Mar
05
2010
0

Wie Workflows auf ihre Umgebung reagieren könnten, oder: kontextadaptives BPM

Fraunhofer Institut ISST

Unser Mitbewohner im  Steinplatz 2, das Fraunhofer Institut ISST beschäftigt sich mit einem noch sehr jungen Aspekt der Geschäftsprozesssteuerung: adhoc-Reaktion auf  gerade geänderte Rahmenbedingungen. Es geht also um die Anpassung  der laufenden Geschäftsfälle als Reaktion auf Änderungen der Rahmenbedingungen. Wie können diese sich äußern? Über Ereignisse, die von den Umsystemen gemeldet werden. Seien es Sensoren, die physikalische Werte messen, wie Temperatur oder Druck. Oder die  Papierakte 4711 ist gerade im Raum 305 eingetroffen und der Workflow kann zur nächsten Aufgabe weitergehen . Oder im Krankenhaus: Operationssäle werden pro Operation vermietet. Wenn Operationen sich verzögern, weil das notwendige Personal nicht zeitig disponiert werden konnte, entsteht Leerlauf und der Umsatz sinkt.  Wenn also hier besser bekannt ist, wer wann wo eingesetzt werden kann, ist eine Auslastung der OP-Säle effektiver.

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Feb
07
2010
3

Neue BPMN 2.0 unterscheidet Konformitätsklassen

Die neue Versio 2.0 der Business Process Modeling Notation – kurz BPMN 2.0 – kommt mit einer Vielzahl Symbolen und wird damit noch ausdrucksstärker. Das Mehr wird dann auch gleich wieder von Fans der ARIS/EPK-Gemeinde als großer Nachteil beurteilt. Um dagegen argumentieren zu können und weil auch aktuelle Process Engines / Workflow Systeme noch nicht alle Neuerungen beherrschen, kommt die neuen BPMN nun mit Konformitätsklassen: SIMPLE, DESCRIPTIVE, DoDAF und COMPLETE, wie in der Grafik veranschaulicht.

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Jan
24
2010
5

Wettkampf der Modellierungsmethoden: schon BPMN 1.1 mit Vorteilen gegenüber ARIS EPK

Es sieht so aus, dass der Stern der ARIS EPKs – Ereignisgesteuerten Prozessketten der IDS Scheer – sinkt. Einerseits hatten sich die Modelle im Schlepptau der SAP Software-Einführungen häufig gleich mit verbreitet, aber nicht in allen Ländern gleich. Im Deutschsprachigen Raum, in zentralen Europa sowie in den USA sind sicherlich große Kunden mit entsprechenden ARIS-Tapeten zu finden. Aber meist sind diese Schrankware, d.h. einmal gemalt und kaum wieder angefasst. Unter anderem, weil die Überführung in produktive Workflows nicht so einfach machbar ist (siehe BPM-Round-Trip Engineering – Vision und Wirklichkeit).

Haben schon empirische Analysen gezeigt, dass das Modellieren schon in der Version BPMN 1.1 (Business Process Modeling Notation) einige Vorteile gegenüber der EPK-Modellierung bietet, so muss mit der neuen Version BPMN 2.0 damit gerechnet werden, dass die EPKs noch weniger Chancen haben. Die neue Version kommt mit einigen weiteren Detaillierungen bzgl. der Symbole sowie mit zwei weiteren, sehr nützlichen Diagrammtypen. Viel wichtiger aber: mit der neuen Version, deren Freigabe durch die OMG in Q3 2010 erwartet wird,  kommt nun endlich auch das Speichern der Modelle inklusive einem Teil für das Ausführen in einer Process Engine (sehr gute Einführung im BPMN Praxishandbuch).

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Nov
20
2009
2

Die neue BPM(N)-Bibel kommt

Ich hatte die Gelegenheit, als einer der Ersten einen Blick in ein neues Buch zur neuen Version 2.0 von BPMN zu werfen (Praxishandbuch BPMN) und kann dieses Buch nur Allen empfehlen, die sich mit dem Thema Geschäftsprozessmodellierung befassen, es direkt zu bestellen. Auch wenn es erst im Januar auf den Markt kommt.

