auf dem Markt haben. In enem weiteren Artikel bin ich darauf eingegangen, welche Funktionen SAPERION für die Umsetzung eines Systems zur Unterstützung von Aufgaben eines Case Managers zur Verfügung stellt. Ein weiteren Artikel widmete ich dem Berufsbild des Case Managers. Heute möchte ich etwas konkreter werden und die Arbeite des Case Managers anhand eines Berufsbetreuers vorstellen.

<<<< Anfang – über den Berufsbetreuer, Quelle BdB >>>>

Berufsbetreuer übernehmen in unserer Gesellschaft eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie unterstützen und beraten volljährige Menschen, die im Leben nicht ohne fremde Hilfe zurecht  kommen. Diese Menschen sind psychisch krank, körperlich oder geistig behindert und in ihrer Entscheidungs- oder Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Sie können nicht selbst für ihre Angelegenheiten sorgen. Deshalb wird ihnen vom Gericht ein Betreuer zur Seite gestellt. Dieser unterstützt die betroffenen Menschen rechtlich oder handelt stellvertretend für sie, zum Beispiel durch (more…)

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Mar
16
2011
0

ACM, BPM, ECM … It’s About A Spectrum Of Process Functionality says BPM Specialist Sandy Kemsley

Sandy Kemsley process differentiation

Sandy Kemsley process differentiation

Since two years there are some discussions about the types of processes and how to manage them best with what type of three-letter-acronyms like BPM, ACM, DCM, ECM, RMS, DLM, ERP, CRM, BOP, BPO, BRM or what ever you may imagine. Know the BPM Specialist Sandy Kemsley has posted her new article It’s Not About BPM vs. ACM, It’s About A Spectrum Of Process Functionality saying that it makes no sense to take different tools for different types of processes. Its better to to work the process types together in a cohesive environment. The comments to her post are quite interesting, have a look to them.

I do fully agree with Sandy! I posted the like in (more…)

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Mar
11
2011
1

Nachlese zum Gartner BPM Summit 2011 Event in London

Ich war diese Woche mal wieder zum jährlich stattfindenden, vermutlich in Europa wichtigsten Meinungsbildungsevent des Hauses Gartner, um mich über die neuen Trends im Geschäftsprozessmanagement zu informieren.

Nach zwei Tagen Vorträgen, Workshops, Oen-to-One-Gartner-Gesprächen sowie Gesprächen mit Ausstellern der begleitenden Aussteller war ich am Ende ziemlich angefüllt mit Impressionen. Was waren für mich die Highlights dieser Veranstaltung, an der ca. 400 Europäer, davon 23 asu Deutschland teilgenommen haben?

Die zentrale, immer wiederkehrende Botschaft war, dass die Menschen die Prozesse ausmachten. Technik könne zwar helfen, aber besonderns die Mitarbeiter müssten (more…)

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Dec
20
2010
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Case Management ein alter Hut? Neben Kostensenkung hat es auch viel mit Humanismus zu tun

Ausdruck der Vielseitigkeit

Ausdruck der Vielseitigkeit

Ich hatte Mitte des Jahres folgende Beobachtung gemacht: WfMC´s Vordenker proklamierten nächste BPM-Revolution mit Adaptive Case Management Ende 2009 in Maidenhead. In dem hierin erwähnten Buch gibt es einige Hinweise, wo denn Case Management betrieben wird. Nun habe ich es mal etwas genauer wissen wollen, jedenfalls aus Sicht des Case Managers. Grundzüge des Case Managements sind schon Mitt des 19. Jahrhunderts in den USA gelegt worden. Mit der Gründung des ersten „Board of Charities“ wurde der Versorgungsbedarf von neu eingetroffenen Einwanderern (more…)

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