Sep
03
2010
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Non-Compliance bei der Hygiene in unseren Krankenhäusern kostet uns jährlich 2,5 Milliarden Euro – ein Fall für die Ekelliste?

Wie die Sicherheitsmängel beim Personalausweis ist in der letzten Woche medienwirksam der Fall von drei gestorbenen Säuglingen in einem Mainzer Krankenhaus in Szene gesetzt. Mich wundert, dass das Thema mangelnde Hygiene in unseren Krankenhäusern erst jetzt wieder wahrgenommen wurde. Sind es doch jährlich 500.000 Fälle von Keimen, die sich Krankenhauspatienten einfangen. 5.000 Fälle mit Todesfolge. 2,5 Milliarden Euro kostet uns Behandlung der Ansteckungen, weil Hygieneregeln nicht eingehalten werden.

Im Kölner Stadtanzeiger sind die genannten Daten in einem Artikel angeführt worden. Hier wurde der Vorschlag unterbreitet, (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general | Tags: , ,
Aug
25
2010
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Der neue Personalausweis für elektronische Geschäftsprozesse und Dokumenten Management

+++Web-Talk zum „Elektronischen Personalausweis“ am 10.09.2010 um 15.00 Uhr – Anmeldung hier+++

Wer mehr zu dem Test lesen möchte, kann dies (more…)

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Aug
17
2010
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Regeln sollen schützen: Berliner Ekelliste verbessert Restaurantbetriebe

Das Smiley-System aus Dänemark ist nun Vorbild für ganz Berlin

Das Smiley-System aus Dänemark ist nun Vorbild für ganz Berlin

Nach der Lektüre des Posts Was hat denn der Bau der Berliner Kanalisation in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Compliance zu tun? fiel mir spontan die Berliner Ekelliste ein.

Im März 2009 prangerte das Bezirksamt Pankow die Schmutz-Restaurants im Bezirk an, indem es eine Liste von 39 Restaurants mit gravierenden Hygiene-Mängel veröffentlicht hat. Und nicht nur eine Liste mit Text, sondern auch mit Fotos mit Schimmel, Dreck und Ungeziefer.

Daraufhin gab es Proteste, (more…)

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Written by Katrin Kampf in: deutsch,general,language | Tags: ,
Aug
15
2010
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Quergedacht: Shared Space zeigt funktionierende Deregulierung

Meinen 150-zigsten Post widme ich dem Thema Kreativität und Deregulierung. Ich bin inzwischen überzeugt, dass wir für mehr Kreativität und Innovation, egal ob im Geschäftsleben oder im Privaten, viel Freiraum brauchen mit so wenig Regeln wie nötig. Zu viele Regeln engen ein und führen dazu, dass wir “unsozialer” werden, wie das in dem Post Überregulierung: An die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen (Compliance) nachzulesen ist.

Auf die Idee dieses Artikels bin ich während des Frühstücksfernsehens am letzten Freitag gekommen, der einen Beitrag zu Ulrich Wickert brachte. Es gab ein Intro, das ihn zeigte, wie er ohne nach links oder rechts zu schauen, über die 8-spurige Straße am Triumphbogen spazierte. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , , ,
Aug
09
2010
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Korruptionsbekämpfung: sind Kampagnen zur Förderung des Sanktionsbewusstseins effektiver als Appelle an die Moral?

Zu diesem Ergebnis kam 2004 die Arbeit “Wie lässt sich Korruption wirksam bekämpfen? Empirische Befunde aus der experimentellen Wirtschaftsforschung” von Elke Renner. Die Schlussfolgerung ist erhellend:

“Die Erscheinungsformen von Korruption sind vielfältig, und die bisher vorliegenden experimentellen Studien beleuchten sicher nur einen Teil der Determinanten korrupten Verhaltens. Sie zeigen, dass sich dank reziproker Fairness sehr stabile Korruptionsbeziehungen zwischen den beteiligten Parteien bilden, jedoch  Fairnessüberlegungen gegenüber denen, die durch Korruption Schaden erleiden, keinen erkennbaren Einfluss auf das Verhalten haben. Personalrotation verhindert den Aufbau langer Vertrauensbeziehungen und erweist sich als wirksames Mittel, (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , ,
Aug
07
2010
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Wie sollen wir unseren komplexen Finanzmarkt geregelt bekommen, wenn wir noch nicht einmal in der Lage sind, das Ausrotten der für uns lebenswichtigen Haie zu verhindern?

