Dec
05
2011
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Prof. Dueck über unsere zukünftig professionelle Intelligenz

Ich hatte schon einige Male Prof. Dueck in meinen Artikeln über das Wie des Miteinanderwirkens für effektivere Prozesse zitiert, und will diese Reihe fortsetzen. Inzwischen hat sich Herr Dueck, der bis vor Kurzem noch der Chef-Architekt  der IBM Deutschland war, “zur Ruhe gesetzt”. Aber nur, um nun die Zeit für weltverbesserische Tätigkeiten zu haben. Er reist nun viel und erklärt in Vorträgen vor Managern seine Ideen für eine bessere Zukunft.

Ich habe vor einigen Wochen sein letztes Buch Professionelle Intelligenz bestellt (allerdings noch nicht gelesen) und gestern den Hinweis von Herr Dueck erhalten, dass es nun auch einen Vortrag dazu gibt:

 

Professionelle Intelligenz | Gunter Dueck auf der x mess from managementx on Vimeo.

Zum Warmwerden geht er in seinem Vortrag nochmals darauf ein, dass die zukünftige Art und Weise der Teamführung nicht mehr eine Arbeitsverteilung basierend auf extrinsischer Motivation ist, sondern es um das (more…)

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May
15
2011
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Warum der rational denkende Nutzenmaximierer immer mehr zum ökonomischen Mythos wird

Dan Ariely trägt vor

Dan Ariely trägt vor

Ich hatte das Thema, dass unsere Ökonomen seit Jahrzehnten vermutlich ein falsches Bild vom Menschen als Homo Oeconimcus lehren, in dem Artikel Wird unsere alte Wirtschaftsreligion nach und nach widerlegt? Ist der Mensch doch kein reiner Nutzenmaximierer? schon einmal aufgegriffen. Ich habe heute den spannenden Artikel Dan Ariely – Die Logik der Unvernunft von Susanne Rytina im Focus Online gefunden, der Experimente des amerikanischen Verhaltensökonoms aufgreift, deren Ergebnisse dringend zum Umdenken in unserer Ökonomie bewegen sollten. Einige Thesen von Dan Ariely sind:

Der Mensch handelt irrational und die Vernunft ist eine Illusion … Wir Menschen halten uns zwar für unglaublich vernünftig, sind es aber mitnichten … Wir sehen die Dinge um uns herum immer im Verhältnis zu den anderen … Würden sich Unternehmen an sozialen Normen orientieren, würden sie feststellen, dass diese Normen Loyalitäten erzeugen und – noch wichtiger – die Mitarbeiter motivieren.

Gerade das Thema Motivation ist ja eines, wo unsere Wirtschaftswissenschaftler den Menschen als Nutzenmaximierer in die Ecke des Grundfaulen stellen, der nur durch Peitschen oder Zückerli aus seiner Lethargie zu holen ist (siehe X-Y-Theorie). Da zeigt gerade dieses Experiment, dass besonders Vertrauen (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,process management | Tags: , , ,
May
13
2011
1

Wird unsere alte Wirtschaftsreligion nach und nach widerlegt? Ist der Mensch doch kein reiner Nutzenmaximierer?

Auf die Idee zu diesem Artikel bin ich heute morgen gekommen, als ich im Hotel beim Frühstück die Nachricht las, dass der Volkswirt Armin Falk als erster Deutscher den renommierten Yrjö Jahnsson Award der European Economic Association gewonnen hätte. Bei dem Namen klingelte es noch nicht, aber das Forschungsthema hatte mich dann doch sehr interessiert. In seinem Beitrag “Analyse sozialer Präferenzen” widerspräche Herr Falk dem über hundert Jahre alten Mythos der Ökonomen, dass der Mensch ein einsamer, rational entscheidender Nutzenmaximierer sei.

Einer meiner Autoren, die ich sehr zu schätzen gelernt habe, Prof. Gunther Dueck, hatte vor zwei Jahren auf einem Vortrag auch schon einmal formuliert, dass man fast alle Theorien der irtschaftswissenschaftler auf den Müll werfen könne. Wenn man sich anschaut, wie wenig die Ökonomen bisher in der Lage waren, die letzten Krisen vorherzusagen, mag man gerne ohne Einschränkung (more…)

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Mar
25
2011
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Compliance: Mitarbeiter sind die größte Bedrohung

So titelt die Computerwoche und berichtet über eine Studie des Datenrettungsspezialisten Kroll Ontrack in Kooperation mit der Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle. Ihr zufolge regeln 87 Prozent der Unternehmen den Umgang mit Internet und E-Mail am Arbeitsplatz. Aber mehr als 75 Prozent kontrollieren nicht regelmäßig, ob diese Regeln auch eingehalten werden. Und so werden die Regeln eben nur lasch befolgt und es würde den Mitarbeitern leicht gemacht, Daten zu stehlen.

Empfohlen wird ein Compliance Programm, das regelmäßig prüft, ob die aufgestellten Regeln auch eingehalten werden.Zudem fehlten Handlungsanweisungen für den Eintrittsfall. Auch würde es kaum eine Hotline geben, über die im Sinne eines Whistle-Blowings anonym über Regelverletzungen berichtet werden kann.

