Jul
31
2012
2

Er steht wieder vor der Tür, der World Paper Free Day – #WPFD

Dass Papier inzwischen auch für was anderes da ist, als Dokumente zu drucken, hatte die ECM-Allianz auf der CeBIT 2010 eindrucksvoll gezeigt. Seit zwei Jahrzehnten bemühen sich immer mehr Firmen, auf das Aufbewahren von gedruckten Geschäftspapieren zu verzichten. Auf der kommenden DMSExpo findet  am 25.10.2012 wieder gleichzeitig der jährliche World Paper Free Day statt. Dr. Ulrich Kampffmeyer ruft die ECM-Branche in einem Artikel auf XING auf, hier kreativ zu sein und mit eignen Ideen das Thema papierloses Büro zu sensibilisieren. Erste Vorschläge sind dort auch schon eingegangen. So z.B. von Jörg Lenz dieser hier:

… Man könnte den mit Papier voll gepackt nach hause gehenden Messebesucher als eine Art Dino darstellen, der im Gegensatz zum “smart & light”-Messebesucher eine Art Jäger & Sammler ist, der in erster Linie nur gedruckte Infos auf Vorrat mitnimmt und diese nachher ewig unausgewertet im Büro liegen hat… Letztlich gilt es den Messebesucher zu heroisieren, der ohne Tüten das Gelände verlässt und der seine Infos schon auf dem Heimweg in der Mail-Inbox weiß. Ganz leicht nach Stichworten durchsuchbar mit “Strg + f” ….

Gestern rief mich noch ein Kollege an und meinte, dass es doch schick wäre, wenn wir an diesem Tag einen Visitenkarten-Service anböten und jedem unserer Besucher ein Plastikkärtchen mit (more…)

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Jul
05
2012
0

Deutliche Worte vom BMF die Vorsteuerabzugsberechtigung elektronischer Rechnungen betreffend …

… findet ein Jahr nach der Inkraftsetzung der Steuervereinfachungsgesetzes nun das veröffentlichte Rundschreiben des Bundesministeriums der Finanzen:

Das innerbetriebliche Kontrollverfahren im Sinne des § 14 Absatz 1 UStG n. F. dient nicht dazu, die materiell-rechtlichen Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs nach § 15 UStG zu überprüfen. Ebenso wenig soll die inhaltliche Ordnungsmäßigkeit der Rechnung hinsichtlich der nach §§ 14 Absatz 4, 14a UStG erforderlichen Angaben gewährleistet werden. Mit dem innerbetrieblichen Kontrollverfahren soll lediglich die korrekte Übermittlung der Rechnungen sichergestellt werden. Eine inhaltlich richtige Rechnung (gemeint: richtige Leistung, richtiger Leistender, richtiges Entgelt, richtiger Zahlungsempfänger) rechtfertigt die Annahme, dass bei der Übermittlung keine die Echtheit der Herkunft oder die Unversehrtheit des Inhalts beein-trächtigenden Fehler vorgekommen sind. D. h. die Rechnung wurde weder ge- noch verfälscht oder auf andere Weise verändert; die Rechnung entspricht der erbrachten Leistung. Die Anforderungen an das innerbetriebliche Kontrollverfahren haben sich an dieser Zielrichtung zu orientieren.

Viel mehr muss dazu nicht mehr gesagt werden, die elektronische Signatur ist kein Muss mehr und wer seine Rechnungen schon heute inhaltlich vor Auszahlung prüft, und wer tut das nicht, der ist fast fein raus. Aber, eines ist in dem Schreiben nicht ganz richtig bzw. unvollständig benannt: (more…)

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Apr
11
2012
0

BITKOM-Roadshow zur Neuregelung des elektronischen Rechnungsverkehrs im Mai 2012

Die Neuregelung des Umsatzsteuergesetzes von 2011 bietet für Unternehmen vielfältige Chancen zur Verbesserung des elektronischen Rechnungsaustauschs.

Im letzten Jahr hatte ich regelmäßig zum Fortschritt der Umsetzung der EU-Direktive zur Vereinfachung der Steuergesetzgebung, speziell den Austausch elektronischer Rechnungen betreffend, berichtet. Zuletzt nach einem Vortrag, den ich mir auf der letzten CeBIT anhören konnte: Mythen bei der Vorsteuerabzugsberechtigung – CeBIT 2012 Nachlese #3

Insbesondere für mittelständische Betriebe bringt die Neuregelung des Umsatzsteuergesetzes zahlreiche Vereinfachungen mit sich. So kann für Alle, die ein inhaltiches Prüfverfahren implementiert haben – und wer hat das nicht – zukünftig auf die qualifizierte Signatur verzichtet werden. Der BITKOM hat das Thema aufgegriffen und veranstaltet Ende Mail eine Roadshow, in der die Referenten in ihren Vorträgen einen umfassenden und unabhängigen Überblick zu den neu entstandenen Möglichkeiten geben.

