Aug
26
2010
0

Auch Sprache macht Kleider macht Leute

Bär und Förster in guter Laune

Bär und Förster in guter Laune

Ich habe mal wieder eine kleine Geschichte gefunden, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregt. Drauf gestoßen bin ich im Zusammenhang meiner Lektüre zu dem sehr aufschlussreichen Buch Als die Wörter tanzen lernten von Wolfgang Steinig. Er weist in seinem Buch darauf hin, dass Personen, die in der Lage sind, laut und tief sprechen zu können, sich leichter höher in der sozialen Leiter einer Gruppe stellen können. Die Geschichte von  Peter Hacks greift diese Tatsache sehr schön auf, erinnert ein wenig an Kleider machen Leute und heißt Der Bär auf dem Försterball:

Der Bär schwankte durch den Wald, es war übrigens Winter; er ging zum Maskenfest. Er war von der besten Laune. Er hatte schon ein paar Kübel Bärenschnaps getrunken; den mischt man aus Honig, Wodka und vielen schwierigen Gewürzen. Des Bären Maske war sehr komisch. Er trug einen grünen Rock, fabelhafte Stiefel und eine Flinte auf der Schulter; ihr merkt schon, er ging als Förster. (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , , ,
Aug
19
2010
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Wer Grammatik besser beherrscht hat die besseren Chancen in Karriere und beim anderen Geschlecht.

Unsere Grammatik ist so kompliziert, damit wir an der Art ihres Gebrauchs besser die Fitness des Nutzenden ermessen und ihn/uns in die hierarchische Leiter einsortieren können. „Die Notwendigkeit, sich als Individuen im Spiel um Einfluss, Macht und sexuellem Erfolg miteinander messen zu müssen, hat den selektiven Druck zur Entwicklung von grammatischen Systemen aufgebaut.“

So die Theorie von Wolfgang Steinig, wie sie in seinem interessanten Buch Als die Wörter tanzen lernten vorgestellt wird. Also, liebe Jungs und Mädels: legt Euch ins Zeug, unsere Sprache ausgiebig zu lernen, um sie virtuos gebrauchen zu können. Je besser Ihr mit ihr umgehen könnt, (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,general,language | Tags: , ,
Jun
20
2010
6

Der verloren gegangene Schatz Darwins: die sexuelle Selektion – Wir haben ein großes Gehirn, weil der Mann buhlt und die Frau wählt

Der Schmuck des Pfaus

Der Schmuck des Pfaus

Habe ich vor einigen Tagen geschrieben, dass wir vermutlich vor einer BPM-Revolution stehen, so scheinen wir auch eine in den Evolutionstheorien zu erleben. Geoffrey F. Miller beschreibt in seinem Buch Die sexuelle Evolution – Partnerwahl und die Entstehung des Geistes sehr nachvollziehbar, warum Darwins zweite wichtige Theorie über 100 Jahre verloren ging und wie sich mit Ihr deutlich besser erklären lässt, warum sich in der Fauna männlicher Schmuck wie der Pfauenschwanz oder “Mein Haus, meine Yacht, mein Auto, …” ausgebildet haben, obwohl sie für das Überleben des Best-Angepassten keinen Nutzen bringen.

Miller sieht auch in unserem großen Gehirn einen Beweis der Ausbildung von Schmuck. Denn wofür sollte das Komponieren und Spielen von Musik, das Malen von Bildern, das Schreiben von Gedichten und das Erzählen von Geschichten für das Überleben gut sein. Zudem verbraucht das Gehirn extrem viel Energie,was für das Überleben eher hinderlich ist, da viel mehr Nahrung aufgenommen werden muss? (more…)

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