Hammerhaie

Hammerhaie

Ich bin wieder zurück aus meinem Urlaub auf Fehmarn und habe im Gepäck eine Compliance Story der nachdenklicheren Art. Auf der Insel hatte ich die Gelegenheit, mir die Welt der Korallenriffe anzuschauen. In dem größten europäischen Aquarium beindruckten mich besonders die majestätisch dahin schwebenden „Könige der Meere“, einige große Haie.

Genau wie der Löwe als „König der Tiere“ in der Savanne reguliert der Hai das Ökosystem Meer. Nachweislich sterben die Korallenriffe schon innerhalb eines Jahres dort, wo der Hai komplett abgefischt wurde. Zuerst explodiert die Bevölkerung der nächst kleineren Räuber, die auf seinem Speiseplan standen. Diese Räuber dezimieren dann die vielen Pflanzenfresser. So vermehren sich dann die Algen und überwuchern alles andere Leben im Riff. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: Video,deutsch,general,language | Tags: , ,
Jul
24
2010
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Man kann Firmenkulturen nicht managen sondern nur über Diskurse entstehen lassen, sagt Prof. Peter Kruse

Stellt eine Firma fest, dass intern die Kultur zum Einhalten von Regularien nicht zum Besten gestellt ist, so reicht es laut Prof. Peter Kruse nicht aus, die wichtigsten Spielregeln aufzuschreiben und bekanntzugeben. Es braucht Diskurse rund um die Kernaussagen, um die Kultur daran neu auszurichten.

(more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: Video,deutsch,general,language | Tags: , , , ,
Jul
19
2010
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Was hat die Versteigerung eines toten Esels mit Compliance zu tun?

Eselwechsel

Eselwechsel

Chuck hat von einem Farmer einen Esel gekauft, der aber sogleich stirbt. Er verlost ihn.
“Verlosen? Einen toten Esel?”
“Ich verrate den Leuten nicht, dass er tot ist.” sagt Chuck zu dem Farmer.
Nach ein paar Wochen treffen sich die Beiden wieder. Was aus dem Esel geworden ist?
“Na, ich habe ihn verlost, das Los für zwei Dollar, 500 Lose verkauft, macht 1.000 Dollar”
“Hat sich Niemand beschwert?”
“Nur der Kerl, der den Esel gewonnen hat. Dem habe ich die zwei Dollar zurückgegeben.”

Diese kleine Geschichte (more…)

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Jul
18
2010
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Überregulierung: An die Stelle einer sozialmoralischen Selbststeuerung tritt die soziale Fremdsteuerung durch Vermehrung von Vorschriften und Gesetzen (Compliance)

Seit meinem ersten Post zum Thema Compliance, Warum man sich um die Einhaltung von Regeln kümmern sollte und nicht wegschauen, entwickelte sich in mir mehr und mehr das Gefühl, dass da frei nach Shakespeares Hamlet “was faul im Staate <irgendeinstaatsname> ist” (O-Ton: “something is rotten in the state of denmark”).

Schon bei meinen Kindern hatte ich festgestellt, dass bei zu strikten und zu vielen Regeln, die sie einhalten sollten, sie weniger kreativ waren, d.h. weniger ausprobierten. Heute morgen bin ich über den Artikel G20: Regulierungs-Chaos nach der Weltfinanzkrise von Prof. Uhlig im online Handelsblatt gestolpert, dessen Inhalt mich den ganzen Tag (heute ist Sonnntag) über gefangen hielt. Er stellt die These auf, dass erst die zuvor festgelegten Regularien die aktuelle Finanzkrise verursachte. Und seine abschließende These ist, dass aufgrund der imensen, komplexen Zusammenhänge ein Regularium nie eine weitere Krisen verhindern können wird.

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , ,
Jul
16
2010
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Die Kunst des Compliance Management ist, nach den Ursachen für die Gier der Manager zu suchen, so Prof. Josef Wieland

Prof. Wieland

Prof. Wieland

Prof.  Wieland, Institut für Wertemanagement (KIeM) HTWG Konstanz, nimmt zwar die gierigen Manager, wie sie seit der Finanzkrise vermehrt geschimpft werden, nicht in den Schutz. Aber er weist darauf hin, dass in den Firmen Ursachen dazu führen, dass sich Gier ausbildet. Wenn dem so ist, sind diese gierigen Manager nur der Gipfel des Eisbergs. Im O-Ton liest sich das so:

Die Kunst der Compliance muss also davon ausgehen, dass unrechtmäßiges Handeln in Unternehmen nicht einfach als individuelles Fehlverhalten charakterisiert werden kann, obgleich dies sicherlich auch richtig und immer der Fall ist. (more…)

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