Nov
11
2011
0

Informationsstrategie: Insellösung oder ganzheitlicher Ansatz ist hier die Frage

Wann immer man sich Gedanken um eine Lösung zur Verwaltung der Informationsobjekte für einen Bereich in seinem Unternehmen oder seiner Organisation macht, ist immer abzuwägen: Investiere ich in eine Insellösung, die schnell und exakt die aktuellen Anforderungen löst – z.B. die Archivierung von E-Mails oder Web-Auftritten – oder investiere ich in eine Lösung, die mir auch in den meisten anderen Fällen helfen wird?

Die Verwaltung von unstrukturierten Informationen im Unternehmen im Sinne einer ganzheitlichen Informationsstrategie ist eine erfolgskritische Aufgabe. Sie gewährleistet, dass Informationen reibungslos im Unternehmen zirkulieren können. Daten und Dokumente werden von den verschiedensten – internen und externen – Systemen erzeugt und müssen gleichzeitig an Folgesysteme zur weiteren Verarbeitung übergeben werden. Das Management von Dokumenten muss also die gesamte Wertschöpfungskette umspannen. Nur so kann überhaupt eine hohe Qualität des Gesamtprozesses erreicht werden. Sind Informationen nicht in die unternehmensweite Informationsstrategie eingebunden – liegen sie also mehr oder weniger in separierten Datensilos – dann drohen Qualitätseinbußen im Prozess: Informationen sind nicht dort verfügbar, wo sie benötigt werden; Dokumente werden evtl. teilweise redundant gehalten, was schnell zu Widersprüchlichkeiten führt; Daten sind nicht “im Kontext” verfügbar, was eine Rundumsicht auf alle Informationen, die z.B. einen Kunden oder ein Projekt betreffen, erfolgreich verhindert.

Ganz abgesehen davon, dass auch auf der IT-Seite durch Insellösungen Aufwand erzeugt wird – insbesondere (more…)

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Oct
19
2011
3

Ein neuer Fall für die Web-Seitenarchivierung – Medieninhalte sind ans Staatsarchiv abzuliefern

Ich liege gerade in den letzten Zügen der Arbeiten an unserem neuen Whitepaper zum Thema der Archivierung von Web-Auftritten und bin auf den im Folgenden beschriebenen, eher skurilen Anwendungsfall gestoßen. Skuril sage ich nicht, weil es an der Sinnhaftigkeit mangelt. Es ist mal wieder ein typsicher Fall der deutsche Mentalität des Überregulierens, die hier wieder zugeschlagen hat. Denn hier drohen Strafen bis zu 10.000 €, wer die Reglen nicht einhält. Aber schauen wir mal hin:

Der Wunsch unserer Staatsarchivare

Auch im digitalen Zeitalter möchten die Archivare der Nationalbibliothek ihren ursprünglichen Auftrag zur Wahrung  und Dokumentierung des Kulturerbes nachkommen. Da sich dieses aber mehr und mehr in das Internet verlagert, möchte man nun auch die dort dargestellten Gedanken der Deutschen archivieren und für zukünftige Generationen bewahren.

Es wird mir sicher jeder zustimmen, dass das an sich ein guter Gedanke ist. Der Knackpunkt in der Umsetzung ist nur, dass die Urheber selbst ihre Werke in der Nationalbibliothek abliefern müssen, statt dass man diese einfach selbst einsammelt. Wie es z.B. schon Google für die ganze Welt tut. Was zwingt aber nun zur Abgabe?

Pflichtablieferungsverordnung – PflAV

Am 23.10.2008 trat die neue Verordnung (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,records management,web content archiving | Tags: , ,
Aug
12
2011
0

Anwendungsfälle für die Web-Archivierung (I): Pflichtangaben eines Webauftritts

In den vorangehenden Artikeln zum Thema „Web-Archivierung“ sind wir auf die grundsätzlichen Gegebenheiten des Lösungsfeldes wie auch auf dessen Bedeutung für eine ganzheitliche Informationsstrategie eingegangen und haben daneben auch die Lösung SAPERION ECM Web Content Archive inkl. Vorgehen zur Einführung beschrieben.