Im Anschluss an jeden Vortrag bleibt (more…)

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Mar
09
2012
2

Mythen bei der Vorsteuerabzugsberechtigung – CeBIT 2012 Nachlese #3

Da war sie wieder, die Gänsehaut. Dieses Mal bei einem Vortrag eines Juristen, was ja eher selten zu sein scheint, oder? Stefan Groß, Steuerberater bei PSP, hat gestern in seinem Vortrag auf der CeBIT 2012 mit so manchem Mythos rund um die Bedingungen der Vorsteuerabzugsberechtigung von elektronisch ausgetauschten Rechnungen aufgeräumt:

Es geht allein um den Besitz einer nach Umsatzsteuer §14 ordnungsgemäßen Rechnung, ob eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug vorliegt oder nicht.

Wie die Rechnung in den Besitz kam, welches Format sie hat, und wie sie aufbewahrt wird, ist nicht relevant. So die vorweggenommene Interpretation eines BMF-Schreibens, das in Kürze inklusive 10 Merksätze freigegeben wird.

Nach dem spät im letzten Jahr das Steuervereinfachungsgesetz verabschiedet war und rückwirkend zum 1.7.2011 in Kraft trat, gingen die heißen Diskussionen mit 570 Beiträgen auf XING zum Sinn und Unsinn der Verwendung von qualifizierten Signatur fleißig weiter. Ein Psychologe meinte mal zu mir, dass (more…)

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Sep
26
2011
1

Steuervereinfachungsgesetz endlich abgesegnet – worauf sollte unbedingt geachtet werden – IKS inklusive

Wie schon in meinem letzten Post als Nachlese vom Signaturtag des VOI und der TeleTrust berichtet, wurde am letzten Freitag endlich das Steuervereinfachungsgesetz verabschiedet, so dass nun rückwirkend zum 1.7.2011 Rechnungen elektronisch auch ohne qualifizierte Signatur ausgetauscht werden können. Das vereinfachte Verfahren soll in Deutschland jährlich 4 Millarden € einsparen.

Es sollten gerade beim Austausch ohne Signatur besonders zwei Dinge beachtet werden, damit es mit der Steuerprüfung und dem Vorsteuerabzug gut geht. Der Steuerberater Peter tom Suden, der auf unserem Blog auch schon einige Male “zu Wort gekommen” ist, hat auf XING noch folgende Informationen hinterlassen, die recht nnützlich sind, im compliant zu sein:

Wenn der Rechnungsempfänger keine Zustimmung zum elektronischen Rechnungsdatenaustausch erteilt hat, und der Rechnungssteller schickt ihm gleichwohl eine elektronische Rechnung, dann ist nicht ordnungsgemäss abgerechnet. Ohne Zustimmung geht eben nur Papier.

Zwar gibt es zivilrechtlich keinen Anspruch auf Erteilung einer formellen Rechnung. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,invoice management | Tags:
Sep
01
2011
0

Steuervereinfachungsgesetz liegt nun im Vermittlungsausschuss

Die Bundesregierung hat gestern endlich den Vermittlungsausschuss angerufen, um den notwendigen Kompromiss für das Steuervereinfachungsgesetz auf den Weg zu bringen. Wie zuletzt am 11. Juli im Artikel Rechnung ohne Signatur doch nicht so schnell wie der Schall? berichtet, hatte zuletzt der Bundesrat das Gesetz gestoppt. Mal schaun ob es reichen wird, das Gesetz noch nachträglich zum 1.7.2011 in Kraft zusetzen.

Auf der Web-Site der Bundesregierung ist wie folgt zu lesen:

Der Vermittlungsausschuss ist ein aus Bundestag und Bundesrat paritätisch gebildetes Gremium: Er besteht aus 16 Mitgliedern des Bundesrates und ebenso vielen des Bundestages, die entsprechend den Fraktionsstärken benannt sind. Seine Aufgabe liegt darin, einen Konsens zwischen Bundestag und Bundesrat zu finden, wenn vom Bundestag beschlossene Gesetze im Bundesrat keine Mehrheit finden. Weichen Beschlüsse des Vermittlungsausschusses von denen des Bundestages ab, ist eine erneute Beschlussfassung im Bundestag erforderlich. Ist zu einem Gesetz die Zustimmung des Bundesrates erforderlich, so können auch der Bundestag und die Bundesregierung die Einberufung des Vermittlungsausschusses verlangen, um eine Einigung herbeizuführen.

Und (more…)

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Jul
13
2011
0

qualifizierte Signatur kommt nicht in die Puschen – ELENA – Gesundheitskarte – Personalausweis – eRechnung

Was für ein Flickwerk in unserem Staat! Wird schon die Finazkrise nicht gemeistert, weil sich Niemand eingestehen mag, dass unser geldbasiertes Geldsystem alle 60 – 70 einen Reset braucht, und daher nur an Symptomen rumgeschustert wird, so kann man gleiches auch beim Thema elektronischer Dokumentenaustausch beobachten.