Ich habe mich seit einem Jahr intensiv mit der Thematik befasst und komme zu dem Schluss, dass eine dauernde Überprüfung der Mitarbeiter nur zu mehr Stress führen wird und sonst wenig Positives bewirken wird. Firmen mit einer offenen Kultur im Umgang mit Fehlern und einem vorbildlichen, (more…)

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Feb
26
2011
2

Motivation durch Belohnung funktioniert bei repetativer Arbeit aber nicht bei kreativer (eine Fortsetzung)

Ich hatte das Thema Belohnung schon einmal in dem Post Dan Pink sagt: Belohnungen machen das Business langsamer, das weiß die Wissenschaft, aber das Business ignoriert dies aufgegriffen. Nun habe ich zu der Erkenntnis, die durch Studien z.B. des MIT in den USA unterstrichen wird, dass Belohnungen gerade dort das Gegenteil erreicht, wo kreativ gearbeitet werden muss, noch diese schöne Animation gefunden:

Demnach lohnt es sich also dort zu belohnen, wo (more…)

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Feb
11
2011
1

Bedeutung von Managern wird überschätzt …

… so titelte diese Woche die online Computerwoche im Bereich Betriebsklima: Statt teuren Einzeltrainings für Manager sollten Unternehmen öfter als bisher in Erwägung ziehen, ihr gesamtes Team zur Fortbildung schicken.

Das beste Arbeitsklima sei dort zu finden, wo Chef und Belegschaft interagieren und Mitarbeiter Bedingungen vorfinden, um sich selbst und einander zu koordinieren. “Ein guter Manager trainiert seine Mitarbeiter und ermuntert sie zu informeller Führerschaft. Das geht etwa, indem er an jene delegiert, die von sich aus Einsatz zeigen und (more…)

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Jan
12
2011
7

agiles Geschäftsprozessmanagement durch intuitive Improvisation a la SCRUM

Gebrüder Lunge auf Erfolgskurs mit Laufschuhen

Gebrüder Lunge auf Erfolgskurs mit Laufschuhen

Während meiner Bahnheimfahrt, die dieses Mal pünktlich endete, habe ich eine erhellende Stellungnahme eines erfolgreichen Unternehmers in dem sehr interessanten Buch Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen von Dr. Andreas Zeuch gefunden, die deutlich macht, warum in SCRUM möglichst wenig auf lange Zeit geplant und warum nur das Notwendigste niedergeschrieben werden sollte. Ich möchte diese Stellungnahme hier gerne ungekürzt wiedergeben und mit den relevanten SCRUM-Methoden ergänzen:

<<<< Beginn der Stellungnahme >>>>

Planung ist bei uns eher ein Gedankenmodell, das wir so nebenbei ein wenig pflegen. Schließlich wissen wir nicht, wie die Zukunft wird.
SCRUM: “ungestörtes” (more…)

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Dec
09
2010
1

Geschäftsprozessmanagement: zu leistungsstarke Teammitglieder bremsen eher das Ergebnis

Jan Mallien hat heute in seinem Artikel Zu gut ist schlecht im Handelsblatt über eine Reihe von Studien berichtet, die sich damit beschäftigt haben, was mit Teams passiert, in denen ein Superstart eine große Rolle spielt, sprich wenn das Leistungsgefälle oder das der Gehälter sehr groß ist. Fußballfans hatten das Phänomen schon bei der letzten Fußballweltmeisterschaft, sowie dem aktuellen Verlauf der Bundesliga mit Dortmund und Mainz an der Tabellenspitze und dem 1. FC Köln am Tabellenende beobachten können. Dort, wo die Leistungen ausgeglichen sind  und (more…)

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Nov
08
2010
2

Mit Feedback zu einer Kultur der Wertschätzung als Motor für Veränderung: der Gestaltansatz

Was bietet der Gestaltansatz für Menschen in der Organisation?

So fragen Gabriela Jérôme (Mag. Phil., Universität Wien) und Bernhard Broekman (Diplom-Psychologe, Universität Mainz) auf ihrer Internetseite. Auf die Homepage bin ich vorgestern gestoßen, da ich wissen wollte, was denn der Gestaltansatz ist. Der Begriff ist im Gartner-Papier zum BPM Hype Cycle 2010 im Kontext des neuen Begriffs social BPM als eines der wichtigen Elemente darin gefallen.

Ich möchte den folgenden Text ungekürzt aus der oben referenzierten Internet-Seite hier wiedergeben, bespricht er doch das Thema Motivation, das ich immer wieder mal beleuchtet habe, noch mals unter dem Blickwinkel der Wertschätzung.

(more…)

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Oct
12
2010
5

Prozessoptimierung: Lenin hätte besser “Kontrolle ist manchmal notwendig, Vertrauen ist besser” propagieren sollen

Der originäre Ausspruch von Lenin, “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” führte dazu, dass im Kommunismus den Bürgern die intrinsische Motivation ausgetrieben wurde und die Produktions- und Innovationskraft schleichend nachließ. Nach neuesten Kenntnissen sind die Firmen führend, die eine Vertrauenskultur pflegen, in der sich die Mitarbeiter aus freien Stücken richtig reinhängen und deshalb innovativ sind (siehe auch den Post Was machen erfolgreiche Unternehmen besser? Wieso sind ihre Mitarbeiter motivierter?)

Prof. Bruno Frey von der Universität Zürich bringt in seinem Artikel Was treibt Menschen an? eine Reihe von interessanten Beispielen, wie durch extrinsische Motivation die intrinsische zerstört wird. So berichtet er: (more…)

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