Obwohl die Regeln zur Aufbewahrung einer Information grundsätzlich unabhängig von deren Format oder Austauschkanal gelten (siehe Artikel „Archivierung und Compliance im Überblick“), wurde das Lösungsfeld der Web-Archivierung bis dato noch relativ wenig bearbeitet. Aus diesem Grund möchten wir in den folgenden Blogbeiträgen verschiedene konkrete Anwendungsfälle illustrieren, in welchen sich der Nutzen bzw. Mehrwert einer solchen Lösung besonders deutlich und unmittelbar manifestiert. Die Kriterien bei der Bewertung des Nutzens sind die folgenden:

  1. “Business”: Erzielung eines besonders attraktiven Return on Investments bzw. der Ermöglichung der Optimierung bestehender Geschäftsprozesse
  2. “Risiko und Reputation”: Optimierung des Risiko- und Reputationsmanagements
  3. “Compliance”: Einhaltung regulatorischer Vorgaben, und damit Vermeiden Discovery-Aufwänden und Strafen

Den Anfang machen wir dabei mit einem klassischen Internet-Rechtsthema: den Pflichtangaben eines Webauftritts. (more…)

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Jul
26
2011
0

Archivierung von Web-Auftritten als Baustein einer ganzheitlichen Informationsstrategie (4)

Mit unserem vierten Artikel einer Serie zur Archivierung von Web-Inhalten möchte ich darauf eingehen, dass sich die Beschäftigung mit dem Thema erst so richtig in einer Gesamtstrategie der Informationsverarbeitung innerhalb eines Unternehmens entfaltet.

Damit der Zusammenhang einfach klar wird, möchte ich einen kleinen Ausflug in die Historie der elektronischen Informationsverarbeitung wagen. Zur Abwicklung von Geschäften werden seit Jahrhunderten Dokumente zwischen den Partnern ausgetauscht, um sie auf vertrauensvollere Füße zu stellen. Und seitdem der Staat erfunden ist, um seinem Nachweisverlangen zur Steuererhebung (Teil der Compliance) nachzukommen.

Und da unsere Ökonomie immer bestrebt ist, das Arbeiten leichter zu gestalten und damit die Verarbeitungskosten zu drücken, wurde zu Beginn des (more…)

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Jul
18
2011
1

Web Content Archive: eine Vorgehensmethodik zur rechtskonformen Archivierung von Web-Auftritten (3)

Gibt es bereits Best-Practice Ansätze zur Archivierung von Web-Inhalten?

Wie wir bereits beschrieben haben, unterliegen die Inhalte und Transaktionen, die über ihre Web-Plattformen publiziert oder ausgetauscht werden, grundsätzlich denselben Aufbewahrungsbestimmungen wie alle anderen Arten von geschäftsrelevanten Dokumenten.

Im Falle der Geschäftskorrespondenz verdeutlicht das Kompetenzzentrum Records Management diesen Sachverhalt in ihrem Leitfaden zur Compliance bei der Aufbewahrung von elektronischen Dokumenten folgendermassen:

Geschäftskorrespondenz kann als diejenigen ein- oder ausgehenden oder auch intern erstellten Dokumente bezeichnet werden, welche ein Unternehmen verpflichten oder ihm ein Recht einräumen und deren Inhalt sich so in irgendeiner Form bilanzmässig niederschlägt. Sie enthalten Wesentliches bezüglich des rechtsgeschäftlichen Handelns des Unternehmens und bezüglich der rechtlichen Stellung des Unternehmens an sich. Es handelt sich dabei um jede Mitteilung in Textform, unabhängig vom Medium, auf welchem sie erfasst wurde.