Ich bin einfach nur begeistert über dieses Buch und erachte es  als die kommende “BPM-Bibel”. Mir hatte schon das neue Buch von Bruce Silver zur Version 2.0 der BPMN Spezifikation gefallen, doch das Buch der Autoren Jakob Freund, Bernd Rücker (camunda) und Thomas Henninger (MID) toppt es deutlich. Die mit der BPMN Version 2.0 aufkommende neue Aufbruchstimmung im Markt des Geschäftsprozessmanagements ist in jeder Zeile wahrnehmbar. (more…)

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Nov
11
2009
2

SAPERION meets BPMN

Autor: Björn Meyer-Caspari, zu seiner Masterarbeit betreut von Dr. Martin Bartonitz

Die Business Process Modeling Notation (BPMN) ist  - auch aktuellen Umfragen zufolge – als Standard für die Geschäftsprozessmodellierung stark auf dem Vormarsch. Vieles deutet daraufhin, dass die Verbreitung der seit 2002 entwickelten Notation auch mit dem – voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres – anstehenden Versionsupdate der Spezifikation auf 2.0 in der Praxis noch deutlich ansteigen wird. Bereits jetzt wird der Standard von vielen Unternehmen (z. B. Oracle, IBM, SAP, Lombardi, Signavio, itp commerce) genutzt.

Auch SAPERION hat sich entschieden, in Zukunft im Workflow-Bereich auf diesen Standard zu setzen. Konkret bedeutet dies, dass die bisher im SAPERION ProzessDesigner verwendeten, nicht-standardisierten „Symbole“ zur Gestaltung von Workflow-Prozessen durch eine standardisierte Liste von Symbolen ersetzt werden soll. (more…)

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Jun
02
2009
0

Geschäftsprozessmodellierung: BPMN weiter auf dem Vormarsch! Auf Kosten von BPEL und XPDL? Es bleibt spannend …

Ich hatte am 27 Mai die Gelegenheit, mich auf einer Veranstaltung der Humbold-Universität in Berlin auf den aktuellen Stand der BPMN 2.0 zu bringen. Fazit: es bleibt in den nächsten 2 Jahren für alle, die sich für einen BPM-Standard in Spe entscheiden wollen sehr spannend. Nebenbei durfte ich auch einen historischen Augenblick für mich mitnehmen, denn die Veranstaltung fand in dem ältesten, noch erhaltenen Gebäude Berlins statt. Das Universitätsgebäude wurde an eine Kapelle aus dem 13. Jahrhundert angebaut und wird für entsprechende Veranstaltungen genutzt.

Der erste von vier 20-minütig Vortragenden plauderte als Mitglied der BPMN-Expertengruppe aus dem Nähkästchen. Zu erfahren war, dass sich die zwei teilweise konträren Lager nach anfänglichen “Grabenkriegen” sich doch auf sinnvolle Definitionen einigen konnte. (more…)

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Feb
02
2009
0

BPDM – Das Aus für XPDL? – Und ein großer Schritt für das Round-Trip-Engineering?

Relevante Standards im Geschäftsprozessmanagement

Relevante Standards im Geschäftsprozessmanagement

Die Familie der Business Process Management Standards ist um ein weiteres Kind gewachsen. Die Object Management Group hat vor 2 Monaten die erste Version des Businees Process Definition MetaModels -> BPDM freigegeben (download: http://www.omg.org/spec/BPDM/1.0/). In Kürze wird dann noch die Version 2.0 der Business Process Management Notation -> BPMN hinzukommen (http://www.bpmn.org/). Diese beiden Versionen sind optimal aufeinander abgestimmt. Während die BPMN die grafischen Symbole zur Dokumentation eines Geschäftsprozesses festlegt, dient die BPDM u.a. dazu, diese Grafik in XML-Code zu repräsentieren und damit interoperabel zu machen. Zuerst Malen in Tool A, Speichern; anschließend Weitermalen in Tool B. (more…)

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