Seit nun mehr 14 Jahren sind in Deutschland eigentlich alle Weichen gestellt, so dass wir immer mehr auf Papier verzichten könnten und gleichzeitig vor Gericht einen hohen Beweiswert haben. Aber so richtig will der Markt die dazu gehörige Technologie nicht akzeptieren. Während einer meiner Zugfahrten meinte eine gestanden Gymnasiallehrerin nach einer kurzen Erklärung zu mir:

“Teufelszeug” (Signaturkarte + Lesegerät  + Signiersoftware)

Damit das Thema zum Fliegen kommt, hat man seitens der Regierung (more…)

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Jul
11
2011
0

Rechnung ohne Signatur doch nicht so schnell wie der Schall?

Die Länder verweigerten am letzten Freitag, 8.7.2011, das vom Bundestag abgesegte Steuervereinfachungesetz im ersten Durchgang die Zustimmung. Hatte ich mich im Februar zu weit aus dem Fenster gelehnt, als ich schrieb elektronische Rechnung ohne Signatur kommt schneller als der Schall …?

Der Haufe-Verlag erwähnt in seinem Artikel Elektronische Rechnung: Bundesrat stoppt Steuervereinfachungsgesetz, dass mit der zukünftigen Zustimmung das Gesetzt rückwirkend zum 1.7.2011 Geltung haben soll. Es wird aber gleichzeitig in Frage gestellt, ob das auch noch so wäre, wenn die Zustimmung nicht schon im Herbst käme.

Übrigens wurde das Gesetz nicht wegen der Signaturthematik in die nächste Runde geschickt. Peter tom Suden formuliert dies so: (more…)

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Jul
01
2011
1

Bürokratieabbau: ab heute geht´s beim Austausch elektronischer Rechnungen auch ohne Signatur

Die elektronische Signatur ist Geschichte
Seit dem 1. Juli sind per E-Mail verschickte Rechnungen auch dann zum Vorsteuerabzug zugelassen, wenn sie keine elektronische Signatur tragen. Das entsprechende Gesetz ist zwar noch nicht in Kraft (und noch nicht einmal verabschiedet) – das Bundesfinanzministerium versichert jedoch, dass dieser Stichtag auch bei späterer Gesetzesverabschiedung rückwirkend gelten werde.

So so zulesen auf der Web-Site mediafon

Dass damit gleich die elektronische Signatur Geschichte ist, erwarte ich mit Bestimmtheit nicht! Es gibt noch genügend Anwendungen, wo die Signatur zur Beweiswertsicherung im elektronischen Briefverkehr sehr nützliche Dienste leisten wird. Auch gehe ich davon aus, dass der eine oder andere unsichere Deutsche lieber auf Nummer Sicher gehen wird, so ihn die Angst treibt, dass sein Steuerprüfer womöglich doch die erhaltene Vorsteuer wieder zurück haben will, weil er etwas nicht bedacht hat.

Da das Verfahren mit der Signatur bisher als zu komplex und zu teuer angesehen wurde, sind auch nur  5% aller Rechnungen elektronisch ausgetausch worden. So sollen 4 Milliarden Euro allein in Deutschland durch das vereinfachte Verfahren eingespart werden. Das sollte uns Bürger freuen, denn erhöhte Prozesspreise werden immer auf die Produkte aufgeschlagen, die damit billiger werden könnten.Aber schau´n wir mal ;-)

Integrität und Authentizität müssten aber weiterhin nachgewiesen werden. Aber kann dabei eine Signatur wirklich helfen? (more…)

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Apr
15
2011
0

Revolution – Sieg der Vernunft – Rechnungen können bald ohne Signatur gemailt werden

Das Erfordernis der Echtheit der Herkunft und der Unversehrtheit des Inhalts bleiben als abstrakte Voraussetzungen für die umsatzsteuerliche Anerkennung von elektronischen Rechnungen bestehen; jedoch werden die sonstigen Vorgaben für elektronische Rechnungen aufgegeben. Somit sind keine technischen Verfahren mehr vorgegeben, die die Uternehmen verwenden müssen. Die Regelung ist technolo- gieneutral ausgestaltet. Selbst die Übermittlung als schlichte E-Mail ohne Signatur würde ausreichen.

So ist es schon seit dem 21. 03. 2011 im aktuellen Entwurf eines Steuervereinfachungsgesetzes 2011 der Bundesregierung auf Seite 52 nachzulesen. Auf Seite 15 im Artikel 5 ist die Rechnung und ihr Austausch definiert. QES und EDI-Verfahren gelten neben dem internen Prüfverfahren, das ja schon seit Jahren für die Paperirechnung gilt, als Möglichkeit der Nachweises von Integrität und Authentizität.

Wenn es dann so durch den Bundestag und -rat gehen wird. Es würde unserer Volkswirtschaft gut tun. Endlich mal weg von unserer Mentalität der Überregulierung, die nur in die soziale Kälte führt.

Das das Umdenken hier sehr schwierig sein würde, liegt an zwei Dingen:

  1. Da gibt es die Lobby der Siganturanwendungshersteller und Zertifitkatedienstanbieter
  2. wenn man nicht weiß, warum man was macht, warum soll man es ändern, siehe diese 5 Schimpansengeschichte

 

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