Dieser Grundsatz ist in der Praxis durchaus bekannt, allerdings existieren bezüglich Umgang mit Web-Inhalten noch diverse Unklarheiten. Dies zeigt sich durch die aktuell verbreiteten Methoden zur Selbsthilfe, welche unter anderem sehr “handgestrickte” Formen aufweisen. Aktuelle Praktiken sind beispielsweise (more…)

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Jul
04
2011
0

Mit SAPERION ECM Web Content Archive wird auch der Web-Auftritt compliant (2)

gewonnen für SAPERION ECM Web Content Archive

gewonnen für SAPERION ECM Web Content Archive

In dem Post SAPERION CONVENTION #SAPCON11 – Nachlese 2 – Archivierung von Web Content hat Jürg Truniger, Director Professional Services unseres Partners Qumram, das Thema der revisionssicheren Archivierung von Web-Inhalten sensiblisiert. Bevor er seine nächsten Artikel mit den unterschiedlichen Anwendungsfalldetails an dieser Stelle postet, sei es mir erlaubt noch etwas Werbung in eigener Sache zu machen. Wir freuen uns ganz besonders an dieser Stelle über unser neues Produkt SAPERION ECM Web Content Archive zu sprechen, hat es doch auf der CeBIT schon einen Innovationspreis erhalten.

ECM Web Content Archive speichert auf einfache und verlässliche Art und Weise alle relevanten Inhalte von Internetseiten. Das Produkt ist damit ein weiterer Baustein in unserer Compliance-unterstützenden ECM-Produktfamilie. Dabei haben wir besonders Wert auf die Beherrschung im Aufwand sowie in der Einfachheit in der Handhabung gelegt.

Grundsätzlich sind zwei unterschiedliche Anwendungsfälle zu betrachten, denn es gibt statische sowie dynamische Webseiten.

Im ersten Fall kann ein zeitlich sich wiederholender Job die vorhanden Web-Seiten durchsuchen, Neues archivieren und Änderungen als neue Version speichern. Dieser Archivierungsansatz wird im Folgenden als client-seitig bezeichnet, da der Job ähnlich einem Anwender, nur eben automatisiert auf die Web-Seiten schaut.

Im zweiten Fall, dem transaktionalen Archivierungsansatz, wird exakt die Webseite gespeichert, die gerade für den Anwender dynamisch generiert wurde. Dabei klinkt sich ein Prozess auf dem Server zwischen die Kommunikation zwischen dem Browser des Besuchers und der Web-Server, übergibt die Seiten zur Aufbereitung und anschließender Archivierung in das SAPERION ECM.

Die Verlinkungen innerhalb der archivierten Seiten bleiben entsprechend erhalten und dynamische Links automatisiert in statische umgewandelt.

Für das Wiederfinden stehen verantwortlichen Anwendern entsprechende Suchen inkl. Zeitstrahl zur Verfügung.

Client-seitiger Archivierungsansatz

Wissen Sie noch, welches Dokument vor 2 Wochen auf Ihrer Internetseite zum Download stand?
Können Sie beweisen, dass der korrekte Disclaimer aufgeführt war?

Hierbei kommt der sogenannte Grabber zum Einsatz, mit dem konfigurierbar der aktuelle Zustand des gesamten Webauftritts oder nur Teile davon archiviert werden. Diese Anwendung greift als Client (more…)

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Written by Dr. Martin Bartonitz in: deutsch,records management | Tags: , , ,
Jun
28
2011
1

SAPERION CONVENTION #SAPCON11 – Nachlese 2 – Archivierung von Web Content

Die diesjährige SAPERION Convention wartete mit einem brandneuen Thema auf: der Archivierung von Web-Content und -Transaktionen. SAPERION entwickelte zusammen mit der Schweizer Softwarefirma qumram eine bahnbrechende Lösung, welche in Berlin zum ersten Mal öffentlich vorgestellt wurde.

Das Internet: nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben und dennoch rechtlich auf relativ dünnem Eis

Gemäss der weltweit ersten Studie zu den quantitativen Auswirkungen von Internetaktivitäten sind heute 3,4% des Bruttoinlandproduktes der G8-Staaten direkt auf den Online-Kanal zurückzuführen (McKinsey 2011, „Measuring the Net’s growth dividend“). Ein absolut beachtlicher Wert, der die Landwirtschaft oder auch den Energiesektor bereits in den Schatten stellt und von dem auszugehen ist, dass dessen Anstieg auf absehbare Zeit nicht abreissen wird.

Die im Bereich des Internets angewandten Maßnahmen für Information Governance und Business Continuity werden seiner Relevanz in der Regel bei Weitem nicht gerecht. Als aktuelles Beispiel sei (more…)

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